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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Das Königreich Griechenland.

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meine Nackteüle einheimisch. Unter den Würgern findet sich derlmniusLgpensis, der hier nistet; von den Fliegenfängern ölusvicaxu Arisolaund krlbieola; unter den Drosseln die Blanamscl (1'urssu8 ozmmm), unddie Felsenamsel (1llrstu8 sAxutilm) einheimisch; vvn den Bachstelzen hiereigenthümlich UotueiUs inelgnooephsla und oi'nei-ooupiÜÄ. Unter denNachtigallen trifft man 8zstvm ^isotocl68, Sylvia leuropo^oii undSzstvia mklsnooeplmla; neben den gewöhnlichen Schwalben die großeTvurmschwalbe und den großen Ziegenmelker; Lerchen zu allen Jahres-zeiten, im Sommer aber eigenthümlich ^luucla vslanära und brsest)-staetzsta; unter den Meilen ist Uaru8 IuLudri8 eigenthümlich. Auch dieAmmerarten sind sehr zahlreich, dagegen gibt es nur wenige Finkenar-ten. Unter den rabenartigen Vögeln sind eigenthümlich: kz-rrltoevremArul;ulu8; M«rvp8 apikmter; ^loeclo inssi«; 0uoc;ulu8 ouiroius undruiu8. Häufig trifft man auch den Fasan, das Steinhnhn, die Feld-taube, Turteltaube, so wie Ot>8 tarclu, tetrsx und Ot>8 Iinbaru. Unterden Sumpfvögeln, die sehr zahlreich sind, find bemerkenswerth: der Stein-wälzer, dumme Regenpfeifer, der Strandlaüfer, die Seelerche (Lüuru-striu8 iuatieula iniuoi), der Kranich, Austernfischer, der Vunsllius merm-lo^astsr, der große Silberreiher, schwarze und weiße Stvrch, Ibis, Löf-felreiher u. s. w. Unter den Wasservögeln sind zu nennen: die Möven,der Sturmvogel, der?u18nu8 vin6i-6U8, der wilde Schwan, Pelikan, dieSternL jkuvopttzi-Ä, 8t6r»n vu8piu et anZIieg, der Ourbo eormorumm,p^Amaeu8 und eri8tatu8.

Fische gibt es in Menge und die Fischereien des Staats sollen alleinjährlich über 124,voo Drachmen eintragen.

Bevölkerungs - Verhältnisse.

Die Volkszählung vom Jahre 1837 ergab 202,953 Männer, 214,439Weiber, 176,888 Männliche unter 18 Jahren, 169,079 Weibliche unter18 Jahren, 4i,0»4 über 18 Jahr Unverheirathete, Familien 169,626,Summa 804,863 Seelen. Davon gehörten zu einem andern Dimos8632; in den Gemeinden waren nicht eingeschrieben 3943, Ausländer-waren 2531, dem Stande nach: Landleüte 92,157, Schäfer 25,695,Handwerker 15,539, große Kaufleüte 182, kleine Kaufleute 4620, andereArbeiter 12,207, große Rentner 2622, kleine Rentner 44,271, Soldaten3914, Seeleüte 12,951, Angestellte 1711, Lehrer 44, Gelehrte 27, Advo-katen 127, Doktoren 251, Geistliche 3687, Arbeitsunfähige 306, Schüler21,903, solche, die schreiben können 43,881. Gegenwärtig kann man dieZahl der Bewohner Griechenlands auf 850,000 Seelen berechnen, wobeietwa 1000 auf eine Quadratmeile kommen.

Stamm-Verschiedenheit, Sprache und Dolkscharakter.

Die Bewohner Griechenlands sind Nachkommen der alten Hellenen,die aber zum Theil mit albanesischem, lakonischem, slawischem, arabi-schem, türkischem und jüdischem Blute vermischt sind; doch findet manunter den heütigen Griechen noch die schönsten Formen des menschlichenKörpers. Nächst den Griechen sind die Albanesen am zahlreichsten. Sieleben in Arkadien, Attika, bei Korinth, so wie auf den Inseln Hydra,Spezzia, Salamis und Paros. Außerdem findet man ^ranken (wie alleEuropäer im Orient genannt werden), die sich in Menge rn Griechen-land angesiedelt haben- und zwar Deutsche, Franzosen, ^taltener undEngländer. Hebräer gibt es nur wenige in den See- und Handels-