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heilige Gewand, oben eine Menge Krieger u. s. f. Unter dem Kreuzesstammewiederholt ein Täfelchen einen in der Poesie des Mittelalters oft auftretendenGedanken:
. MORTI VITA DAT/R j] . SED MORS MORIEFTE " NECATVR.
Die Darstellung weicht ebenso von derjenigen des Egbert-Codex (Taf XLIX undL), wie von der Anweisung des Malerbuches (§. 300, S. 204) ab, doch zeigt Christuszwischen Maria und Johannes Analogie mit der Kreuzigung auf der Reichenau(Taf. XIV).
6. Die Grablegung Christi (Joh. 19, 38—42; vergl. Matth . 27, 57 — 61). Nicht,
wie das Malerbuch angiebt (§. 304, S. 207), in einem aus dem Berge ausgehauenenSteingrab, sondern in einer auf einer Säule mit abgeschweiftem Würfelkapitellruhenden gewölbten Krypta wird Christus beigesetzt: man erkennt sofort den Unter-schied orientalischer und abendländischer Sitte. Der heilige Leichnam, mit Bindenwie Lazarus umwickelt, wird in einem kannelierten Marmorsarg gesenkt, eine derheiligen Frauen (Maria? wegen des Nimbus!) hält sein Haupt, Nikodemus undJoseph von Arimathia halten den Leib, hinter ihnen steht schmerzerfüllt Jo-hannes. Die Inschrift ist bis auf einige Buchstaben ..... NOTVM.
unleserlich.
7. Christus in der Vorhölle. Der bekanntlich in der Apokryphen - Litteraturreich ausgeschmückte Descensus ad inferos ist hier bedeutend einfacher als imMalerbuch (§. 306, S. 207) geschildert. Christus neigt sich zu den Stammeltern,welche aus dem zackig umrahmten Infernus emporsteigen, rechts von ihnen steht,wie das Malerbuch auch angiebt, der Vorläufer (Johannes der Täufer ) und zeigt aufChristus. Das Malerbuch fügt hinzu: auch David ist neben ihm und andere gerechteKönige mit Nimben und Kronen, Propheten u. s. f. Einige derselben wird manunter den rechts hinter Johannes geordneten Personen zu suchen haben, jedenfallsDavid. Von der Inschrift lässt sich entziffern:
O MORS EGO.AMORE MOMORDI.
Schon v. Quast macht die Bemerkung: »zerbrochene Schlösser und Riegelliegen unten wie auf der Thüre in Trani «.
8. Der Engel und die hl. Frauen am Grabe (Marc. 16, 1—7; vergl. Matth . 28, r,Luc. 24, 1). Wiederum sieht man den antiken kannelierten Sarkophag unter dervon Säulen getragenen Grabhalle, vor ihm sitzt der Engel, dem sich zwei der be-kümmerten hl. Frauen mit ihren Salbölgefäfsen nahen. Im Cod. Egberti (Taf. LII)sind es der Mulieres drei. Unsere Darstellung stimmt zusammen mit dem Maler-buch (§. 308, S. 209).
9. Der Gang nach Emmaus (Luc. 24, 13 — 35; vergl. Marc. 16, 12). Wie inder Egbert-Handschrift (Taf. LIII), wandert der Herr zwischen den beiden Jüngern, diedort Kleophas und Lucas genannt werden. Die Jünger tragen lange Tuniken undObergewänder, während Christus auffallenderweise in ein kurzes Obergewand ge-kleidet ist, über welchem ein Tuch zu flattern scheint. Vermutlich soll durch dieseKleidung die Tracht der Reisenden angezeigt werden. Im Malerbuche fehlt der Gangnach Emmaus, wofür (§.312, S. 210) das Mahl eingerückt wird, welches der Herr mitLucas und Kleophas feierte.
10. Christus erscheint den Jüngern am See von Tiberias (Joh. 21, 1 —11).Wie im Malerbuche (§. 315, S. 210) angegeben wird, sind die Apostel mit dem Netz