Karte 
Hand-Atlas über alle Theile der Erde nach dem neuesten Zustande und über das Weltgebäude / herausgegeben von Adolf Stieler
Entstehung
Seite
23
JPEG-Download
 

Bericht über die Blätter des Hand-Atlas.

23

Väida JJunyacl 135

348 Nagy Yarud . , , Ur.-Wardein

349 Varallya (Hzepes-) , . Kirchdrauf

350 Varasclhmm . . . Warasdin

351 Yasarliely (Kezdu) Sicitlopol

352 Vasärliely (Marus od. Hz

kely) Areajiolis od. Agr

353 Yascapu

354 K. Varda .

355 Vasvar

356 Yedeny . .

357 Yelkopolya

358 Vep . .

359 Veröcze .

360 Versccz .

361-Vcszprem .

362 YeterosoUum , Ü' Zölyoni .

363 Vincovce (croat.)

364 Visegrdd ....

365 Yittenc.z ....Viz Akna 8

366 Yörösvar ....

367 Zagrab

368 Zalatlma .

369 Szasz-Zalathna .

Neumarkt

Neumarkt

Eisenthor-Pass

Kl.-Wardein

Eiseiiburg

Weiden

Hoclnviesen

Weppcndorf

Wcrowitz

W erscliitz

Wesprim

Alt-Sohl

Winkowitz

Plintenburg

Telnitz

Rotlienthurm

Agram

Kl.-Sehlatten oder GoldenniarktSchlatt oder Sehhittondorf

370 Zcmlin (croat.) .

371 Zemplin, Zemplen

372 Zilali .

373 ZniovarallyaO' Zdlyom 362Zdlyoin Lipczo 187

374 Zsolna

375 Zsomboly .

»Somlin

Scmplin

Waltenberg, ZilleiunarktKlosterkühhoin

Sillein

Hatzfeld

36. Ostsee-Länder mit Polen und dem westlichen liuss-

land bis Moskau. Nebenkarte: Umgebungen vonPetersburg. Von Ad. St. 1834. Rev. 1853.

Kieses Blatt erschien zuerst 1819 unter dem Titel: Ostsee-Län-der von der Oder bis zur Newa, war qnergcstellt, also wenigerbequem, und reichte in O. nur bis 48 auch 49°. Das neue Blattist, wie man siolit, um ein volles Drittheil grösser.

Zu den beim ersten Entwürfe gebrauchten, damals angeführ-ten Hülfsmittelu (Textor, CHUy, Sotzmann, Knyelhard, Mellin, Her-melin, Moden) sind besonders mehrere russische von Wichtigkeitgekommen, als:

1. des Obersten Pediesvheff Atlas vom Russischen Reiche in70 Blättern, 1821 bis 1829.' (In russischer uiul franz. Sprache.)

2. Eine 1824 in Jetorsburg erschienene Postkarte von Russ-land in G Blättern. (In russischer Sprache.)

3. Des Generals Schubert milit. itiner. Karte von einem TiieilRusslands u. s. w. in 8 gr. Blättern 1829. Der Gebrauch die-ser ausgezeichneten Karte wird tlieils dadurch, dass sie die Namenbloss in russischer Sprache enthält, tlieils durch dio grosso Fein-heit und Schärfe der Schrift nicht wenig erschwert.

Die beiden riesigen Eisenbahnlinien zur Verbindung der dreiHauptstädte des russischen Reichs: Warschau, Petersburg undMoskau sind hei der Revision dieser wie auch der folgenden Karteeingetragen worden.

37». Europäisches Russland, auch Schweden lind Nor-wegen. Dabei Ueborsicht des Oesterreichisclienund Preussisclien Staats. Von Ad. St. 1835. Rev.1853.

Die erste Bearbeitung führt den Titel:Des RussischenReichs Europäischer Thcil: meist von 1 ' <1, Reichard,Einiges von Ad. Stieler. 1821. _ ..

