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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Amerikanisches Staatensystem.

Nach dieser Aufstellung der Ergebnisse der physischen und technischen größte

Kultur der Bereinigten Staaten wäre es überflüssig, alle einzelne Dran- ex au

chen nochmals durchgehen zu wollen, da sie mehr als lange Abhand- Hände

lnngen den Beweis der schnellen Entwickelung jenes ersten Landes hält Z

der westlichen Hemisphäre liefern. Nur eines Erzeugnisses der physischen streben

Kultur müssen wir hier noch Erwähnung thun, des Jndigo's, einer als de

Pflanze, die früher in allen südlichen Staaten, namentlich in den Caro- gen C

lina's, stark angebaut wurde, gegenwärtig aber durch den Anbau der nisihei

Baumwolle und des Zuckers so verdrängt ist, daß, obgleich man in Speku

Louisiana, Sonth-Carolina, Georgia, Mississippi und Florida immer noch gründ

strichweise Äcker mit Indigo bestellt findet, dieser doch nicht zum zehnten amen!

Theile den Hausbedarf deckt, und jährlich 2—3««,«1!0 Pfund aus Ostin- schafft

dien und andern Ländeni eingeführt werden müssen. — Der Zukunft ist her se

übrigens der vermehrte Anbau mancher Handelspflanze vorbehalten, die reicht

mit der Zeit dem Lande außerordentlichen Segen bringen dürfte; die gen.

kleinen Anpflanzungen von Kakao und Lanille, die man in Florida ver- dern

sucht hat, das dortige Fortkommen des eüropäischen Ölbanms und der Zusan

Nopalpflanze, auf welcher sich die Kochenille erzeugt, und das Gedeihen desselb

des Theestrauches, den Bowen schon 177« nach Georgia brachte, eröff- die u

net, sowie sich die Zahl der Hände mehrt, unstreitig neue Erwerbsquellen, dem §

und die Amerikaner sind weise und betriebsam genug, alle sich bietenden viellei

Vortheile zu erkennen und zu benutzen. aber s

Kann man auch, trotz der Ausdehnung der Industrie der Union, die zu wa

Auglo-Amerikaner bis jetzt noch keine Manufakturisten nennen, so haben zu dei

sich dieselben dagegen zu einer der größten Handelö-Nativn der Welt ten S

gebildet, und können sich dreist der britische!! an die Seite stellen. — daß d

In keinem Lande der Welt beschäftigt sich eine so große Anzahl von theilte

Menschen, im Verhältniß zur Bevölkerung, mit dem Handel und der Bürg«

Schifffahrt, und in keinem andern wird das Wasser mit eben der Ver- scheu

tranlichkeit behandelt als das Land. Begünstigt durch eine mehr als berüs»

1,600 engt. Meilen lange Seeküste, durch riesenhafte Ströme und Bin- rend

neusten, bildeten sich die Amerikaner in dem kurzen Zeitraum eines hal- der st

den Jahrhunderts zu einer seefahrenden Nation, und gegenwärtig bedeckt waltn

die amerikanische Handelsflotte alle Theile des Meeres, und in allen Derer

Häfen der alten und neuen Welt findet man amerikanische Schiffe. Der gesehn

Handel der Vereinigten Staaten verschafft ihren Einwohnern nicht nur von i

einen Markt für die mit jedem Jahre zunehmenden Manufaktur- und lichste

Naturerzeügnisse, sondern bildet zugleich den rechten Arm der National- der g>

Vertheidigung; denn aus den Matrosen der Handelsschiffe werden die zur A

der Marine, und nur der Dienst auf Kaufsahreru erzieht gute Matrosen den r

für den Kriegsdienst zur See. Zwar ist die amerikanische Marine viel- komm

leicht die kleinste, die je einen so ausgedehnten Handel beschützte, doch Indio

können im Falle der Noth die Vereinigten Staaten mehr Schiffe bauen dürfn

und bemannen, als jede andere Nation, mit Ausnahme der britischen, eigen!

segelfertig machen könnte. — Der Handel der Amerikaner scheidet sich in irsten!drei Klassen, in See-, Küsten- und Binnenhandel, und in allen drei nöthij

Branchen stehen die Bewohner der Vereinigten Staaten als ebenbürtige geschn

Nebenbuhler den Briten zur Seite. Der amerikanische Kaufmann unter- das o

scheidet sich aber wesentlich von seinem Standesgenossen in Eüropa, — lars/

er ist ein Vnthusiast, der ein um so größeres Vergnügen an Unternelst keit r

mungen findet, je mehr sie mit Gefahr verknüpft sind; er wagt Vermö- an K

gen und Güter, und geht nach einem mißlungenen Geschäfte mit der Zuflu