Buch 
Anleitung auf die nützlichste und genussvollste Art die Schweiz zu bereisen / von J.G. Ebel ; im Auszuge ganz neu bearb. von G. v. Escher
Entstehung
Seite
98
JPEG-Download
 

Baden.

98

Baden.

saure Soda, Magnesia u. Kalk-erde; cs ist klar, v. fadem Ge-schmack u. schwefeligcm Geruch;es bedeckt s. an der Luft mit ei-nem bläulichen Kahm. Wirksamist es vorzüglich hei Gicht u. Rlicu-matismus, llautausschlägen, scro-phulosen Krankheiten u. s. f.;nachlheilig wirkt es hei fieberhaf-tem Zustand , bei Neigung zumBlutspeien, u. für Ileclische. Diegrossen Däder bestehen aus zahl-reichen gut eingerichteten Gast-höfen, v. denen folgende eigeneBadeeinrichlungen haben: Slaad-liof, Limmathof, Schiff, Freyhof ferner Hinterhof, Raabe, Bär.Ochs, Blume, Sonne. (Im Gan-zen mit mehr als 300 Bädern).Ausser diesen sind zwei öffentlicheBäder für Anne: das Freybad u.Verenabad, wo an 100 Personengemeinschaftlich baden können.Zur Verpflegung der Armen be-stellt eine Stiftung , gegründet v.einein Landmann Löscher ausMörikon, mit 0000 fl., die durcheine teslamcntlichc Vergabung desKaufmann II. Meyer mit 12,000Schw. Frk., so wie durch andereLegate vermehrt wurde. Die kleinenDäder (30 an der Zahl), meist nurv. Landleuten u. den untern Bür-ger-Llassen besucht, bestehenebenfalls aus vielen BVisrn. z. B.Stern, Engel, Hirsch, Rebstocku. s. f., v. denen aber nicht alleeigene Bäder haben; ausserdemsind auch hier 2 Freibäder. Dadie Anhöhen, welche den Kessel,in dem die Bäder s. befinden, v.allen Seiten die rauhen Lüfte ab-lialten, so ist das Klima milde u.für Kranke u. Genesende sehr an-gemessen ; hei anhaltender Ilitzewird die Temperatur durch deny. der vorbeifliessenden Limmat

verursachten Luflstrom angenehmgemildert; der Temperalurweah-sel ist daher nie plötzlich.Vergnügungen: Theater, mehrereCaltee- u. Gesellschaftshäuser.Spaziergänge. Die Promenadeoberhalb, u. die Matte unterhalbder gr. Bäder am 1. L T . der Lim-mal; auf dem a. Schloss, (hübscheAnlagen mit sch. Aussicht auf dieAlpen - Panorama), zum Baldin-gerschen Gute; auf den Kreuz-berg, zum Tcufelskcller; auf denSloffelbcrg (Balkelbülil, Buk) 1St.; auf den Marlins- od. Schäfli-B. 1 St.; n. Tällweil (mit schönerAussicht auf die Alpcnkellc) Va St.;auf ltaldcck 1 St., (gewöhnlich legtman den Weg auf Eseln zurück),u. v. da über Gebenslorf n. Ba-den 2 Vs St. Auf dem r. U. derLimmat schöne Nusshaumallecngegen die Br.; n. Wellingen 1 St.(u. auf dem 1. I!. zurück); unter-halb der kl. Bäder n. Rieden u.Nussbaumen; gegen die Slein-brüclie v. Erendingen u. s. f.Grössere Exc. Nach Zürich ASt.(die bessere Str. auf dem 1. U. derLimmat, die angenehmere, u. anschönen Aussichten reiche auf demr. U.), zurück auf der Limmat (an-muthige Fahrt v. 2 St.); überWindiscli (l'A) u. Königsfclden(Vj) , n. dem Schinzuacher-Bad(l'/i) u.v.da über Brugg (1), Rain(1), Stille ( l A), u. durch das Sig-genlhal n. Baden zurück ( 2 V 2 );im Ganzen 7 1 /» St.; n. Zurzach3 Vs St.; Fw. n. der Ilochwachlauf der Lägern (2'/i), v da n. Re-gensperg ( 3 /j); 11 . durchs Wchn-thal auf dem Fahrwege zurück 3St.; n. Aarau über Mellingen u.Lenzburg ö'/i St.; zurück überBrugg 5/a St. Gesell. Badenwar schon zur Römerzeit bekannt