Jene Karte war qnergcstellt. Die spätere Bearbeitung (imMaasstab von (- der übrigen Gen.-Karten d. Lurop. Länder) hathei bequemerer Stellung einen weit grösseren Umläng erhalten.Der neuen Materialien für Russland ist oben schon gedacht wor-den. ni cl . j s t noch zu erwähnen: Posniahoff's Karte von Sibirienin 2 Blättern, vom milit. topogr. Depot in St. Petersburg 1825 inrussischer Sprache herausgegeben.

Der sibirische Tiieil, von Tobolsk bis zu der Mündung desOb, ist nach Jirmans neuen Längen - Bestimmungen, sehr abwei-chend vom Bisherigen, niedergelegt (s. Bergli. . Annal. V, 64).Mail hat angenommen, dass sich dadurch auch eine Verschiebungdes östlichen Theils des Gouvernements Archangol bis diesseits des70. Längengrades nötliig mache.

Bei der Illumination ist, ausser der Begränzung der einzelnenGouvernements, auch auf die General-Gouvernements und so vielthunlich auf die zu vorsehiodenen Zeiten zum Russischen Reichegekommenen Ländcrmasscn Rücksicht genommen, das Gouverne-ment Moskau aber gewissermassen als Central- Punkt hcrausgeho-ben worden, ln seiner gegenwärtigen Gestalt zeigt das Blatt ausserden nach russischen Vermessungen (8. Nr. 436.) berichtigten Aral-und Oaspi-Sces die durch Decret des Kaisers v. 26. Dec. 1848 be-stimmte Eintlieilung Transltauhasicns, so wie auch durch dasColorit besonders hervorgehoben die Gebiete dev von den Russennoch unbezivungenon kaukasischen Bergvölker.

37-, 37c. Europäisches Russland in 2 Blättern. Von F.v. St. 1825. Rev. 1854.

Diese beiden Karten reichen in O. bis 61 und 65 Grad derLänge, in N. bis Arcliangel, in W. bis Riga, in 8. bis Georgiewsk.

Einen besondern Vorzug haben die neueren Abdrücke durch ge-nauere Angabe der Canal-Verbindungen erhalten, die einem nichtöffentlich ausgegebenen hydrographischen Atlas entnommen sind.Auch die Linie der Eisenbahn von 8t. Petersburg bis Moskau istnachgetragen worden.

Was dio .russische Sprache betrifft, mag noch folgendes zurErläuterung dienen.

Die Ortsnamen auf der Karte in 2 Bl. sind nach der russi-schen Orthographie eingeschrieben worden und zwar, da uns meh-rere russische Buchstaben fehlen, mit Hülfe folgender Substitu-tionen :

Das russische Sclmvete, sanfter Zischlaut, durch 8h.

Das Tschestc, was tsch ausgesprochen wird, durch es.

Das 8cha, unter ach, durch sz.

Das SehUcha, wie neidsch auszusprechen, durch szez.

Auf No. 36 u. 37 il ist diese Schreibart nicht beibehalten. Ueb-rigens wird

das russische On (o) oft wie a ausgesprochen,das (r als Kehllaut oft mit 11 verwechselt,das Jest (E) bald je bald e ausgesprochen,das Ja oft wie ja, oder wie ja, oder auch mehr wie ä.das (Jherr (Griechisch %, unser eh) mehr Kh,das Jerril, mit anderer Schrift meist durch y ausgedrückt,mehr wie il,

das Jerr, am Ende eines Worts nach einem Consonanten zurVerstärkung dienend, giebt den mit Wiedi(uuserm W)sich endigenden Sylbcn ow oder ew fast den Klang vonoff, eff, daher die so sich endigenden Namen häufig aufdiese Weise geschrieben werden.

Zu besserm Ycrständniss über die in geograph. Bezeichnun-gen öfter vorkommenden russischen Wörter, fügen wir ein klei-nes alphabetisches Verzeiohniss hier hei.

Bjeloi , weiss.Detewna, Dorf.Gora, Berg.

Gorod, Stadt.

Jam, Ioststation.Jwj, Süd.

Kamen, Fels.Krepost, Festung:.Maloi , klein.Aloaastir, Kloster.More , Meer.

Mosi, Brüche.

