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Bericht über die Blätter des Hand-Atlas.
erste Auflage, von Ö. G. Beichard ('nach Bouqueville) entworfen, er-schien 1823, die zweite von Ad. Stieler (besonders nach Guiüemi-not) 1831. Seitdem hat die geographische Keuntniss Griechenlandsvornehmlich durch zwei neuere Kartenwerke
Carte de la Morde, redigde au Depot gen. de la guerre, d’apresla triangulation et les leves exdcutes en 1829, 1830 et 1831par les officiers d’Etat-Major attaches au corps d’occupation,par ordre de Mr. le Mareclial Duc de Dalmätie, sous la di-rection de Mr. le Licut.-General Feiet. Paris 1832. 6 Blätter.Carte du Boyaume de la Grece dressde au 400,000° d’apres lestriangulations et les leves de Mss. les officiers d’Etat-Majorde l’armde fran^aisc et les renseignements communiques parle Gouvernement Grec, et l’Epire et Tliessalie etc. d’apres lacarte de Mr. le Colonel Chevalier Lapie. Dediee h. 8a Maj.le Hoi de la Grece Otlion par .Ferdinand Aldenhoven. Athcnes,1838. 8 Bl. In neugriechischer und französischer Sprache,um so viel an Sicherheit gewonnen, dass wir nicht umhin konn-ten, eine neue Bearbeitung unsenn Atlas einzuverleiben. Ausserden eben genannten Karten wurden auch „L. Boss Keisen undReiserouten durch Griechenland. 1. Bd. mit Karten, Holzschnittenund Inschriften. Berlin 1841.”, und „8. F. IV. Jlqfi'mann's Grie-chenland und Griechen im Alterthum. Leipzig 1841.” mit Vortheilbenutzt, das letztere vorzügliche Werk insbesondere bei Berück-sichtigung des klassischen Zeitalters, das auch bei einer modernenKarte von Griechenland nie ausser Acht gelassen werden sollte.Der Freund des Alterthums wird alle merkwürdigen Orte derhistorischen. Zeit nach ihrer durch Forschungen festgestellten Lagefinden, zum Theil als noch in der Gegenwart bewohnte Plätze, zumgrossem Theil aber als Ruinen, mit .*. bezeichnet. Diese historischenNamen sowohl für Landschaften als für 8tädte, Berge und Flüsse etc.unterscheiden sich durch besonders dafür gewählte 8cliriftgattung.
Leider herrscht gegenwärtig in vielen Karten und Werken überGriechenland eine grosse Verwirrung in Benennung der Topo- undOrograpliie, da die Namen zum Theil aus der Zeit der türkischenHerrschaft noch herstammend, zum andern Theil aber aus der alt-griechischen Zeit neu hervorgesucht, oft corriuupirt in die Spra-chen des westlichen Europa’s übergehen. Die Aldenhoven’scheKarte hat gesucht sich von diesen Uebelständen möglichst frei zuhalten; leider giebt aber die griechische Regierung selbst zu weite-rer Verwirrung Anlass, indem sie Namen alter bedeutender Städtenicht immer den auf ihren Ruinen noch stehenden kleinen Ortengelassen, sondern oft andern davon entfernt liegenden gegeben hat;z. B. ist Vonitza (am Busen von Arta) unter dem Namen vonAnak-torium zur Hauptstadt in Akarnanien ernannt worden — wiewohlVonitza keineswegs das alte Anaktorium ist, dessen Ruinen sich(Actium gegenüber) weiter nordwestlich an der Küste nahe bei demauf unserer Karte stehenden Ort Azio finden.
Die Abgränzung und Colorirung des Königreichs Griechenlandist nach der im Jahr 1846 wieder hergestelltcn frühem Eintheilungin 10 Nomarcliien vorgenommen worden.
Der beigegebene kleine Grundriss von Athen wurde nach demvon F. Aldenhoven im Maasstab von . Z qIqö herausgegebenen Planreducirt.
Der zur vorigen Auflage dieser Atlas-Nummer (vom J. 1831)ausgearbeitete und damals beigefügte reichhaltige „Commentar nebstRepertorium über die Hydrographie, Orograpliie und TopographieGriechenlands von Dr. H. Möller, 31 Seiten in 4 Ü ,” wird auch jetztnoch für das Studium der Erdkunde dieses Landes von Interesseseyn, — Exemplare desselben werden auf besonderes Verlangenabgegeben.
