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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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11
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Amerika.

II

weiter südlicher man vordringt. Zwischen Lat. 45° N. und Lat. 4ü° S.ist der Humus durch die gigantische Vegetation der westlichen Welt munermeßlicher Tiefe aufgeschichtet. Ganze Wälder sind hier übereinandergestürzt und zusammengefault, und bieten dem Ansiedler einen uner-meßlichen Schatz von Fruchtbarkeit und Pfianzennabrung, in welchemAlles mit geringer Müde gedeiht und ewige Ernten vorbereitet sind, auSwelchem sich aber auch in der ersten Zeit giftige Miasmen und Heere

von Krankheiten entwickeln. ^ ..... ....

Die Verschiedenheil des Bodens und der Klimate bedingt auch hierdie Verschiedenheit der Naturprodukte, deren die westliche Welt m un-übersehbarer Mannigfaltigkeit auszuweisen hat. Die Erzeugnis,- fastaller Länder der Erde birgt Amerika in seinem Innern, und es fehlenhier unter den Hilfsquellen des Landes, dessen Reichthümer Mit jedemJahre mehr aufgeschlossen werden, weder edle Metalle und Diamanten,noch das nutzbare Eisen oder unentbehrliche Salz. Die TropenprodukteAsiens und der Südsee gedeihen hier in reichlicherm Maße selbst, als rmVaterland«, und die gewöhnlichen Bedürfnisse des Lebens bringt daSLand in großem Ueberfluß und von vorzüglicher Güte hervor. Das vonBüffbn aufgestellte Paradoxon, daß die Thierwelt in Amerika jener deralten Welt weit nachstehe, hat sich von selbst wiederlegt; denn hat derErdtheil auch keine solche koloßale Quadrupeden auszuweisen, als deralle Kontinent, findet man hier auch weder den Elephanten, noch dasNhinvzervS den Hippopotamus, die Giraffe, noch die blutdürstigenNaubthiere! die Afrika und Süd-Asien unsicher machen, so wird demLande doch reiche Entschädigung dafür durch viele Gattungen von Lan^thieren, die denen ihrer Gattung auf der alten Erde weit vorstehen, durchuiigeheüre Seethiere die sich in seinen Meeren hcrumtummeln, und durchden Reichthum der'Pflanzenwelt, der jeden Einwurf befestigt, als wäreAmerika in seinem gemäßigten und heißen Erdgürtel spärlicher bedacht,alö die Länder der östlichen Hemisphäre. , ...

Im rauhen Norden ist der Boden allerdings nur ,n deu wenigenwarmen Monaten mit einigen dürftigen Gesträuchen und Krautern, mrtKrüppelholz, dem Wachhvlderstrauche, Heidelbeeren, enngen Mimosenund Flechten bedeckt; an der Küste aber tummeln sich Wattfische, Ra-bliau's und Lachse Robben und Seeottern, und Schaaren von Wasser-vogeln Listen auf'den Klippen, und das Innere des Landes ,st vonFuchsen, Wölken, Bären, wilden Hunden, Hasen, Bibern, kleinen Hrr-'chen, Muskochsen und verschiedenen Landvögeln und Mvvenarten be-wohnt. — Weiter hinab, bis an das Ufer der Hudsonsbay, findet manschon einzelne Eichen Birken und Lärcheubaüme, und Weiden treten her-vor, und noch etwas weiter hinab beginnen zusammenhängende^ unüber-sehbare Waldungen mit tiefer Dammerde, voll des schönsten Schiffbau-holzes: Eichen. Buchen. Eschen, Zuckerahorn. Platanen . Fichlen. man-nen, Cedern und Lärcheubaüme. Pelzthiere aller Art find hier in Mengevorhanden; die Kultur beginnt Wurzel zu fassen, und Mais, Weizen,Erbsen und Bohnen, Hans, Flachs und Küchenkrauter haben sich bereitseingebürgert; Mineralien und Metalle treten rn größeren Lagern vervvr,und Eisen, Blei. Kupfer. Schwefel, Steinkohlen, Manenglas und Kalk-steine werden fast überall gefunden. — Noch südlicher, in den Staatender Union, sind alle genannten Produkte in noch größerer Menge vor-banden, und der Boden gewährt, außer den verschiedenen Gttreidearren,schon Obst, Tabak, Reis, Indigo und Baumwolle, und nährt Pferde,