Eürvpäisckes Staatensystem.
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stein-Entin, Adolph Friedrich zum schwedischen Thronfolger ernannt.Durch diese Wahl erhielt Schweden das von den Russen eroberte Finn-land großtentheils zurück. König Friedrich, der in seinen letzten 10 Re-gierungsjahren drei Orden gestiftet hatte, starb 1751, und Adolph Fried-rich bestieg nun den Thron. Unter seiner Regierung behielt die franzö-sische Partei die Ruder des Staates, und die königl. Gewalt sank zueinem Schatten herab. Der Neichörath vergab die Ämter und mischtesich sogar in die haüslichen und persönlichen Verhältnisse des Königs.Die Parteien triumphirten und wurden von den Franzosen veranlaßt,an dem siebenjährigen Kriege Theil zu nehmen. Aber der Kriegsruhmder Schweden wurde zum Spott und die Schuldenlast des Reiches ver-mehrt. Kaum war Friede geschlossen, so begann der Kampf der Parteienvon Neuem, und die Mützen, welche auf einem Reichstage gesiegt hatten,.beschränkten die königl. Macht immer mehr, thaten ihr jedoch durchEinführung der Preßfreiheit Vorschub. Der König, durch den Kron-prinzen Gustav bewogen, berief einen neuen Reichstag, allein die beab-sichtigten Änderungen der Verfassung gingen nicht durch. Nach AdolphFriedriche Tode 1771 bestieg Gustav 11t. den schwedischen Thron. Seineinnehmendes Betragen und seine Beredtsamkeit gewannen ihm dieHerzen der Schweden, hätte er es nur verstanden, die Wohlfahrt seinesLandes so zn fördern, als er es wünschte! Durch seine Anhänger ver-sicherte er sich der Truppen und bei einem Aufstande in Christianstadtstellte er sich an die Spitze der Soldaten. Ohne Blutvergießen schworenihm alle Staatsbeamten, so wie auch die Stände Treüe, welchen letzte-ren er den Entwurf einer neüen Verfassung vorlegte, worin er sein An-sehen und seine Selbstständigkeit bewahrte. Darauf gab er die Verhaf-teten frei, machte viele gute Einrichtungen, beförderte den Bergbau undHandel, verbesserte die Schulanstalten, kaufte von den Franzosen dieInsel Barthelemy und sorgte für Kranken- und Armenanstalten; da-gegen gereichte ihm seine Prachtliebe, sein Aufwand für dramatisch*Kunst, sein Hang zum Reisen in's Ausland zum Vorwurf, und ermachte sich dadurch viele Feinde. Auf dem Reichstage 1786 widersetzt*sich der erbit erte Adel allen Vorschlägen des Königs und noch meh*stieg die Erbitterung, als Gustav 1788 einen Krieg mit Rußland begann-Er fiel in das russische Finnland ein und schickte sich zu einem Angrmauf Frebrikshamn an, während seine Flotte mit der feindlichen ein un-entschiedenes Treffen bei der Insel Hvgland bestand. Da erregten hreadeligen Offiziere eine Meuterei in der Armee, und Dänemark ließ seiu*Armee in Schonen einrücken. Nun eilte Gustav nach Schweden zurück,fand Unterstützung bei den Dalekarliern, und Gothenburg wurde gerettet-Hierselbst berief er einen Reichstag, wo ihm die Stände, mit Ausnab'U*des Adels, völlige Unabhängkeit vom Reichsrathe bewilligten. Werden Adeligen hier dagegen war, wurde verhaftet. Nun ward der Kr>*»'wider Rußland auf's Neue fortgesetzt; 17SV schlug Gustav die R.UN*"sn Finnland, griff die Schärenflotte an, wurde aber dann von der Ilöer-macht im Sunde von Wiborg eingeschlossen. Mit wahrer TollkühnbAund nach einem fürchterlichen Kampfe erzwäng sich Gusiav einen Durch-zug und leitete sich nach Swenskasund. Hier siegte er wieder über oreRussen und vernichtete ihre ganze Schärenflotte, wodurch der Friede zWerelä 1790 herbeigeführt wurde. Nach diesem Frieden traf verKönig manche Verbesserung beim Heere und in der Staatsverwal-tung. 1790 reiste er nach Spaa, um die französische Revolution '