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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Eürvpäisches Staatensystem.

3700 ' über dem Meeresspiegel. Die größten Flüsse sind: der Blanda,Herads-Band, Skialfanda-Flod und Jökel-Aae gegen N., Fliots-dals-Aae gegen O., und Olves-Aae, Thiors-Aae und Hvit-Aae gegenSW. Die bedeutendsten Seen sind: der Tringvalle, Hoitaae- und My-Vata. Island hat einen großen Reichthum an warmen Quellen, vondenen viele Kieselerde enthalten. Die am meisten bekannten dieserwarmen Quellen sind die Geyser, eine Art natürlicher Springwasser,wo das Wasser 100 bis 200 Fuß hoch mitunter herausgeworfen wird.Im Verhältniß zu seiner nördlichen Lage hat Island ein mildes Klimaund ebenso milde Winter. Die mittlere Wärme in Neikevig (unter64" n. Br.) ist 3'/-°. Der Winter ist 3 " milder als in Trvndhjem, aberum so langwieriger; denn vom November bis März ist der Mittelstanddes Thermometers unter dem Gefrierpunkt. Die mittlere Wärme desSommers ist in Neikevig 10'/-°. In Eya- oder Oefjord ist die mittlereWärme —0, die Sommerwärme -st 6° und die Winterkälte — 5",ungefähr wie am Nordkap (in Norwegen), obwohl Oefjord ungefähr 5"mehr gegen S. liegt. Der bedeutende Unterschied zwischen dem nördlichenund südlichen Klima Islands wird theils durch die Bergmassen, welchebeide Theile scheiden, theils durch das Treibeis verursacht. Die Luft istziemlich feücht, starke Stürme und Organe sind haüfig und die Witte-rung unbeständig. „Bei dem auffallend geringen atmosphärischen Druckein Island herrschen — sagt Dove — das ganze Jahr hindurch nörd-liche Winde vor, so daß die mittlere Richtung derselben außer imJuni und Juli, wo sie NW. ist, das ganze Jahr hindurch auf NO-fällr.« In dem südlichen Theile Islands währt der längste Tag 20 undder kürzeste 4 Stunden, in dem nördlichen Theile aber geht die Son»/am längsten Tage gar nicht unter. Die merkwürdigsten Naturerscheüiinngen sind: das Nordlicht, Schneelicht, Doppelsonnen n. s. w. Daswichtigste Haustbier ist das Schaf, deren Zahl gegen 350.000 Stückbeträgt. Das Hornvieh ist klein und seine Zahl soll sich auf 25,000 Stückbelaufen. Die Pferde (etwa 20,000 Stück) sind ebenfalls klein aber raschund stark. Obgleich das Rennthier erst im Jahre 1770 nach Jsla»dgebracht wurde, so ist es doch in bebrütender Anzahl im Innern desLandes vorhanden. Eisbären kommen nicht selten auf dem Treibeise vonGrönland; dagegen findet man Seehunde oft in tausendfacher Anzchüan der Küste. An wildem Geflügel, besonders Wayervögeln, ist grol-edReichthum, und unter diesen liefert der Eidervogek die kostbaren E-der-dunen. Die wichtigsten Fische sind Häringe, Lachse und Dorsche. 2>nneigentlichen Baümen hat Island nur den Sperberbaum und die Bi>'k 'und diese erreichen höchstens 10 Fuß. Der Mangel an Holz wird jekowdurch Treibholz ersetzt. Die meisten dieser Stämme sind von Fick"''Tannen und Birken, die, wie man sagt. theils von Ssibirien, tbe"von dem mejicanischen Meerbusen mil Hilfe des Golfstromes kommesollen. Von den allgemeinen Kornarte» gedeiht hier nichts; dagrggelingen Kohl, Kartoffeln, Rüben, Retkige u. s. w. Don Mineral!-kommen vulkanilche Produkte vor, besonders Schwefel (bei Husavig »Krisuvig) und Snrtnrbrand (fossiles Holz), der statt Steinkohlen gebrautwird. Die Isländer gehören zu dem scandinavischen Volksstamm »udie Insel wurde zuerst im IX. Jahrh, von den Normännern bebai -Von der Mitte des Xl. bis zur Mitte des XIV. Jahrhunderts bluvchier die Wissenschaften und noch jetzt ist die Bildung hier weit verb"" -Die 3ahl der Inwohner beträgt gegen 56,000 Seelen, dagegen bener