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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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661
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Die Königreiche Schweden und Norwegen.

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Steuern. Das Depot der Staatseinnahmen hat die Bank in ihrenHänden, welche direkt unter der Controls einer durch die Städte ernanntenCommission steht.

Das von den Ständen genehmigte Budget betrug im Jahre 1828:8,121,357 Rthlr., und im Jahre 182S: 8,949,194 Nthlr.; die ganzeSumme beläuft sich jedoch, sobald man indirekte und direkte Staatsbei-träge zusammenrechnet, auf mindestens 2v Millionen Nthlr. — Schwedenhat keine auswärtigen Schulden.

Schwedens Kriegsmacht, welche in Militärdistrikte vertheilt ist,besteht aus 3 Theilen: aus der eingetheilten, geworbenen und Bevearing-Armee. Erstere besteht aus Regimentern, deren Soldaten von denGrundeigenthümern erhalten werden und deren Offiziere von den ihnenangewiesenen Domänen leben; die zweite umfaßt die stehenden undbesoldeten Truppen, welche durch freiwillige Bewerbung sich ergänzen;die letztere macht die Landwehr aus, die durch eine Cvnscriptionentsteht, welche mit denen anderer Länder nichts gemein hat. Diegesammte Heeresmacht besteht (nach Forsell) aus 794V Geworbenen,33,Kvv Eingetheilten und I3V,VV0 Mann Landwehr, Summa 171,54VMann. Von den befestigten Plätzen sind zn nennen: Wanäs oderCarlsberg, Waxholm, Fr^ederichsborg, Knngsholm, Carlsten, Elföborgund Christianstad. Die Seemacht besteht aus I I Linienschiffen, 8 schwe-ren und 5 leichten Fregatten, 4 Hemmena (eine Art Linienschiffe), iv Kut-ter-Brigs, 5 Kuttern, 24 Galeeren, 4 halben Galeeren, 25 gedecktenKanonen-Schaluppen, 2VV offenen Kanonen-Schaluppen, 8 Kanonen-Ba-ßassen, 2V Kanonad-Espingen, 5 Schonern, 4V Chefsfahrzeügeu, 28 Koch-Schaluppen und 7 Krankeu-Fabrzeügen. Außerdem kann die Regierungin Kriegszeiten auf die ganze Kauffahrteiflotre, und auf ungefähr lüvvgedeckte Fahrzeuge mit 7 bis 8vvv vortrefflichen Matrosen rechnen.

Schweden hat 5 Orden: den 1285 gestifteten und 1748 erneuertenSeraphinen-Orden, den 1523 gestifteten und von Friedrich I. erneuertenSchwert-Orden, den 1748 gestifteten Nordstern-Orden, den 1772 geftif-Aen Wasa-Orden, und den am 27. Mai >811 gestifteten Orden Karls-XiH. (eigentlich ein Freimauer-Orden). Außer diesen Orden hat man"och eine goldene Medaille für das bürgerliche und eine goldene, so wie«ine silberne für militärische Verdienste.

Diplomatischen Verkehr unterhält Schweden mit allen Ländern Eü-APas, ebenso mit Washington, Rio-Janeiro, Smyrna, Tanger, Tunis,Tripolis u. s. w.

^ Süd-Schweden.

. I. Malmö Län, darin Malmö, Hptstdt., liegt in einer frucht-aren Gegend und am Sunde, mit 867V I.; Sitz des Landeshauptmanns,>)enrals befestigt, Schloß, 2 Kirchen, schönes Rathhaus, Theater, schöneA^uenaden und Gärten, KnutSgilde und Amaranther-Orden; Tadacks-Seifensiederei, Zuckerfabrik, Tuch-, Strumpffabrik, Ölschlägerei,lw? und Schifffahrt. Von den hiesigen alten Schloßwällen hat many,. Wetter ej„e schöne Aussicht bis Kopenhagen. Auch werden

ba». viele Lustfahrten, mittelst Dampfschiffen, nach den benach-

. Stuten gemacht. — Skanör und Falsterbo, kleine Städte,Landzunge, '/^ Meile von einander gelegen, sind alt und warenyenrals ansehnlich. Beide Städte stehen unter einem gemeinsamen