Buch 
5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
Entstehung
Seite
823
JPEG-Download
 

Das Königreich Portugal. 823

gehören: der Gabor, Tua und die Tamega, die aber nicht schiffbarstnd.

3) Der Tejo, der wichtigste Fluß des Landes in Beziehung aufden inneren Verkehr, ist 2l Meilen bis Abrantes. herauf für größereFahrzeuge schiffbar, hat eine weite Mündung und bildet einen dersichersten, tiefsten und geräumigsten Hafen der Erde. An einigen Stel-len ist sein Lauf reißend und durch Felsen erschwert. Zu seinen Neben-flüssen gehört der reißende Zezere, der von der Esstrella herabstürzt;der Zatas und der Almansvr.

4) Die Guadiana wird 10 Meilen vor ihrer Mündung bei Mer-tvla für kleine Fahrzeuge schiffbar, hat aber auch dann sehr viele Strom-schnellen, Strudel und Untiefen, daß sie wenig zu benutzen ist. Sienimmt viele Bergströme auf, z. B. die aus Spanien kommende Ordilla,die bei Moura mündet.

Don den vielen Küstenflüssen sind zu bemerken:

1) Der Lima, der, aus Spanien kommend, die Provinz EntreMinho e Douro durchstießt, bei Vianna mündet, und etwa 4 Meilenbis Ponta de Lima herauf mit kleinen Fabrzeügen befahren werden kann.

2) Der auf der Serra de Gerez in Tras os Montes entspringendeCavado, der ebenfalls die Provinz Entre Minho e Douro durchströmt,bei Espospende in's Meer fließt und nur für kleine Fahrzeüge schiff-bar ist.

3) Der auf der Serra Arada entspringende Vvnga, der nacheinem 14 M. langen Laufe bei Aveiro in's Meer fließt, und nach seinerVereinigung mit dem Ovar den Busen von Aveiro bildet. Er hat vieleSandbänke, die die Schifffahrt erschweren.

4) Der Mvndego, an der Südseite der Serra de Estrella ent-springend, bildet einen Bogen, fließt dann in südwestlicher Richtungdem Meere zu, und zwar durch die Provinz Beira. Er ist 22 gevgr.Meilen lang, von denen 15 Meilen bei hohem Wasserstande schiffbarbleiben.

5) Der Sado, aus einem Abhänge der Serra de Monch'ique kom-mend, fließt von S.O. nach N.W., nimmt viele Bergströme auf, underdält bei seinem Einiritte in die Provinz Estremadura den Namen^aldao, worauf er in den Busen von Setuval fließt. Er ist über 4Meilen bis Porto de Rey schiffbar.

Die Landseen Portugals sind unbedeutend, und am zahlreichstenM dem südlich vom Teso liegenden kleinen Theile der Prvinz Estrema-dura (Lagoa de Pazw, Lagua Lya, die Bergseen in den Montes Azulos).

den merkwürdigsten Seen gehören:

^ 1) Die Lagoa de Sapellos, bei Chaves, in der Provinz Tras osMonces. Dieser See ist sehr tief, und soll aus einem Bergschachtemstanden sein.

- 2) Die 4 Seen der Serra de Estrella, die ihr Wasser aus dem ge-

ichnrolzWen Schnee erhalten, klares, lauwarmes Wasser und ihren^"ptabfluß in den kleinen Bergstrom Alva haben. Der größte diesergen ast der Lagoa escura (dunkele See); die übrigen sind: Lagoa ronda,ponha und Lagoa de Pachao.

.3 Klima.

d»ä Dieses ist im Ganzen milder als das Spaniens, gleicht im S. dems nördlichen Afrika, und ist unstreitig eines der gesündesten und lieb-