39. Asia. Bevid. 1854.
Die General-Karte dieses Erdtheils ist, nach den Bedürfnissenund Mitteln, welche die fortschreitende Kenntniss desselben herbei-gefiihrt hat, zu verschiedenen Zeiten neu bearbeitet worden, jedes-mal auf den Grund der vorliegenden speciellen Bearbeitung einzel-ner Tlieile, 1) im Jahre 1821 von C. G. Beichard, 2) im Jahre1826 von B. und St., und 3) im Jahre 1834 vom Hauptmann vonStülpnagel, und danach neu gestochen 1841, und rev. 1849, 4) imJahre 1852 zum grossen Tlieile umgearbeitet von Hermann Berg-baus, wobei namentlich der westliche Theil Central-Asiens aufGrund von J. Chanykojfs Karte vom Aral-See und Bolotoffs Karten-skizze (Berghaus geogr. Jalirb. IV. 1852), und die Nordwestküstevon Borneo (nach l'etermanns Karte), Arabien nach Ohesney’s Euplirat-Tigris-Atlas eine wesentlich veränderte Gestalt erhielten. Zugleichwurden die politischen Verhältnisse schärfer abgegränzt und ineiner nach den Beligions-Verschicdenhciten in 3 Ilauptgruppen ge-ordneten Zusammenstellung erläutert.
40. Africa. Mit Nebenkarte: Algier. Von F. v. St.1840. Nachgetragen und ergänzt mit Benutzungder neuesten Beisebericbte bis 1854 v. Id. Bergbaus.
Die Fortschritte, welche in neuerer Zeit die geographischeKenntniss in diesem Erdtlieil gemacht hat, liessen die Nothwendig-keit fühlen, statt der im Jahre 1828 entworfenen und in folgendenJahren mehrfach revidirten und verbesserten Auflage dieser Karte,eine ganz neue Bearbeitung zu geben.
‘ Zu dem, was in den Vorbemerkungen zu den früheren Aufla-gen schon gesagt ist, mag es genügen, hinzuzufügen, dass bei Be-arbeitung der Auflage von 1840 an neuerem Materialfür die Küste von Algier — Algirie par Ihifour,für die übrigen Küsten des Mittel-Meeres — Smith.'s Attas desMittelländ. Meeres,
für die Westküste von Tanger bis zu, dem 10° N. Br. mit Ein-schluss der Inseln, und ebenso für Madagascar — Ilorsburgh'sSeeharten, >
für die Küste vom Cap Verde bis zur Gr. Fiscli-Bai — Bergbaus'Uebersicht von Mittel-Africa (No. 45c des Hand-Atlas),für das Capland und bis zum Cap Frio — Bergbaus' Karte vonSüd-Africa (No.' 45d des Hand-Atlas),für Aegypten von Assuan bis El Obeyd — The Nilefrom Essuanto Al-leis etc. by Holroyd (Jonrn. of the Boy. Geogr. Soc.Vol. IX.),
für die Siidküsto Arabiens von der Strasse Bah el Mandel) biszu 70° O. L. von Ferro — South-Goast of Arabia by Gapt.Haiines (Journ. of the Boy. Geogr. Society Vol. IX.) gedienthaben. Die im J. 1845 der Karte zu Theil gewordenen Berichti-gungen flicssen aus den für die speeielleren Bl. No. 45ä. c. <1. be-nutzten neuen Quellen.
Begreiflicherweise hat die Darstellung dieses Erdtheils im Laufeder fortschreitenden Kenntniss in den letzten 25 Jahren mehrfacheUmgestaltungen erfahren, und die im J. 1845 ausgegebene K. istals fünfte, die im J. 1849 als sechste Auflage zu betrachten.Für diese letztere ist die Nebenkarte Algier in vergrösserter Aus-dehnung nach dom schon oben hei No. 12 genannten „Atlas del'Algirie par Bouffard. Paris 1848.” neu entworfen worden. DieNordküstc von Africa erhielt im Allgemeinen danach bedeutendeBerichtigungen. Hinsichtlich des Oberlaufs des Nil ist man denneuesten zu überraschenden Ergebnissen führenden Untersuchungenvon Behe (s. Bergbaus' Zeitsclir. f. Erdkunde, IX, 3. 1848) gefolgt.
