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australische und neoarktische mit je 14% und endlich die orientalischemit 9%. Charakteristisch für die gemäfsigten Teile der Alten undNeuen Welt und weit nach Norden reichend sind die Gattungen Ela-phrus (8 amerikanische, 18 asiato- europäische Arten), Blethisa (5amerikanische, 7 asiato - europäische) und Cychrus (19 amerikanische,14 asiato-europäische). Das Genus Carabus ist vorwiegend paläarktisch(264 Arten), 10 Arten sind nordamerikanisch, 11 finden sich in denGebirgen von Chile , eine auffällige Verbreitung, welche an jene derBären, Wasseramseln &c. erinnert. Der früher für den Kilimandscharo angegebene Carabus Dechenii ist kein Carabus, sondern ein Puppen-räuber (Calosoma), welche Gattung fast kosmopolitisch verbreitet ist.Die _ schönen Arten von Procerus (5) und Procrustes (17) sind aus-schliefslich paläarktisch und haben das Zentrum ihrer Verbreitungum das Schwarze Meer herum, doch geht Procrustes weiter, namentlichnordwestlich und nördlich bis Schweden . Ganz im Osten des Bezirks,auf den Japanischen Inseln, werden sie durch die stattlichen (3) ArtenDamaster vertreten. Ein merkwürdiger Verwandter ist der seltene, aufdem Aussterbe-Etat stehende Haplothorax (eine einzige Art Burchelli!)von St. Helena . Ausschliefslich altweltlich-tropisch (exkl. Madagaskar )und bis Australien verbreitet ist das Genus Eudemia (73 Arten),während Anthia (51) weniger weit nach Osten geht, und Graphipterusgleichfalls (51 Arten ebenso wie Polyrhima) auf die kontinentale äthio-pische Region beschränkt ist. Tefflus (6 Arten) ist tropisch-äthiopischvon Guinea an, Hystrichopus (9 Arten) nur aus Kafferland und derKapgegend bekamt. Die abenteuerlichen wenigen (3) Arten von Mnr-moiyce finden sich nur auf Malakka , Sumatra und Java. Die neo arktischeRegion bis Mexiko bewohnen Pasimachus (17) und Dicaelus (22 Arten),südamerikanisch-kontinental sind Calophaenes (22 Arten) und Agra(143); letztere mit einer einzigen Art in Neukaledonien ! Im ge-mäfsigten Südamerika , in Feuerland und auf den Falklandinseln findetsich eine Reihe charakteristischer Laufkäfer, von denen nur dieGattung Migadops (4 Arten) hervorgehoben sei. Die oceanischen Inselnwerden u. a. bewohnt von dem Genus Helluo (3 Arten),_ Australien undTasmanien von Carenum
n (68), Silphomorpha (32) und Adelotopus (27).Irnef (Lamellicornia) inkl. der Hirschkäfer (Lu-
canidae) und Zuckerschröter '(Passalidae), zusammen rund 7100 Arten,sind kosmopolitisch verbreitet, aber die Mistkäfer weiter als dieblatt- und blütenliebenden Formen. Aphodiidae (ca 20 Gattungen mit500 Arten) sind überall gefunden worden, wo gröfsere Säugetiere hausen,sogar sind manche Arten (Aphod. lividus und granarius) fast universellverbreitet. Von den Copridae finden sich in der neotropischen Region44,5%, in der äthiopischen 32,5 %, der ostindischen 10,7%, der palä-arktischen 6,2%, in der australischen 4,4» j 0 , und in der neoarktischenblofs 1,7% der bekannten (ca 1400) Arten. Von den Bofskäfern (Geo-trupidae) kommen auf die paläarktische Region 67,5%, auf die neo-arktische 18%, auf die neotropische 8,5% und auf die orientalische 6%,aber sie fehlen vollkommen in der australischen und äthiopischen.Trogidae (9 Gattungen mit ca 110 Arten) sind in folgendem Verhältnisverteilt: neotropische