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Amerikanisches Staatensystem.
Jamaica, St. Croix, in Mexiko, Guatemala und Süd-Amerika derThermometer sich in den Ebenen das ganze Jahr hindurch zwischen 70und 80° F. ( 1 K° —25° N.) erhält, springt in den Bereinigten Staatender höchste Thermometerstand oft zum Extrem der Kälte über, und wäh-rend der jährliche VeränberungSraum der Tropenländer nur 28° F. ---s- 8 °,«, N. beträgt, wechseln die aüßersten Punkte der größten und ge-ringsten Wärme in den Bereinigten Staaten, wie in Massachusetts, zu-weilen 136° F. — 57 °,77 N.; — mittlere Temperaturen können nurunter den Tropen genommen werden, keineswegs aber in Gegenden,welche außerhalb derselben liegen, und nützlicher ist es bei meteorologi-schen Tabellen das Maximum und Minimum deö Thermometerstandesanzugeben, als mittlere Temperaturen zur Bergleichung aufzustellen, dieallerdings die Neügierde befriedigen können, der Wissenschaft aber inkeiner Art förderlich sind.
In den Bereinigten Staaten herrschen drei Hauptwinde, der Nord-ost, Nordwest und Südwest, und theilte man das Jahr in 36 Theile,so würden 12 Theile auf den Nordwest, 12 auf den Südwest, sechs oderacht auf den Nrrdost und Ost, und die übrigen anf den Südvst, Süd-und Westwind kommen. — Die Unbeständigkeit der Winde ist indeßaußerordentlich, und selten, daß ein Wind 36 Stunden anhaltend auseiner Richtung weht. Die Winde wechseln unaufhörlich, und zwar nichtblos um einige Kvmpasstriche, sondern oft zu den entgegengesetzten Punk-ten: von Nordwest nach Süd und Südost, oder von Süd und Südwestnach Nordost; und diese Veränderlichkeit der Winde verdient um somehr Aufmerksamkeit, als sie stets eine eben so widersprechende undplötzlich eintretende Veränderung der Temperatur zur Folge haben. Beidiesem haüfigen Wechsel der Witterung und dem Kreüzen der Windegeht die Zersetzung der Atmosphäre in den Vereinigten Staaten weitschneller und kräftiger vor sich. als in Eüropa der Fall ist, und daherist auch die Luft in den Vereinigten Staaten bald feüchter, bald aberauch trockener als in den Ländern des nördlichen und mittleren Theilesvon Eüropa, wo sich das umgekehrte Verhältniß zeigt, und nur dieWestwinde regnerisch sind. In den Vereinigten Staaten kommen dieHauptwinde unmittelbar theils vom Wendekreise, theils aus der Polak-Region, wodurch sich auch das wunderliche und veränderliche Klima er-klären läßt. Der herrschende Südweftwind kommt von einem warmesMeere, der herrschende Nordost aus einem kalten, mit Eisbergen um-gürteten Meere, und der Nordwest über, mit dichte» Waldungen undEis und Schnee bedeckte Wüsten. Jeder dieser Winde muß dahertrocken und hell, regnerisch und neblicht sein. — Nebenumstände machetauch hier von dieser allgemeinen Regel eine Ausnahme: der trockeMWind wird regnerisch, wenn er über nasse Oberflächen, wie über Sees,Moräste und längs über Flüsse streicht. Daher regnet es auch im west^lichen Theile von New-Aork, wenn der Nordwestwind weht, weilüber die Seen Ontario und Huron kommt, und ebenso bei Südwestwindlweil dieser über den Erie-See weht; der Nordost- und Ostwind aber, dttan der Küste so regnerisch ist, ist in diesem Theile des Landes stetstrocken.
Der Niederschlag der Atmosphäre ist in den Vereinigten Staatesbebrütender, als in dem größten Theile von Eüropa. Während desSommers stürzen in den südlichen Staaten starke Regengüsse Hera»welche mit den Erscheinungen der Tropenländer einige Ähnlichkeit habe»'
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