Xischnei , unter.

,-A'os, Vorgebirge.

Xowoi, neu.

Osi-ro , See.

Osirow, Insel.

Piifjost , Kirche, Kirchdorf.Pristan , HafenProtoch, Biu-hRutschet , Bach.

Samok, Schloss.fiajuttnik, West.

Pein, Dorf, Flecken.

Sjewerr , Nord.

Hlowody, Ort, Flecken.Srednei, mittel (dermittlere).Staroi , alt.

/?«>., Swiatoi . heilig.

Tokk, Fluss.

Troitzkoi , Dreieinigkeit.Tschernoi , schwarz.

Usl, Mündung.

WeUkoi, gross.

Werchnei , ober.

TFewfofr, Ost.

38l Dos Osmanischen Reichs Europäischer Tiieil, Grie-chenland und die Ionischen Inseln. Von F. v. St.1832. Neu gestochen 1837 und 1845. Rev. 1854.

Seit der ersten Bearbeitung (1818 von C. G. Reichardt) sind meh-rere klassische Werke erschienen, die den Küsten dieser ausgedehn-ten Länder eine ganz andere Gestalt gehen. Statt der schwanken-den, durch allerlei künstliche Comhinationen mehr oder wenigerselhstgeselialfeiien Umrisse haben wir jetzt meist feste Grundlagen. Auch im Innern ist Vieles mehr als bisher sicher gestellt. Dieunübertreffliche Gartu del Mare Adriaheo, Cap. Smith's und Gauttier'xhydrographische Arbeiten, so wie Guilleminot-Lapie und die K. derJiurop. Tiirl-ei rom Oesterr, General-Quartiermeiätemtab leisteten guteDienste.

Um die Unbequemlichkeit der frühem Querstellung zu ver-meiden, ist über das gewöhnliche Format hinaus gegangen, unddadurch mehr Raum für den westlichen Thcil von Klein-Asien,welcher 1845 nach der Kiepert? scheu K. neu gezeichnet wurde, ge-wonnen worden. Von den Schutzstaaten fand dio Moldau keinenKaum auf diesem Blatte, sic ist auf No. 35 zu finden. Das Kgr.Griechenland, ist nach den Bestimmungen der Verträge abge-gränzt.

Nachträglich wurden auf diesem Blatte die Gränzen der Do-nau-Mündungen nach der in diesem Theilc auf russische Vermes-sungen gestützten Karte von II. Kiepert in 4 Blättern neu einge-zeichnet und neben der Lonayora auch das Gebiet der noch infast vollkommener Unabhängigkeit von der türkischen Herrschaftlebenden Albanischen Gebirgsvülkcr abgegränzt.

38 I) i: ). Die Europäische Türkei, voll der Gränze Grie-chenlands bis zu den Mündungen der Donau. VonF. v. St. 1834. Neu gestochen 1838. Rev.1853.

Die heim Entwurf dieser Karte benutzten Quellen und Grund-lagen ergehen meist sich schon aus dem über die General-KarteGesagten.

Eine besondere Berichtigung hat die Küste des SchwarzenMeeres, von Varna bis zur Russischen Gränze, auch die Donau-.hieguug zwischen Silistria und Hirsova erfahren, nach den Anga-ben der früher genannten russischen Karten. Oauttier hatte,wie mail aus den Bemerkungen zu seiner Karte vom SchwarzenMeere sieht, diesen Tiieil nicht untersuchen können. Der rus-sischen Marine fehlte es nicht an Gelegenheit dazu.

38°. Griechenland und die Ionischen Inseln, mit Beach-tung der klassischen Zeit. Nebst Plan von Athen,und der Gegend zwischen Athen und dem Pirseus.Von F. v. St. 1843. Rev. 1853.

Dieses Land wird hier zum drittenmal und zwar in sehr ab-weichender Gestalt von den frühem Bearbeitungen gegeben. Die

*) ln der VIII. Suppl.-Lieferung ist diese Karte zuerst unter der Bezeichnung38d.ausgegeben worden, welche aber späterhin in 38!) umgeftndert wurde.