Region 39%, neoarktische Region 21%, palä-arktische 15%, äthiopische 14%, australische 6% und orientalische 5%.Die prachtvollen und grofsen Nashornkäfer (Dynastidae, einige 80Gattungen mit ca 550 Arten) sind fast ausschliefslich tropisch, aber inerster Linie neotropisch; in dieser Region finden sich 54% der Arten,in der orientalischen 18%, in der äthiopischen 12%, der australischen10%, während die neoarktische von 3,5% und die paläarktische garnur von 2,5% bewohnt wird. Auch die Hybosoriäae (29 Arten) sindin erster Linie neotropisch (45,8%), während die äthiopische Region20,9%, die orientalische 17,2%, die paläarktische und australische je6,9%, und die neoarktische 3,5% beherbergt. Orphnidae (77 Arten)werden in Südamerika 27,l%, in der äthiopischen, orientalischen undpaläarktischen je 19,5%, in der neoarktischen 11,i% und in der austra-lischen 3,8% gefunden. Die schönen Bosenkäfer (Cetonüdae, 120Gattungen, 970 Arten) sind ganz besonders in dem an offnen Blütenreichen Südafrika und Madagaskar entwickelt: die äthiopische Regionwird von 37,8%, die orientalische von 29,3% bewohnt, während auf diesonst so käferreiche neotropische blofs 13,7%, auf die australische 7,3%,die paläarktische 6,7% und auf die neoarktische (überhaupt die käfer-ärmste!) blofs 5,2 % kommen. Die Hoplüdae (rund 430 Arten) habendas Zentrum ihrer Verbreitung in den orientalisch-paläarktischen Re-gionen, aus ersterer kennt man 37%, aus letzterer 27,6%, aber sie gehennicht weiter als bis Neuguinea in der australischen Region, welche dem-zufolge blofs 1,2% aufweist. In der äthiopischen und neotropischen sindsie ziemlich gleichmäfsig (12,6% und 13,6%) vorhanden, während dieneoarktische mit ca 8% bedacht ist. Die Verteilung der Butelidae(390 Arten) ist merkwürdig genug, indem auf Südamerika 63,4'%, aufNordamerika blofs 1% entfällt, wie sie sich überhaupt als eine tropischeFamilie (orientalische Region 13%, äthiopische 11,2%, australische 9,7%und paläarktische 1,7%) dokumentieren. Weit gleichmäfsiger sind dieMaikäfer (Melolonthidae, ca2000 Arten!) verteilt, nämlich: neotropischeRegion 28%> äthiopische 26%, paläarktische 17%, australische 13%,neoarktische 9% und orientalische 7%. Die kleine Familie der Glaphy-ridae (58 Arten) ist vorwiegend paläarktisch (69%), fehlt in der äthio-pischen und orientalischen Region vollkommen, zählt in Südamerika 25,9%, in Nordamerika 3,4% und, wunderbar genug, in der austra-lischen 1 7% eine Verbreitung, welche darauf deutet, dafs wir es miteiner im’Aussterben begriffenen Unterfamilie zu thun haben. Die vonvielen Forschern als eine eigene Familie bildend auxgeiaisten Hivsch~käfer (Lucaniäae, rund 360 Arten) und_ ZuckerscJiröter (Passalidae,rund 175 Arten) zeigen sehr eigentümliche Verhältnisse der Ver-breitung, indem sie einander in der östlichen Alten und in der NeuenWelt gewissermafsen ersetzen: Hirschkäfer finden sich m der orien-talischen Region 51,2%, der australischen 16%, der neotropischen 14 / 0 ,der äthiopischen 7,6%, paläarktischen 7% und neoarktischen 4,2/ 0 ,während die rein tropischen Zuckerschröter _ das Zentrum der Ver-breitung in Südamerika (56%) haben, die orientalische mit 21 /o> “ eaustralische mit 13,2o/ 0 , die äthiopische mit 9,2%, die neoarktischemit 0,6 % bewohnen und in der paläarktischen überhaupt vermifstwerden.
