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gegen, hat der Verfasser geflissentlich vermieden, die lateini-schen Kunstausdrücke in den Text selbst aufzunehmen undes vorgezogen, die ganze Terminologie als Anhang, in Formeines Wörterbuches, beizugeben. Er hofft durch diese Ab-weichung von dem althergebrachten Gange, wenigstens beiden Lernenden keinen Tadel einzuerndteu, da er aus Erfah-rung weiß, wie störend für Viele die Menge der inclavir-ten lateinischen Kunstwörter und wie abschreckend für diemeisten Anfänger überhaupt die Aufzählung der Termino-logie in dem Contexte erscheint, da diese, auch bei der ge-drängtesten Kürze des Vortrages, nie ganz von ihrer Tro-ckenheit befreit werden kann; nährend nun mit Hülfe desbeigefügten Wörterbuches Jeder sich selbst die Ausdrückeleicht wird erklären können, so weit es sein Wunsch odersein Bedürfniß zum Verstehen der systematisch-beschreibendenWerke erheischt. Die genannten Werke, welche zur Erlan-gung einer speciellen Kenntniß der Pflanzen nothwendig sind,werden überhaupt von dem einmal hinlänglich in den ver-schiedenen Zweigen der allgemeinen Botanik Bewandertenleicht benuzt werden können. Diesem ist dann freilich einefortgestzte Uebung im Bestimmen der Pflanzen, nach gute»systematisch-beschreibenden Werken, sehr zu empfehlen, wobeinoch zu bemerken bleibt, daß er sich das Erkennen undAuffinden der Namen unbekannter Pflanzen, so wie dasAuffassen der ausgezeichneten Merkmale derselben, ungemeinerleichtern könne durch die Vergleichung ihm bereits bekann-ter Gewächse mit deren in jenen Werken enthaltenen Be-schreibungen, so wie durch abwechselnde Uebung in Entwer-fung von eigenen regelrechten Beschreibungen nach lebendenund selbst nach gut getrockneten Pflanzen.
Gerne hätte der Verfasser auch die Angabe der latei-nischen Pflanzennamen in diesem Lehrbuche der allgemeinen