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Amerikanisches Staatensystem.
eben so einträglich machen wollten, als die ihrer Nachbarn. Die Pflan»zer, welche nach ihnen kamen, und die südliche» Staaten zu ihrem Wohn- »as
sitze wählten, waren durch die mittelst der Sklaverei ihnen zugesicherten diese
Erwerbsquellen irre geleitet; denn ohne diese Sicherheit würden sie sich den
gewiß eher im Norden oder Westen angesiedelt haben, wo sie ihr Der- fj,hi
mögen durch eigene Arbeit vermehren konnten. Die jetzigen Vereinigten auch
Staaten sind schuldlos an der Sklaverei; selbst ein Theil der südlichen trag
Sraaten opponirte beim Anfang dagegen, und die gesetzgebende Der- Er,w
sammlung von North-Caroliua verbot, schon vor dein Ausbruche des welck
Nevolutivnskrieges, die weitere Einführung von Negersklaven; das Gesetz Weij
erhielt aber die Zustimmung des britischen Parlaments nicht. Die Re- selbst
gierung der Union hat gethan, was nur irgend eine Regierung recht» gege,
sicher Weise thun konnte: die Einführung neuerSklaven wurde verboten; aus
der Sklave kann sich freikaufen, und jedem ist Zeit und Gelegenheit ge- habe
geben, sich die Mittel dazu zu verdienen. Viele Sklaven, namentlich in ftens
den größer» Städten, miethen sich selbst von ihren Herren, gegen einen amei
gewissen Tage- oder Monatslohn, um für sich zu arbeiten, und nicht zwest
nur Tausende, nein, Hunderttausende leben glücklicher und freier unter keine
dem schreckhaften Namen „Sklaven," als der größte Theil unserer Tage- gelm
löhner in Deütschland! — Feind aller Sklaverei muß man das Band, und
welches die Vereinigten Staaten umschlingt, nicht aus dem Auge verlie- gleiq
ren: die Sklaverei ist zwar von Eüropa und den nördlichen Sraaten der in L
Union mit jeder Waffe angegriffen worden, welche Moralität, Religion, lina
Politik, Aberglauben und Rachsucht schmieden konnten, während die süd- aus»
lichen Staaten sich mit der Angst der Verzweiflung und jener Überein- und
siimmung der Gesinnungen vertheidigten, welche ihnen das Bewußtsein viele
ihrer gemeinschaftlichen Gefahr einflößte, und dieser Krieg der öffentlichen Zusa
Meinung dauert noch fort, wird aber, so Diele es auch fürchten, die Mio
Union nie bedrohen. Der Verein der Staaten wird so lange bestehen, ist
als ihre individuelle Prosperität, deren Ende wohl jetzt kein menschliches Verl
Wesen noch voraus sehen kann. Großbritaniens schon vor zweihundert hebi>>
Jahren prophezeiter Untergang, welchen man durch die englische Natio- ten ,
nalschuld eben so vorbereitet glaubte, als die amerikanische Katastrophe woh»
durch den gefährlichen Einfluß der Sklaverei, gibt den besten Beweis- -
Die Interessen der Vereinigten Staaten sind dieselben als die englischen: Urest
Amerika ist mit der Freiheit vermählt, ungeachtet der Negersklaverei n»d
und der Deklamationen politischer Schwärmer, aber seine Freiheit, seine sind
Ehre, seine Macht und seine Existenz sind der Union verpfändet, und sich ^
jeder Versuch, die südlichen Staate» zur Abschaffung der Sklaverei z» Reg«,
zwingen, sei es nun dadurch, daß man die Sklaven zum Widerstände Beja
gegen die Weißen reizt, oder die letzteren nöthigt, ihre Rechte der Ma- der tz
jvrität des Nordens abzutreten, wäre einer Usurpation der Souverainitm Buni
über die Sklavenstaate» gleich zu achten, und dem Grundvertrage v«r selbe,
Union zuwider, der sie alle als gleiche, von einander unabhängig/ lebe»
Staaten erklärt. Die Sklaverei kann zwar weder durch religiöse noch g„ng
durch philosophische Gründe vertheidigt werden, aber wo sie einmal ein* akla„
geführt ist, gebietet die Klugheit, zu ihrer Abschaffung keine Mittel z» Volk,
wählen, welche, ohne den moralischen Zustand der Sklaven zu verbessern» gebir,
ihren Besitzern zum offenbaren Verderben gereichen würden. Die nörd' oder
lichen Staaten würden durch ihre Emancipationsprediger zwar den arten
gern die Freiheit geben, aber die Rechte der Weißen mit Füßen trete», welch
und aus den Bewohnern des Südens Unterthanen machen, während l"