IV. Die licht- und wärmefrohen Prachtkäfer (Buprestidae, ca 2700Arten) scheinen ihrer geographischen, merkwürdig gleichmäßigen Verbrei-tung nach eine alte Insektenfamilie zu sein: in der neotropischen -Regionfinden sich 20,9% der Arten, in der australischen 1?%»“ * ertischen und äthiopischen je 17,5%, in der orientahschen 14,3 /o ^neoarktischen 10 , 8 %. Das Geschlecht Buprestis (55 Arten) 1S ^ Y 61 ? ;
verbreitet, hat aber sein Hauptdomizil in der paläarktischen (17 Arten)und neoarktischen (26 Arten) Region. Die äthiopische Region betritt esnur in 1, die orientalische und australische in je 3 und die ncotropischein 5 Arten. Julodis (85 Arten) ist paläarktisch-äthiopisch (43 und40 Arten), aber in der orientalischen Region nur mit 2 Arten vertreten.Dicerca (39 Arten) gehört den nördlich - gemäfsigten Teilen der Erdean (10 paläarktische, 23 neoarktische, 5 neotropische Arten, aber letztere |
auch nur in den gemäfsigten südlichen Strichen und im Hochgebirge, alsoähnlich wie Carabus &c.); eine Art (tuberculata) findet sich auf Cuba ,in Nordamerika und (eingeschleppt?) in Westafrika .. Capnodis (10 Arten)ist ein zirkummediterranes Geschlecht, findet sich von Spanien bisPersien , aber besonders in den östlichen Strichen. Psiloptera (142 Arten)ist ein tropisches Genus, das in sieben Arten eben den Südosten derpaläarktischen Region betritt, in der Alten Welt von Timor über ganzIndien und Afrika (inkl. Madagaskar ) und in der Neuen Welt vonTexas bis Chile und Südbrasilien (auch auf den Antillen ), und zwarhier in 72 Arten gefunden wird. Chrysochroa (47 Arten) ist indisch (38),reicht aber mit 3 Arten in die australische und mit 6 in die äthio-pische Region (inkl. Madagaskar ). Cyphogaster (16 Arten) ist sehrcharakteristisch für den indisch-australischen Archipel von Java bisNeuguinea und ähnlich Melobasis (25) von Tasmama bis Penang . Inden südlichen und gebirgigen Strichen der neotropischen Region wirdDactylozodes gefunden, während Halecia (25) mehr den tropischenTeilen, auch den Antillen angehört und nur in einer Art nach. Pata-gonien gelangt; ähnlich ist Actenodes (24) verbreitet. Von hervor-ragendem Interesse sind die Verhältnisse der Verbreitung der Ge-schlechter Conognatha und Stigmodera, welche sich gewissermafsenvertreten: von dem erstem finden sich 40 Arten im tropischen,kontinentalen Amerika , 1 auf Tasmanien und 1 auf Borneo , von letztem211 auf dem Kontinent von Australien und 1 bei Valparaiso . Brachyszeigt gleichfalls eine versprengte Verbreitung: 62 Arten sind ameri-kanisch, von Montevideo bis in die Vereinigten Staaten (aber nichtauf den Antillen!), 1 Art bewohnt Ceylon, 1 das Inselchen Makian inder Gilolo -Gruppe und 1 Japan . Für die australische Region von Neu guinea bis Neuseeland charakteristisch ist Cisse’is (17 Arten) und aufMadagaskar beschränkt Polybothris (49 Arten).
Die Familie der schönen Bockkäfer (Cerambycidae) zerfällt in dreiUnterfamilien und verteilt sich folgendermafsen:
Annäh ernde
Artenzahl.
Paläarkt.
Region.
Äthiopische
Region.
Orientalische
Region.
Australische
Region.
Neotropische
Region.
Neoarktische
Region.
Fam. Cerambycidae .
7,82o|
8,76%
12,58%
16,0%
13,93%
39,08%
9,78%
100 (99,98)
Unterf. Prioninae . .
0,4201
6, 7
15, 1
11,9
12, 9
41, 9
11, 5
100
„ Cerambycinae
3,4001
11, 8
9, 0
13,8
10, 9
42, 1
12, 9
100
„ Lamiinae . .
4,000|
8, 8
13, 5
22,3
18, 0
33, 1
4, 8
100
Aus dieser Tabelle ergibt sich mithin auch für die Familie derBockkäfer in allen ihren drei Unterfamilien eine auffallend reiche Ver-tretung in der neotropischen Region. Die Bockkäfer sind wärme-liebende, deshalb in den gemäfsigten Klimaten als Imagines sommerlicheTiere und dabei, mit Ausnahme weniger Gruppen, auf den Wald an-gewiesen. Unter solchen Umständen wird es erklärlich, dafs sie imtropischen Südamerika , dem grofsartigsten Waldland der Erde, sicham besten entfalten konnten. Merkwürdig genug ist indessen eins derbeiden Hauptgenera der kosmopolitischen Prionidae (Prionus 26 Arten),in der neotropischen Region nicht vertreten, sondern gehört haupt-sächlich der nördlichen Erdhälfte an (in der paläarktischen und neo-arktischen je 12 Arten) mit je einer versprengten Art in Madagaskar und Neuholland . Umgekehrt ist das andre Hauptgeschlecht derFamilie, Parandra (35 Arten) durch 21 Arten vorwiegend in Süd amerika , 8 in Nordamerika , 3 in Südafrika , 2 in Neukaledonien und 1auf der Insel Java vertreten.
