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Vürvpäisches Staatensystem.
einen im D. Zahvrvwitz und zu Luhatschowitz giebt. — Gaya, St. miteinem Piaristenkvllcgium und einer Hauptschule; 1850 I.; in einer frucht-baren Gegend. — Holle schau, St. an der Russawa, mit Schloß,4017 I. Tuch- und Leinweberei, lebhafter Handel mit Landesprvdukren.
— Bisenz, St. und Schloß, 2650 I. Wein- und Maisbau. —Straßnitz, St. an der March, 4700 Z. Gymnasium und Hauptschule,starker Getreidebau in der sehr fruchtbaren Umgebung. — Wassely,St. und Schloß aus einer Marchinsel, 2423 I. — Ostra, St. undSchloß, ebenfalls auf einer Insel der March, 2422 I. Weinbau, Hau-scnfang, große Bierbrauereien. — Klobauk, St. mit 2750 I. Nahean der Gränze gegen Ungern liegt das alte Schloß und der Ort Bru-mow mit einer Kreide- und Glasfabrik, und nicht weit westlich von der
.Kreisstadt ist Wallefrad, der erste Bischofssitz in Mähren. Wisvwitz,an der Drewnitza, mit Schloß und Gesundbrunnen; Freistadtl, undWszetin, — kleine Städte.
48. Der Jg lauer Kreis enthält den nordwestlichen Theil vonMähren; darin: — Jglau, nach Brünn die größte Stadt des Mark«grafthums, die ihren Flor früher dem Bergbau, später aber der Tuchfa-brikation zu verdanken gehabt hat. Sie liegt an der Zglawa, oder Jglau,ist Sitz des Kreisamts, einer Bergsubstitution, eines Gymnasiums, undeiner Hanptschule. 15,100 I. Jährlich werden 40,000 Stück Tuch ver-fertigt, die theils nach den dcütschen Staaten, theils nach der Türkeigehen; außerdem regt sich der Gewcrbfleiß in der Papier- und Essigfa-brikation, in Schönfärbereien, Pottaschsiederei und der Glaöfabrikativn;der Bergbau auf Silber und Blei wird in der Nähe noch etwas, wennauch nur schwach, getrieben; sehr lebhaft ist der Eigen- und der Spedi-tionshandel. — Bistrzitz, St. und Schloß, an der Schwarz«, 2486 I.
— Neüstadtl, St. mit Schloß und adlig. Fränlcinstift, 1900 Z. —Saar, St., wie die vorige an der Bobruwna; 2795 I. —- Groß-Meswitsch, St. und Hauptort der gleichnamigen Herrschaft, an derOolowa, mit einem Bergschlosse, 3980J.— Trebitsch, St. und Haupt-ort einer Herrschaft gleiches Namens, 5575 I. Hauptschule, Tuchweberei,Branntweinbrennerei, Kvrnmärkte. Zwischen dieser Stadt und Jglauliegt der gewerbfleißige Marktflecken Pirnitz, mit Schloß und 2500 I.,die eine große Zitz-, Kattun- und Kammertuch-Manufaktur, eine Tuch-walke und einige Pulvermühlen unterlassen.— Teltsch, St. und Schloß,an der Thaya, 3585 I. Hauptschule, Tuchweberei. Zlabings, St.,2070 I. Mineralquelle. Im Marktflecken Jngrowitz, an der Schwarz«,ist der Sitz der mährisch-reformirten Superintendentur; und auf der Herr-schaft Neüreisch ist bei Scheletau eine mineralische Quelle.
49. Der Olmützer Kreis bildet den nördlichen Abschnitt derMarkgrafschaft; darin: — die Kreisstadt Olmütz, große und wichtigeFestung an der March, wohlgebaute Stadt mit 13 Kirchen, darunter dieDomkirche, die St. Michaels- und die Mauritzkirche zu bemerken sind;unter den übrigen öffentlichen Gebaüden zeichnen sich aus: die erzbischöf-liche Residenz, das Nathhaus, die Domdechanei, das Zeüghans, die Vurg-grafenkaserne, und außerhalb der Stadt das vormalige Prämonstratcnscr-Kloster Hradisch. Olmütz ist der Sitz eines Erzbischofs und eines reiche»