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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Die Niederlande.

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Streifen dieses Banners ist der Name des Schiffes mit goldenen oderschwarzen Buchstaben geschrieben. Die Menge der Schaulustigen, die ausder Umgegend herbeikommt und die Eröffnung des Marktes, der achrTage dauert, geben dem Hafen von Dlaardingen einen sehr belebten An-blick. Der Flotte wird ein Begleitungsschiff beigegeben, an dessen Bordsteh eine Reserve von Matrosen befindet, die dazu bestimmt ist, an dieStelle der Kranken und Verwunderen zu treten. Dieses Schiff, welcheseigentlich eine Ambulanz ist, kreuzt l4 Tage, nimmt die Dienstunfähigenauf, ersetzt sie durch Hülfsmannschaft und begibt sich sofort in die Baivon Shetland zu der kleinen englischen Insel dieses Namens, die denMittelpunkt der Expedition bildet. Auf dem Begleitungsschiffe ist einOffizier mit dem speciellen Auftrage, über die Beobachtung der Vor-schriften der Fischerei zu wachen und die Schmuggelei iu der Bai vonShetland zu verhindern; dieser Offizier ist eine Art Negierungö-Kom-missär. Der Fischfang dauert vom 24. Juni bis Ende October. Esläßt sich nicht leicht bestimmen, an welchem Orte sich die Häringe iugrößter Anzahl vorfinden, die Seeleute begeben sich in die mebr nörd-lichen oder mehr südlichen Gegenden, je nach ihren Kenntnissen vomFischfänge, nach ihren Erfahrungen oder häufig auch nach den Befehlendes Eigenthümers der Ausrüstung. Offenbar ist aber der Häring, denMan auf der Nvrdseite fängt, dem von der Südseite vorzuziehen. Am24. Juni wirft man die Netze in die See; eine bestimmte Ordnung ver-bietet, vor diesem Tage zu fischen, damit alle den Vortheil zu derselbenZeit anzufangen genießen. Den 24. Juni vergißt man in Vlaardingennicht; die Familien der Fischer und Eigenihnmer vereinigen sich zu einemgemeinsamen Frühstück oder Mittagsmahl und bringe» manchen Toastauf das Gelingen der Expedition. Sobald der Fischfang beginnt, kreü-zei, die Jäger auf allen Seiten, um die ersten Häringötvnnen zu em-pfangen; sie bringen sie an Bord dessen, der zuerst abfahren muß, bismeser seine Ladung hat, dann an Bord des zweiten und so fort; hatJäger mebr als seine Ladung, so bringt er das Surplus an Bordves Admiral-Jägers, welcher die Hauptniederlage bildet. Dieser entläßtme andern, indem er die Liste des Hoopmann unterzeichnet, je nachdemue ihre Ladungen haben, oder er die Zeit zur Abfahrt geeignet hält. SoErfährt er, bis die Reihe an ihn kommt und fährt zuletzt von den Zwöl-Der Ertrag aller Verkäufe der Jäger fließt in eine gemein-mlafiliche Kasse und wird sodann nach Maßgabe der von jedem Schiffegelieferten und in die Ladnngsverzeichnisse eingetragenen Quantitäten"Eer die Mitglieder der Verbindung vertheilt.

>>. Die Kabeljaufischerei ist für die Niederländer minder bedeütend, als, Häringsfang. Sie findet gewöhnlich im Winter statt. Die Schiffe,vew^ dem Häringsfang gewesen sind, werden am Anfange des No-, Mbers ausgebessert und ausgerüstet, um am 6. December, dem St.h.Aaustage, abermals unter Segel zu gehen. Die Anzahl der Schiffe,lick, den Kabeljaufang ausgehen, ist bei weitem nicht so beträcht-

seiid e - die, welche man zur Häringsfischerei verwendet. Dlaardingendvrni ^ Regel vierzig ab. — Die Fischerei, die man im Winternennt man Beugwaart, wegen per sogenannten Beugs,aus .^'anderen Art von Netzen, die man dabei gebraucht. Sie bestehensind Schnur, die gewöhnlich V» Meile lang ist; von dieser Schnursie 5'"^ gewissen Entfernung von einander Bogen angebracht, tue«us der Oberfläche des Wassers halten, und von einem Ende zum