Die namentlich seit dem Jahre 1849 durch die Beisen Living-ston's und OstvelTs, Galton's, Gassiot's und der Missionäre Rebmannund Krapf beträchtlich erweiterte Kenntniss des Innern von Africaforderte eine nochmalige Umarbeitung und Vervollständigung dieserKarte, zu der ausser den grüsstentheils im Journal der Londonergeographischen Gesellschaft Vol. XXII. 1852. mitgetheilten Berichteund Karten Gooley's „Map of Afrika from the Aequator to the Southerntropic, shewing the route-s to the Lahe Nyassy, Monomoezi etc., andacross the Gontinent. 1853.” und die in genanntem Journal so wie inden Monats-Berichten der Berliner geograpli. Gesellschaft enthaltenenBerichte über Barth's und Orenceg's Expedition durch die Sahara undan den Tscliad-See benutzt wurden. Ausserdem wurde eine gra-phische Darstellung der bekannten Höhen des Africanischen Con-tinents und der umliegenden Inseln der Karte beigefügt.
41 a . America. Generalkarte. Von F. v. St. 1843. Be-vidirt 1854 v. Herrn. Bergbaus.
Die Gcneralkarte dieses Erdtheils war für unsern Hand-Atlaszuerst im J. 1816 von O. G. Reivhard entworfen und später imJ. 1828 mit den notliwendig gewordenen Berichtigungen neu ge-stochen worden.
Bei der vorliegenden neuen Bearbeitung sind die arktischenKegionen mit zu Grundlegung der im Vten Jahrgange von „Berg-baus' Ahnemach'' enthaltenen Karte:
„ Uebersicht der Entdeckungen, welche im Arktischen America inden Jahren 1832 bis 1839 durch Engländer und Bussen ge-macht worden sind.”
dargestellt, und durch die Entdeckungen der Expeditionen zur Auf-suchung John Franklin's (Nordwest-Passage, Queens-Channel etc.)nach Karten des hydrograph. Amts der hrit. Admiralität vervoll-ständigt, während für das übrige Nord-America alle bekannt ge-wordenen Berichtigungen und Verbesserungen mit Sorgfalt benutztwurden. Die durch Lord Asliburtons Vertrag bestimmte Gränzezwischen den Vereinigten Staaten und Canada ist nach
Sketch of the Kord-Eastern-Boundary hetween Great-Britain andthe United-States as settled by treaty aug. 9th 1842. London,by J. Wyld.
festgestellt und danach auch in den andern Nummern des Hand-Atlas berichtigt worden.
Nachgetragen wurde die durch den Friedensvertrag vom2. Febr. 1848 zwischen den Vereinigten N.-Am. Staaten und Mexicofestgestellte Gränze. Die Abgränzung der Staaten und Territoriengründet sich auf Golton's Karte der Vereins-Staaten in 4 Blättern.New-York, 1852.
Für Süd-America wurden die neu bearbeiteten beiden Spccial-karten No. 49i, und 49» zu Grunde gelegt.
41'’. Polar-Kalte, enthaltend Länder und Meere vomNord-Pol bis 50° NBr. und weiter, mit Ueber-sicht des Bussisclien Beichs in Europa, Asia undAmerica. Von Ad. St. 1832. Umgearbeitet vonHerrn. Bergbaus 1853.
Der zur Karte gehörige Maasstal) ist nach den Gesetzen derhier gebrauchten Projection (stereographische Polar-Proj.,mit abnehmenden Breiten) eingerichtet, und, wie man sieht, für dieverschiedenen Breiten verschieden zu gebrauchen.
Die neue Bearbeitung enthält viele und bedeutende Verbesse-rungen, von denen ausser der veränderten Zeichnung eines Theilsder Sibirischen Küsten und Flussläufe, der nach J. ChanykojpsKarte und Bolotoff's Kartenskizze (s. Bergbaus’ geogr. Jahrbuch IV.1853.) berichtigten Gestalt des Caspi-, Aral- und Balchascli-Sees,die vervollständigte, zum Theil auf officielle Karten des hydro-graphischen Amts der britischen Admiralität gegründete Darstel-lung der Länder dos arktischen Amcrica’s zu erwähnen ist, welcheletztere eine Uebersicht der von den Expeditionen zur AufsuchungJohn Franklins gemachten Entdeckungen bis zum Ende des Jahres1852 gewährt. Die von Dr. J. Bichardson auf seiner Landreise imJahre 1849 im russischen America entdeckten Flussläufc, die Erfor-schung der Küste von Victoria-Land durch Dr. Bae 1851, das Vor-dringen Cpt. Benny's und des Beicher' 1 sehen Geschwaders durch denWellington-Canal in den Queens - Channel, Cpt. Ingleßeld's Ent-