toffel dienen, deren Mutterpflanze in der neuesten Zeit mitGewißheit in den Gebirgen von Mexiko aufgefunden wurde, woder Stamm kaum eine Spanne hoch über die Erde sich erhebtund seine unter dem Boden befindlichen Knollen nicht viel größerals Erbsen find, während die bei uns so häufig gebaute Pflanzeeinen mehrere Fuß hohen Stengel und bei manchen Spielartenfaustgroße und noch größere Knollen trägt.
In der äußern Bildung des Stammes — in seiner Gestalt,in der Beschaffenheit der Oberfläche, in der Art wie sich derselbein Aestc theilt — so wie in der Consistenz und dem innern Baudesselben tritt eine so große Mannichfaltigkeit auf, daß hier dieseVerhältnisse einstweilen nur angedeutet werden können; wir wer-den uns jedoch mit den wichtigern derselben in der Folge nochbeschäftigen. Der Stamm und seine Acste sind, wie weiter obenschon bemerkt wurde, bei den Gefäßpflanzen immer mit Blätternoder doch mit solchen Theilen versehen, welche Blätter andeuten.Diese finden wir nur bei wenigen Pflanzen bloß auf dem Gipfeldes Stammes zusammengedrängt — wie auf dem knolligen Stammdes hohlen Lerchensporns onrn), der euro-
päischen Erd scheide (6)-oInineir europnouin), ferner beiden meisten Palmen und vielen Farnen — sondern in denallermeisten Fällen stehen sie, entweder den ganzen Stamm ent-lang oder doch an seinen jüngern Trieben, in gewissen Entfer-nungen übereinander und es lassen sich die zwischen dem Ur-sprünge der Blätter oder ihrer Andeutungen gelegenen Theiledes Stammes und der Aeste deutlich unterscheide». Diese Z n-terfoliar theile (Gurtes lntsrtolinres) des Stammes, fürwelche sich nicht wohl ein rein deutscher Ausdruck geben läßt,sind nach der verschiedenen Entfernung der Blätter vvn verschie-dener Länge und oft an der nämlichen Pflanze sehr ungleich anGröße. Wo die Blätter aber ganz dicht übereinander entsprin-gen, da sind diese Theile sehr verkürzt, und in manchen Fällen,namentlich in den meisten Blüthen, lassen sich dieselben garnichtmehr mit »„bewaffnetem Auge verfolgen. Bei vielen Pflanzenist die Grenze der einzelnen Jnterfoliartheile im Acußern durchnichts weiter als durch die Basis der Blätter oder, wenn dieseabgefallen sind, durch die von denselben hinterlassenen Narbenangezeigt. Bei manchen Pflanzen ist aber auch an diesen Stellen