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Amerikanisches Staatensystem.
Rinder, Schafe, Schweine, Hausgeflügel aller Art und Bienen, undHeerden von Nothwild, Elenns und Büffeln ober Bisons bevölkern dieWaldungen des Westens und finden auf den ausgedehnten PrairieSüberflüssige Weide. — In Mittel-Amerika, auf den westindischen Inseln,im südlichen Theile der Bereinigten Staaten, und im nördlichen Theilevon Süd-Amerika bis Brasilien herab, erzeügt das Land, außer Mais,Reis, Getreide, Obst, Kartoffeln und Gemüse, Orangen, Citronen,Ananas, Paradieöfeigen, Palmen, Zucker, Kaffee, Cacao, Datteln, denMilchbaum, die Brodfrucht, den Manioc und viele andere Erzeügnisseder Tropeuländer, von denen einige der genannten von der alten Weltherübergebracht wurden; an köstlichen Gewürzen und Droguen: Pfeffer,Ingwer, Piment, Zimmt, Cassia, Sassafras, Sarsaparille, Vanille,Gummi, Rhabarber, Weihrauch, Safran, Jalappe, China und Kaut-schuk; an Farbestoffen: Indigo. Fernambuk, Sandelholz und Cochenille;an Ban-, Nutz- und Möbel-Hölzern, außer allen Erzeugnissen des ge-mäßigten Kiima's: Mahagoni-, Citronen-, Acajou- und Ebenholz, Le-benseichen und Palmen. — Waldungen und Wiesen sind mit Wild ge-füllt, und reißende Thiere nisten in den Gebirgöklüften und bergen sichim dichten Urwalbe. Schlangen, Alligator, Vampyre, Muskiten, undein ganzes Heer anderer beschwerlicher Insekten sind überall zu finden;Vogel mit dem buntesten Farbenschmelz füllen die Waldungen, und dieGebirge und Flüsse enthalten einen unerschöpflichen Reichthum von köst-lichen Metallen und edlen Gesteinen. — Der südlichste Theil Süd-Ame-rika's, vom Parana und Nio de la Plata an, bis zur Südspitze, dieausgedehnten Pampas, sind mit hohem Grase, Salzkräutern, Distelnund Gebüsch bedeckt, und nähren ungeheüre Heerden verwilderter Rin-der und Pferde, bergen eine Menge reißender Thiere in sich, und aufden Abhängen der Anden lebt das Llama und verschiedene Antilvpenar-ten. — In Magelhanslaud und auf den Falklaudö-Jnsel» treten dieErzeügnisse des PolarlandeS wieder hervor, und Wallfische und Robbentummeln sich an der Küste, anf welcher unzählige Arten von Waffervö-geln nisten. —
Don der Natur gesegnet und mit Reichthümern überhaüft, liegtnoch der größte Theil der westlichen Welt im Naturzustände versunken,lind obgleich durchaus politisch vertheilt, sind bis jetzt doch nur wenigmehr als die Küsten des Landes und die Ufer der Flüsse in Kultur ge-nommen und von Menschen bewohnt. Nur die Vereinigten Staaten vonNord-Amerika machen von dieser Regel bereits eine Ausnahme, da inihnen die Ansiedelungen das ausgedehnte Gebiet wie mit einem Netzeüberzogen haben; doch auch hier kaun noch eine vierfach stärkere Bevöl-kerung existiren, ohne nur halb so dicht bewohnt zu sein, als die men-schenarmste Gegend unseres deutschen Vaterlandes. — Die Gcsammtzahlder Bewohner Amerika's ist nicht genau bekannt, da nur in den Verei-nigten Staaten und den eürvpäischen Kvlonieen amtliche Zählungen an-gestellt werden. Indeß schätzt man die ganze Bevölkerung des unge-heuren Landes anf 45 bis 5V Millionen approrimatif. Don diese» 58Millionen kommen ungefähr 48 Millionen auf das kultivirte Amerikaund 2 Millionen auf das noch unabhängige Jndianerland; von jenen48 Millionen aber träfen wiederum:
29,281,288, oder in runter Summe 38 Millionen auf Nord-Amerika;15,815,918, oder wohl gar 18 Millionen auf Süd-Amerika, und endlich2,141,478 Seelen auf die westindischen Inseln.