Aus den Unterfamilien der Cerambycidae ist das Genus Cerambyx (26 Arten) mit 15 Arten paläarktisch, während sich je 4 in derorientalischen und australischen, und 3 in der äthiopischen Regionfinden. Leptura (153 Arten) zeigt eine auffallende Verbreitung:hauptsächlich gehören ihr die Arten der nördlichen gemäfsigten Erd-hälfte an (paläarktische 68 und neoarktische 81), aber es finden sichzwei Spezies in Südindien und je eine am Kap und bei Buenos Aires .Auch Rhagium (7) hat eine Art am Kap, während die übrigen Artenpaläarktisch (eine zugleich auch neoarktisch) sind. Von Ceresium(20 Arten) sind 16 Arten orientalisch, besonders auf den Philippinen,von wo eine Art bis Neuseeland und Tahiti reicht, 5 bewohnen Australien und 1 findet sich in Nordchina. Eburia (48 Arten) ist ausschliefslichamerikanisch von den Vereinigten Staaten bis Chile mit einer Art aufden Galapagosinseln, Phoracantha (25) australisch-kontinental miteinigen Arten in Tasmanien und 1 auf Neukaledonien . Die elegantenLamiinae sind kosmopolitisch: von den 98 Arten von Monohammusfinden sich 17 in der paläarktischen Region (besonders in Nordchina),15 in der äthiopischen, 7 in der neoarktischen, 20 in der australischen,39 in der ostindischen, welche wohl als Ausgangspunkt des ver-hältnismäfsig neuen Geschlechts betrachtet werden muls, das Südamerika noch nicht errreicht hat, ebenso in Madagaskar fehlt. Eine seltsamversprengte Verbreitung zeigt dem gegenüber Apomecyna (24), undobwohl das tropische Afrika inkl. Madagaskar und Isle de France 11Arten hat, darf es doch nicht ohne weiteres als sogen. Schöpfungs-zentrum des Genus angesehen werden, 5 Arten sind indisch, 1 findet sichauf Japan , 2 auf Neuholland , 1 im tropischen Amerika und 1 in Chile , —eine Art des Vorkommens, welche eher für eine frühere weitere Ver-breitung zu sprechen scheint. Sphenura (183) ist ausgezeichnet für dieindische Region und findet sich, abgesehen vom Kontinent, von Japan überalle Inseln bis Neukaledonien verbreitet, fehlt im kontinentalen Australien ,hat aber 2 Arten im tropischen Afrika und 1 auf Madagaskar . Alsechte Steppenbewohner sind die 154 Arten des Geschlechts Dorcadionanzusehen: 121 bewohnen ausschliefslich den östlichen Teil vom Liba-non und von Ungarn bis Nordchina, 5 finden sich in Italien , 3 (abernicht besondere!) Arten bewohnen Deutschland , und nur 1 geht bis50° N. Br.; in Spanien , Südfrankreich und Algerien hat das Ge-schlecht, unter ähnlichen Verhältnissen wie im Osten, einen neuenAufschwung (27) erfahren und 1 Art bewohnt die öden Nilgheris.Sternotomis (21) ist auf die äthiopische Region (inkl. Madagaskar )beschränkt, Batocera (52) bewohnt von Japan und Vorderindien alleInseln bis Neuguinea und wird in 1 Art auch auf dem Kontinent vonAustralien gefunden. Tmesisternus wird in 52 Arten auf den Papua-inseln von Timor bis Neuguinea , Symphyletes (46) nur auf demkontinentalen Australien mit den nächsten kleinen Inseln, aber schonnicht _ mehr auf Tasmanien angetroffen. In der Neuen Welt reichtTaeniotes (20) von Mexiko und Cuba südlich bis zum Wendekreis (eineArt ist auf die Azoren verschleppt), und Colobothea (70) bewohntausschliefslich den tropischen Teil des kontinentalen Amerika . Sehrseltsam ist die Verbreitung von Lagochirus und Leptostylus, beidefinden sich in je einer Art auf Neuseeland , aber das erste Geschlechtist mit 10 Arten im tropischen Amerika , letzteres in 34 Spezies von Kanada bis Brasilien verbreitet. Zu erwähnen (wenn auch auf der Kartenicht angegeben) ist vielleicht auch noch, der Analogie mit dem Pracht-käfergeschlecht Stigmodera halber, die befremdende Thatsache, dafs
Tierverbreitung.
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