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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Amerika.

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den stark genug find, einen Prediger besolden zu können, während katho-lische Priester uneigennützig die Wildnisse als Missionäre durchziehen,um die Seelsorge der von allen Kirchen entfernten Christen zu leiten;sie ertragen Haß, Spott und Verachtung, der ihnen nur zu häufig ge-zahlt wird. und gründen durch Beharrlichkeit und Anlegung von Schu-len, die sie öfters nur mit zwei Schülern beginnen, ihrer Kirche einenfesten Sitz. Im Jahre I7S0, als der erste Bischof zu Baltimore vomrömischen Stuhle eingesetzt wurde, belief sich die Zahl der Katholiken inden Vereinigten Staaten auf nur 100,000 Seelen; jetzt zählt man nahe anä.300,000 Köpfe, in >6 Diöcesen und (»ach dem Ostiiolie älmsnaoksi'r 1843) im Jrhre 1842: 541 Kirchen und Kapellen, 470 Stationen,582 Geistliche, 21 theologische Seminare, 21 literarische Institute fürjunge Männer, 38 weibliche religiöse Institute, 48 weibliche Akademien,77 Wohlthätigkeitsanstalten, 88 religiöse Associationen, und II perio-dische Bläcter. — Die Christen (Cür'istians) stimmen mit den Baptistenhinsichtlich der Taufe überein, sind aber Anti-Trnütarier, und besitze» zuBeverly in Massachusetts ei» literarisches Institut. — Die Methodistenmehren sich mir außerordentlicher Schnelligkeit und machen lobenswertheFortschritte in Verbreitung und Unterstützung des Unterrichts; sie habenkeine wissenschaftlich gebildeten und auf Uuiveisttäte» herangezogenenPrediger, und nur die der bischöflichen Kirche (Lpisovpaiian älettivstist»)haben sich einer vorläufigen Prüfung zu unterwerfen, ehe sie die Kanzelbesteigen dürfen. Letztere haben 6 Bischöfe, die ersteren aber eine Gene-ralversammlung, welche alle vier Jahre einmal zusammentritt, 25 jähr-liche Konferenzen und außer den Lokalgeistlichen noch gegen 4,OOO wan-dernde Geistliche. Unter ihrer Leitung stehen 12 Colleges, 51 Akade-mien, und il periodische Blätter, und in New-Dort der methodistische«Kuok Oonoern,« ein ausgedehntes literarisches Geschäft, durch welchesBibel», Traktate und Svnntaqsschul-Schrislen verbreitet werden. Im^ahre 1830 entzweite ei» Schisma die bischöflichen Methodisten, undein Theil derselben trennte sich und trat unter dem Namen der „prote-stantischen Methodisten" selbstständig auf. In ihrer Generalversammlungund ihren 13 jährliche» Konferenzen haben die Laien-De>egirke» mit den^"stlicheu gleiche Stimmen, was bei den bischöflichen Methodisten nichtFall ist. — Die Uuitarier haben Gesellschaften in 14 oder 15 Staa-^0, die Mehrzahl aber wird in Massachusetts gesunden, wo ihr ersterPrediger, Dr. F-reemann. im Jahre 1787 zu Boston als solcher ordinirt^rhe. 3»m Wahlspruch habe» sie die Worte des heiligen Paulus:»Prüfet Alles, das Beste behaltet," kommen aber oft, vielleicht ohne es;» wissen, dem Deismus sehr nahe. Ihre Kirche wird in den verschie-denen Staaten immer zahlreicher, und ein großer Theil der gebildetsten, angesehensten Klasse der Gesellschaft hat sich ihr angeschlossen, üebri-gens wird der Unitarismus nie der Glaube der großen Masse des Vol-werden, denn, so ungern sich der Amerikaner politischen Autoritätenvon so willig fügt er sich der geistlichen; der Unitarismnö wird

, , ihnen als eine religiöse Demokratie betrachtet, und derselbe hat vieldes Mysticismus i» seiuer Gottesoerehrung, um den religiösen Sinnyy -^meinen Mannes zu wecken; die Wünsche und Hoffnungen derEr,,, < Volkes bedürfen eines andern Stützpunktes als der kaltenmenschlicher Sitteulehre; arqumentative Predigten ersetzenden« -s" Ausspruch unseres Erlösers: »Selig sind die Armen im Geiste,"" ihrer ist das Himmelreich," und alles Preisen stoischer Tugenden