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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Amerikanisches Sta-itensysiem.

ehrenhafte Repräsentanten: Die Literatur der Theologie, obgleichimmer noch in ihrer Kindheit, verdient in so fern die erste Stelle, alsfast alle Erscheinungen der früheren Presse in den puritanischen Kolonieneinen mehr oder weniger volitisch-religiösen Charakter hatten und ihremFelde angehörte. Die „OirmliriclA« INatt'orm," welche bis zum Unab-hängigkeitskriege als Grundverfassnng der neu-englischen Congregational-kirchen angesehen und geachtet wurde, und noch jetzt als Leiter von denenangenommen wird, die den geraden Weg der Pilgerväter nicht verlassenhaben, so wie die „Inclian Oililo" von Eliot und die „Psalms in Verse,"waren im ersten Jahrhundert der amerikanischen Bnchdrnckerknnst die be-deutendsten Erscheinungen der theologischen Literatur. Im Anfang desachtzehnten Jahrhunderts waren die beiden Mathers die theologischenTonangeber de- Kolonien, und publicirte» eine große Menge theologischerWerke, die aber fast alle ohne wissenschaftlichen Werth ßnd, und nurdes Jüngeren „IVIuAnalin Ossristi /Xmeriorrnu," welches die Kirchen- undKetzergeschichte Neü-Englandö von 1625 bis I6S8 enthält, wird in Zu-kunft den reirhüen Stoff für Wnndersageu liefern. Der bedeütendstetheologische und metaphysische Schriftsteller, welchen das Land bis jetzt !hervorgebracht hat, ist unstreitig Jonathan Edwards, dessen Werke wie-derholt in England und Amerika in 8 Octavbänden aufgelegt wurden,und noch jetzt von den strengen Nachfolgern Calvins als klassisch be- ^trachtet werden. Die Predigten Whitfields, welche derselbe, zwischen 1738und I76S in Amerika hielt, und welche mehrfach gedruckt wurden, brach-te» daselbst denselben Effekt hervor als in England, und riefen eineMenge von Schriften, unter andern „Chauncy's" ausgezeichnetes Werk:„PlrouKlrts »n tss« st»t« ot'lieli^ion" (1743), hervor. Die lebhaftenKontroversen, welche sich 1763 zwischen der Episkopalenkirche und dervon England erhoben, riefen gegen 36 Schriften hervor, und währenddes Ausbruchs der Revolution nahm die amerikanische Geistlichkeit großesInteresse an den politischen Diskussionen des Tages und war fast ein-stimmig auf Seiten der Kolonien. Bis einige Zeit nach dem Frieden1783, schwiegen alle theologischen Kontroversen,^ doch mit der Zunahmeder Bevölkerung erwachten auch alle früheren Streitigkeiten wieder, undHopkins und Ä'wight lieferten die besten calvinistlschen Werke, die nochfortwährend in neüen Auflagen erscheinen. — Außer polemischen Schrif-ten ist neüerer Zeit wenig für Theologie in Amerika geleistet worden, undwährend die besten Werke des Auslandes, namentlich Deütschlands, über-setzt und studiert werden, erscheint nur selten ein Originalwerk über wis-senschaftliche Theologie. — Kompendien zum Gebrauch für Studirendesind mehrere vorhanden, doch auch da hat Deütschland das Material lie-fern müssen, und die 'Namen von Gesenius, Griesbach, Wahl, Winer,Ernisti und Iahn sind in Amerika eben so bekannt als in Deütschland.

Die wichtigsten theologischen Originalwerke der neüesten Zeit liefertenFreeman, Nbacher, Cheming, R. Noyes, Moses Stuart und Palfrey.

Den Anfang der juristischen Literatur Amerika's machten die1648 zu Cambridge gedruckten »Kocl^ of IffkiLrties,« eine Sammlungvon Ordonauzeu, die 1666 und 1672 erweitert, in neuen Auflagen er-schienen; 1672 „tli6 6o»Ic oC tlie Aenerrrl Imvv of Nerv-INzinoutlr;"

1673 ->t1ie koolc ok tlle General I^arvs ok Ounneetieut,« und so nachund nach die Gesetzbücher aller andern Kolonie». Außer diesen speciellemden Bedürfnissen der Ansiedler angepaßten Gesetzen wurde indeß füreine lange Zeit nichts gethan, weder um die Legislatur zu vervollkommn