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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Amerika.

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suchte» die Amerikaner ihr Erziehungs- und Unterrichtswesen noch mehrzu heben, und hal unter diesen die 1815 zu Boston gegründete „Ameri-can-Educacion-Society" außerordentlich segensreich gewirkt. Ihr Zweckwar, junge fähige Männer zum Lehrfach und zu Predigern zu biiden,und so einem längst gefühlten Bedürfnisse abzuhelfen. Die Gesellschaftwar in ihrem Charakter rein nakivnell, und verlieh ihren Schutz undUnterstützung jungen Männern aus allen Theilen der Union, deren Fä-higkeiten sich für die Zwecke der Gesellschaft eignete», mochten sie denCongregativnalisten, Presbytei ianern, Baptisten, Episkopalen, Metho-disten, Lutheranern oder der holländisch-reformirten Kirche angehören, ob-gleich bis jetzt der grösste Theil ihrer Unterstützungen den Mitgliedernder beiden eisten Kirchen zufloß. — Obgleich der Untcrftützungöplan mehr-fach geändert wurde, fand die Gesellschaft doch außerordentliche Theil-nahme, und errichtete 1826 und 1827 Zweig-Gesellschaften in Maine, New-Hampshire, Vermont, Connecticut und New-Ivrk; 1829 und 1836 in Illi-nois und Jndiana, und dem Theile Ohiv's, welcher die „Western-Reserve"genannt wird; im Jahre 1829 wurde eine Agentschaft zu Cincinnali eia-blirt, und 1>>3I Agenturen derselben in Ost- und West-Tennessee, und1833 zn Utica. — 183» bildete sich eine Zweiggesellschaft für Nhode Is-land, und 1834 eine »eüe Gesellschaft, die „Western-Education-Society",welche mit ihren Operationen das ganze Misstssippithal umfassen soll. —Die Erfolge sind bis jetzt glänzend gewesen; von ihrem Beginn bis Schluß1842 hat die Gesellschaft gegen 5606 junge Männer der oben genanntenKirchen für das Lehr- und Missionsfach und als Geistliche bilden lassen,von denen 286 mit 18 theologischen Seminaren, 1,632 mit 54 Colleges,9>8 mit 199 Akademien und lateinischen Schulen in Verbindung stehen,866 als Geistliche angestellt sind, 6l nach Misstonsst-ati'vnen gesendet wur-den, der Rest aber den Unterricht in Volksschulen leitet. — Die jährli-che» Einnahmen der Gesellschaft belaufen sich auf circa 85,666 Dollars,die jährlichen Ausgaben für Unterstützungen auf 68 bis 76,666, und derpermanente Fond am Schluß 1842 auf 163,228 Dollars.

Noch segensreicher war das Wirken der „American-Suiiday-Schvol-Union", weiche 1824 zu Philadelphia gebildet wurde. Bereits seit 1791bestanden zwar in verschiedenen Theilen des Landes schon Sonntagsschul-Gesellschaflen, doch erst mit der Vereinigung derselben konnte sie ihrewahre Thätigkeit entwickeln. Errichtung von Sonntagsschulen und Ver-breitung moralischer und religiöser Schriften ist ihr Zweck; sie schließtkeine Religionsparthei aus, und unterstützt alle mit gleicher Liebe, durchdie von ihr herausgegebenen Schriften, deren Zahl sich bereits auf mehrals dreihundert Bände beläuft, die unstreitig die schönste Volks- undEchnlbibliothek bilden, die irgend ein Land bis jetzt zu diesem Zweck«auszuweisen hat. — Verschiedene Traklätchen-Geselljchaften — Tonet 8o-meties — von denen die zu Boston 1814 und die New Jorker >825 er-dichtet wurde, und welche beide über 966 Zweiggesellschaften zählen, ver-breiten durch ihre sittlich-religiösen Schriften, welche nach ihren Statuten»die Approbation ernster Christen aller Kirchen" haben sollen, vielenNutze», und man findet dieselben bereits in allen Theilen der Union;. ^ Zahl der von ihnen herausgegebenen Schriftchen beläuft sich schonÜber eintausend.

Als Volk betrachtet, stehen die Amerikaner keiner europäischen Na-Uva he,, Wissenschaften nach. Die Zahl der eigentlichen Gelehrten ist» der Union freilich geringer als in Europa, doch sind sie hinlänglich,