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Amerikanisches Staatensystem.
auf ihm, stromaufwärts, ist außerordentlich beschwerlich, doch hat dieEinführung der Dampfschifffahrt, welche auf ihm und seinen Zuflüssengegen 200 Dampfboote beschäftigt, eine Menge Schwierigkeiten überwun-den. Früher dauerte die Fahrt von der Mündung bis New-Orleans, jenachdem mehr oder weniger günstigen Winde, 5 — Lv Tage; von New-Orleans bis Natchez, eine Entfernung von 310 engt. Meilen, 4V — 60Tage, und Seeschiffe gelangten nicht weiter als bis dahin; und von New-Orleans bis zur Mündung des Ohio, Missouri oder Illinois erfordertedie Fahrt 9 — 10 Wochen, die jetzt mit Dampfbooten in 10—14 Tagenzurückgelegt wird. Die mittlere Breite des obern Mississippi beträgt von2,800 — 3^000 Fuß, von der Mündung des Ned-River an, abwärts aber,bis auf einige wenige Erweiterungen, 2,400, und seine Tiefe von da an120 Fuß; im Frühjahr aber, zur Zeit des Steigens seiner Zuflüsse,bildet er, von der Mündung des Missouri bis zum mexikanischen Golfe,eine Wasserfläche vor. 20 — 25 engl. Meilen Breite, die, namentlich nachder östlichen Küste zu, oft große Verheerungen anrichtet, große, mitWaldungen bedeckte Landflächen untergräbt und in seine Fluthen versenkt,und dadurch, daß riesenhafte Baume auf diese Art in seinem schlammigenBoden durch die Gewalt seiner Fluthen eingerammt werden, bildet ergefahrvolle Klippen für die Schifffahrt, an welchen jährlich oft Hundertevon Flach- und Segelbooten scheitern, und selbst Dampfboote ihren Un-tergang finden. Diese, mit der Zeit festgewurzelten Hindernisse derMississippi - Schifffahrt bezeichnet man mit dem Namen Ginnten«, eineandere Gakuing aber, bei weitem die gefährlichste, die nicht völlig ein-gerammt, sich mit den Flutben auf- und abbewegt, mit dem Namen(Säger). — Abgerissene Baume und ungeheure Massen vonTreibholz bedecken beide Ufer des Mississippi und stopfen zum Theil seineAuslaüfer (Bayouö), und auf einige», wie auf dem Atchafalaya,hat sich letzteres in solcher Menge angehaüst, daß seine Fluthen 10 engl.Meilen weit dicht damit bedeckt sind. Dieselben Hindernisie und Gefah-ren bieten anch mehrere Tributaries des Mississippi, namentlich derMissouri, Ohio, Ned-Niver und Arkansas, und die jährlich wiederkeh-renden Überschwemmungen haben das Land an seinem östlichen Ufer,welches so nur wenig über den mittleren Wasseistand des Flusses sicherhebt, und durch eine, landeinwärts abdachende, flache Kalksteinhügel-kette, hier Bluffs genannt, von den ranschenden Fluthen getrenntwird, auf einer Strecke von beinahe 600 engl. Meilen in eine ununter-brochene sumpfige 'Niederung umgewandelt. — Die Zuflüsse des Missis-sippi, bis zu den St. Anthvnys Fällen, sind nur unbedeütenceCreeks und Abflüsse kleiner, das Land bedeckenden Seen. Unterhalb derFälle aber, unter Lat. 45° N., empfängt er vom Westen den gegen 300Meilen langen St. Peterö-River; weiter südlich den von Ost kom-menden St. Er»ix; von derselben Seite, weiter abwärts, den Cbip-peway oder Sautenr (Springer); — unter Lat. 43° 30' N., wo derMississippi bereits eine halbe engl. Meile breit ist, den Wisconsin!weiter südlich, ebenfalls von Ost, den für Boote 300 Meilen auswärtsfahrbaren Rock-Niver, der eine Menge von Stromschnellcn und Fällebietet, und 90 Meilen südlicher den von West kommenden De,s Meinesoder Mönchs fluß. Unterhalb des letzter» mündet, von Ost, der Js'linois, welcher durch die Bereinigung des Des Plaines, de Pageund Kankakee gebildet wird, gegen 300 Meilen lang und stellenweiseeine Meile breit ist, und jetzt durch einen Kanal mit dem Michigau-S^
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