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4 (1839) Erster Theil, enthaltend die Staaten des Deutschen Bundes, so wie die Gesammtländer der Preussischen und der Österreichischen Monarchie / von Dr. Heinrich Berghaus
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Vürvpäisches Staatensystem.

einen im D. Zahvrvwitz und zu Luhatschowitz giebt. Gaya, St. miteinem Piaristenkvllcgium und einer Hauptschule; 1850 I.; in einer frucht-baren Gegend. Holle schau, St. an der Russawa, mit Schloß,4017 I. Tuch- und Leinweberei, lebhafter Handel mit Landesprvdukren.

Bisenz, St. und Schloß, 2650 I. Wein- und Maisbau.Straßnitz, St. an der March, 4700 Z. Gymnasium und Hauptschule,starker Getreidebau in der sehr fruchtbaren Umgebung. Wassely,St. und Schloß aus einer Marchinsel, 2423 I. Ostra, St. undSchloß, ebenfalls auf einer Insel der March, 2422 I. Weinbau, Hau-scnfang, große Bierbrauereien. Klobauk, St. mit 2750 I. Nahean der Gränze gegen Ungern liegt das alte Schloß und der Ort Bru-mow mit einer Kreide- und Glasfabrik, und nicht weit westlich von der

.Kreisstadt ist Wallefrad, der erste Bischofssitz in Mähren. Wisvwitz,an der Drewnitza, mit Schloß und Gesundbrunnen; Freistadtl, undWszetin, kleine Städte.

48. Der Jg lauer Kreis enthält den nordwestlichen Theil vonMähren; darin: Jglau, nach Brünn die größte Stadt des Mark«grafthums, die ihren Flor früher dem Bergbau, später aber der Tuchfa-brikation zu verdanken gehabt hat. Sie liegt an der Zglawa, oder Jglau,ist Sitz des Kreisamts, einer Bergsubstitution, eines Gymnasiums, undeiner Hanptschule. 15,100 I. Jährlich werden 40,000 Stück Tuch ver-fertigt, die theils nach den dcütschen Staaten, theils nach der Türkeigehen; außerdem regt sich der Gewcrbfleiß in der Papier- und Essigfa-brikation, in Schönfärbereien, Pottaschsiederei und der Glaöfabrikativn;der Bergbau auf Silber und Blei wird in der Nähe noch etwas, wennauch nur schwach, getrieben; sehr lebhaft ist der Eigen- und der Spedi-tionshandel. Bistrzitz, St. und Schloß, an der Schwarz«, 2486 I.

Neüstadtl, St. mit Schloß und adlig. Fränlcinstift, 1900 Z.Saar, St., wie die vorige an der Bobruwna; 2795 I.- Groß-Meswitsch, St. und Hauptort der gleichnamigen Herrschaft, an derOolowa, mit einem Bergschlosse, 3980J. Trebitsch, St. und Haupt-ort einer Herrschaft gleiches Namens, 5575 I. Hauptschule, Tuchweberei,Branntweinbrennerei, Kvrnmärkte. Zwischen dieser Stadt und Jglauliegt der gewerbfleißige Marktflecken Pirnitz, mit Schloß und 2500 I.,die eine große Zitz-, Kattun- und Kammertuch-Manufaktur, eine Tuch-walke und einige Pulvermühlen unterlassen. Teltsch, St. und Schloß,an der Thaya, 3585 I. Hauptschule, Tuchweberei. Zlabings, St.,2070 I. Mineralquelle. Im Marktflecken Jngrowitz, an der Schwarz«,ist der Sitz der mährisch-reformirten Superintendentur; und auf der Herr-schaft Neüreisch ist bei Scheletau eine mineralische Quelle.

49. Der Olmützer Kreis bildet den nördlichen Abschnitt derMarkgrafschaft; darin: die Kreisstadt Olmütz, große und wichtigeFestung an der March, wohlgebaute Stadt mit 13 Kirchen, darunter dieDomkirche, die St. Michaels- und die Mauritzkirche zu bemerken sind;unter den übrigen öffentlichen Gebaüden zeichnen sich aus: die erzbischöf-liche Residenz, das Nathhaus, die Domdechanei, das Zeüghans, die Vurg-grafenkaserne, und außerhalb der Stadt das vormalige Prämonstratcnscr-Kloster Hradisch. Olmütz ist der Sitz eines Erzbischofs und eines reiche»