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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Europäisches Staatensystem»

Grafschaften Oldenburg und Delmenliorst. Zu den nicht zu billigendenHandKuigen Christians gehört auch die 23jährige Gefangenschaft, in derer seinen treuen Staatsdiener, Peter Schumacher, spräter Graf Greifen-feld genannt, schmachten ließ, stud der bald nach seiner Befreiung starb.Christians Theilnahme an einem Kriege gegen Schweden blieb bei demFriedensschlüsse ohne Erfolg, und als er später mit Schweden wiederin Zwist gerieth, schloß er ein Bündniß mit dem König August vonPolen, starb aber I6SS als er so eben den Kampf beginnen wollte.Sein Sohn und Nachfolger, Friedrich IV., sehte den Krieg mit Schwedenfort, verlor das Herzvgthum Schleswig und Holstein, gewann es jedochwieder, und war durch König Karls XII. Tod aus einer gefahrvollenLage errettet. Friedrich starb im Jahre 1730, und sein Sohn, ChristianVI., übernahm die Regierung. Er war ein milder Regent, zerrüttetejedoch durch schlechte Oekonomie, so wie durch die Prachtliebe seiner Ge-mahlin, die Finanzen, und gründete zu Kopenhagen eine Akademie derWißenschaften. Nach seinem Tode, 1746, bestieg sein Sohn, FriedrichV., den Thron. Er suchte auf Reisen in Dänemark und Schweden denZustand und die Bedürfnisse seines Reiches mit eigenen Augen kenne"zu lernen, hob 1702 die Leibeigenschaft auf, schickte, um die Geograph^zu bereichern, 1761 eine Gesellschaft von Gelehrten nach Arabien u"bÄgypten, gründete mehrere wohlthätige Anstalten, eine Maler-, Bild'Hauer- und Bau-Akademie, vermehrte aber die Schuldenlast bis übe"20 Millionen Thaler, und starb, von seinen Unterthanen geliebt, 1766'Ihm folgte sein Sohn Christian VII. Dieser bildete sich durch Reise"'auf denen ihn sein Leibarzt Struensee begleitete, der später einen se<ssgroßen Einfluß gewann. Dieser Mann, der bis zum geheimen Kabinet^Minister emporstieg, machte sich durch mancherlei Verordnungen bei dewganzen Volke verhaßt, und seine Gegner suchten ihn zu stürzen. 2l"ihre Spitze traten Christians Stiefmutter, Juliane, und deren So"'Friedrich. Sie veranlaßten den König, einen Verhaftsbefehl gelss"Struensee und den Grafen Brandt zu unterzeichnen, und beide würd?'in Ketten gelegt und zum Tode geführt. Eine niedergesetzte Kommisn"'klagte Struensee freventlicher Absichten gegen den König, so wie ch^brecherischen Umgangs mit der Königin und schlechter Erziehung ^Kronprinzen an. So »»gegründet diese Beschuldigungen auch waren» > cwurde die Königin mit ihrer Tochter und mehreren andern Personendie Festung Kronborg gebracht, worauf die Auflösung der Ehe Christ'""^erfolgte. Christians Regierung ist in sofern wohlthätig zu nennen, " ^derselbe gleich in den ersten Jahren allen Bauern im Amte Kopen"""die von ihnen bewohnten Höfe als Eigenthum gab. Da der Kö»>g ^gen Geistesschwäche nicht mehr vermögend war zu regieren, sosein lOjähriger Sohn, Friedrich VI., 1784 zum Mitregenten er""" /Er regierte rühmlich und weise, hob 1788 die Leibeigenschaft völlig "und verband sich i80i mit Rußland und Schweden zu einer bemalt"Neutralität wider England. Da erschien unter Nelson eine ' -jFlotte vor Kopenhagen, und bewirkte durch die Schlacht am 2ten -"veinen kurzen Waffenstillstand, auf welchen durch den bald daraus "sten Tod des Kaisers Paul von Rußland der Friede erfolgte. ^Jahre nachher, als Frankreich Dänemark aufforderte Theil, an der «vp^gegen England zu nehmen, beschloß letzteres sich der dänischen F>v" Hbemächtigen, und forderte Dänemark zu einem Bündniß aus. ^nun Dänemark nicht dazu verstehen wollte, so wurde Kopenhagen