Amerika.
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sich übrigens im Leben der Amerikaner in Masse, und hat von diesemder Verfasser der transatlantischen Neiseskizzeu in seinen Werken, welcheer zuerst auf deutschem Boden pflanzte, eine wahre Fundgrube eröffnet.Die Thätigkeit der Amerikaner, der Enthusiasmus, mit welchem sie inihre Urwälder dringen und die Natur ihrem Willen unterwerfen, bietetder Poesie einen reichen Stoff; und hakten die Amerikaner auch nickt,wie die meisten Volker in ihrer Entwickelungsperiode, durch Kriege sichzu einer mächtigen Nation emporzuschwingen, fanden sie auch in denIndianern nur unbedeutende Feinde, die sich ihrer Ausbreitung entge-gensetzten und ihren Muth auf die Probe stellten; Krieg und Slreit sindunzertrennlich vvm Leben der Volker und Individuen, und diesen Kriegführten die Amerikaner von ihrer ersten Ansiedelung an bis jetzt gegendie Elemente: Es ist Heroismus in der freiwilligen Verbannung einesHinterwäldlers, um die Wildnis; fruchtbar zu machen; es ist Erhaben-heit in den Mühseligkeiten und Entbehrungen dieser Verbannten von derVerfeinerung des gebildeten Eürvpa's, und der Muth und die .Kühnheitder westlichen Ansiedler sind wahrhaft osievslkrosczue, übersteigen selbstdie Entschlossenheit des Seefahrers, und bieten den köstlichsten Stoff fürDichter und Historiker. Dies; ist der Trojanerkrieg der Amerikaner, ob-gleich sie noch keinen Homer gefunden hohen, ihre Thaten zu besingen;bis jetzt ist die jugendliche Bevölkerung noch damit beschäftigt, die Naturzu unterjochen und Siaaken zu bilden. Der erste Akt des amerikanischenDrama's hat kaum angefangen, und der erste Tag der National-Unab-hängigkeit Amerika's brachte schon Schriftsteller hervor, die mit den frucht-barsten Dichtern Eürvpa's zu wetteifern vermochten. Was auch im All-gemeinen über amerikanische Literatur gesagt werden könnte, sie ist dessenungeachtet ein mächtiger Verbreiter der Intelligenz, der die Gemütherbeschäftigt und erweitert, bis andere Scenen sie zu vermehrter poetischerThätigkeit steigern werden. —
Äie erste Druckerpresse in den Vereinigten Staaten wurde 1638 zuCambridge aufgestellt, und das erste gedruckte Werk war „tli6 breom.an'«CnII," 1639, ein fliegendes Blatt. — Im Jahre 1676 wurden zu Bostondie ersten Bücher gedruckt, 1686 die Druckerei in Philadelphia bekanntund 1693 zu New-Aork. — Im Jahre I7V6 befanden sich erst vier Drucker-pressen in sämmtlichen Kolonien; beim Beginn des jetzigen Jahrhundertszählte man 360 in der Union, im Jahre 1836 gegen 1,266, und gegen-wärtig belaüft sich die Zahl derselben auf 2,48-1!! — Im Jahre 1806und 1801 wurden jährlich gegen 166 Originalwerke verlegt; 1825 konnteman die Titel von 596 Originalwerken und 257 Nachdrücken mit Leich-tigkeit sammeln; 1835 enthielt der amerikanische „kovlrseller'« ^stver-ti8tzr," mit Ausnahme von Flug- und Zeitschriften oder neuen Auflagen,443 Werke in 547 Bänden, worunter 268 Originalwerke, und 1843: 568Werke in 597 Bänden, worunter 404 Originale. — Während dem erstenJahrhundert waren die Erscheinungen der Presse größtentheils theologi-sche Schriften oder Publikationen des Gouvernements. Alle standen unterAufsicht der Behörden, und die Freiheit der Presse war so beschränkt, daßdieser Druck, bis nach der Mitte des achtzehnten Jahrhunderts, durck'sganze Land gefühlt wurde. Von dieser Periode an aber trat ein großerWechsel ein; historische, politische, wilienschaftlicbe und vermischte Schrif-ten, worunter auch einige schönwissenschaftliche Nativnalwerke, erschienenund der Unabhängigkeitskrieg machte auch die Presse vollkommen frei. —Alle Fächer der Wissenschaft finden jetzt in der amerikanischen Literatur