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innern Wesen, nach ihrem wechselseitigen Zusammenhange untereinander und nach ihren Beziehungen zu den Zwecken des Menschen.
I».
Nach diesen Gesichtspunkten hat man die Botanik in ver-schiedene Zweige zerfällt, die jedoch nur vereint deren wahrenInbegriff ausmachen. Dahin gehören als zwei Hanptzwcigc:die reine Botanik, welche die Pflanzen an und für sich be-trachtet, ohne Rücksicht auf ihre Benutzung für das bürgerlicheLeben zu nehmen, und die angewandte Botanik, welchedie Pflanzen kennen lehrt, indem sie vorzüglich ihre Anwendungzu den verschiedenen Zwecken des Menschen berücksichtigt-
Die reine Botanik betrachtet entweder die Pflanzen nurnach ihren äußern Eigenschaften, so daß sie bloß eine beschrei-bende Darstellung derselben, als unter sich verschiedener Natur-körper bezweckt — Naturgeschichte der Pflanzen, Phy-tognvsic, oder sie lehrt den innern Bau der Gewächse unddie Erscheinungen im Pflanzcnleben kennen, indem sie zugleichdie Ursachen der leztcrn zu erforschen strebt — Natur lehreder Pflanzen, Phytonomie.
Jeder dieser untergeordneten Zweige zerfallt wieder in meh-rere Abschnitte. Zur. N a turgeschichte der Pflanzen ge-hören :
Die botanische Kunstsprache, Terminologie oderGlossvlvgie, der Inbegriff der in der Pflanzenkunde gebräuch-lichen Ausdrücke.
Die botanische System künde, welche die Grundsätzeund Regeln einer wisicnschaftlichen Eintheilung des Pflanzenreichs,Behufs einer leichtern Uebersicht desselben, und zugleich die ver-schiedenen, bis jezt von den Botanikern versuchten Einthcilungs-wcisen kennen lehrt.
Die P hy tograp h i e, welche die Regeln feststellt, wo-nach die Pflanzen auf die zweckmäßigste und allgemein verständ-liche Weise beschrieben und benannt werden. Dahin gehörenwieder als untergeordnete oder praktische Theile: die Beschrei-bung der wirklich bekannten Pflanzcnartcn — beschreibendeBotanik; die Kenntniß der Pflanzennamen und der bei ihrerBildung zu beobachtenden Regeln — Nomcnclatur; der In