Österreichische Monarchie.
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Domkapitels, so wie des Wittwen- und Waisen-Versorgungs-Jnstituts füralle k. k. Erbländer. An Bildungs-Anstalten rc. besteht hier die, seit1827 wieder hergestellte Universität, die mit allen Hülfsanstaltcn reichlichversorgt ist, ein erzbischöflicheS Seminar, eine ständische Akademie, einKadelten-Jnstitut, eine Hauptschule; ein Kranken-, Gebär- und Findcl-haus; ein Theater. Ohne Garnison und Fremde hat Olmütz 12,782 I.,die sich mit Tuch-, Steingut-, Essig- und Lederfabrikation, mit Lein- undBaumwollenweberei und mit Färberei beschäftigen. Der Speditionshandelnach allen Provinzen der k. k. Erbstaaten, so wie in's benachbarte Aus-land Preußen, Polen rc. wird sehr lebhaft betrieben. — Mährisch-Ncüstadt, St. an der Oskawa, mit 3704 I. Hauptschule und Mili-tairknaben-Erziehungshaus; Halbseidenzcügfabr., Tuchweberei, Kameel-haarmanufaktur, Schaafwollkamm- und Spinnmaschincnbetrieb; ansehnlicherMarktverkehr mit Pferden und Zuchtvieh und Transithandcl. — Proß-nitz, St. an der Rumza, in der Hanna-Ebene, deren Hauptstadt sie ist,9986 Z. Leinweberei, Tuch- und Kasimirmanufaktur, Branntweinbren-nerei, starker GetrciLchandcl. — In der fürstl. Liechtenstein'schen HerrschaftSternberg, die St. gl. Namens am Gebirge, 9008 I. Tuch-, Lein-wand--, Kanefaß- und Strumpfwebcrci. Zur Herrschaft gehören u. a. dasSchloß Neüschloß und die Dörfer Petersdorf und AuderSdorf, mit Mine-ralquelle. — Schon b erg, St., 5101 I., starke Tuch- und Leinwcberei,Manchester- und Nadelfabriken. — Zwittau, St. am Ursprung derZwittawa, 5038 I. Tuch- und Leinweberei, Flachs- und Wollhandel. —Müglitz, St. an der March, 4096 I. Wvllzeügweberei. — Mäh-risch-Trüb au, St. mit Schloß, Gymnasium der Piaristen, 3537 I.,große Feintuchfabrik. — Hohenstadt, St. an der Sazawa, 2932 I.—Bei Römcrstadt, St., 2946 Z., und bei Bergstadt, wo ehemalsreiche Silberstufen gewonnen wurden, baut man jetzt nur noch auf Eisen;eben so steht bei dem Städtchen Fried land ein Eisenwerk im Betrieb,und in dem benachbarten Braun seifen, St. mit 1400 Z., eine großeEisenwaarenfabrik und Leinwandmanufaktur. — Gewitsch, St. mit2768 Z. — Litt au, St. au der March, 2496 I. Wollstrumpfwirke-reien. — Bärn, St. an der Fistritz, 2244 I., und Hof, St., 2400 I.,treiben Wollhandel und Wollspinnerei. — An der nördlichen Gränze desLandes liegt, hoch im Gebirge, das Städtchen Altstadt, dann Gol-denste in, St. mit Schloß, mit einer Glasfabrik bei Blumenbach. —Tobitschau, an der March, ist mit seinem Schloß eins der ältestenStädtchen in Mähren, mit 1200 I. — Das bei Alvysthal gewonneneEisen wird auf den Hammerwerken zu Eisenberg verarbeitet. — Eü len-ke rg, kl. St. mit Bergschloß und 400 Z., ist der Hauptort der Deütsch-Ordens - Herrschaft gleiches Namens. — Auf der fürstl. Liechtenstein'schenHerrschaft Blumenau ist bei Statanitz eine Mineralquelle.
50. Der Prerauer Kreis, der östlichste des MarkgrafthnmsMähren; darin: — Weißkirchen, St. an der Betschwa, Sitz des Kreis-amtes auf dem hiesigen Schlosse Budischow, 5380 A. Gymnasium, starkeTuchweberei. Unfern von hier ist der Badeort Teplitz, und dabei dasGevatterloch, ein Erdfall von 456 Fuß Tiefe. — Nicht weit westlich vonder Kreisstadt liegt Leipnik, St. mit 4260 Z. und einer Hauptschule