Amerika.
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Hoffnung nährte, sich Amerika wieder unterwerfen zu können. DieserKrieg ward Anfangs auf eine wenig ehrenvolle Weise von Amerikageführt; die Union lernte in demselben ihre Stärke und ibre Schwächekennen: die Marine bestand vorher nur aus wenigen Schiffen, und dieArmee wurde schlecht befehligt; die geringe Disciplin der Milizen ver-ursachte überall Verluste und Niederlagen, eine ganze amerikanischeArmee in Canada kapitulirte, und man erkannte jetzt die Nothwendig-keit, der Volksbewaffnung größere Aufmerksamkeit zu widmen. Washing-tons Einäscherung und Winters Niederlage ergriff indeß ganz Nord-Amerika; man fühlte die Pflicht, sich auf einen Feind zu werfen, deran Barbarei mit den Indianern zu wetteifern schien. Baltimvre'S Be-wohner schlugen bei der North-Point ihre Belagerer zurück, auf demChamplain- und Erie-See wurden die englischen Geschwader vernichtet,und Jackson warf mit einer frisch aufgestellten, unbedeutenden Armeedie Engländer aus Louistana, das man im Jahre 1803 von Frankreichdurch Ankauf erworben hatte, und die Schlacht von New-OrleanS ver-nichtete für England jede Hoffnung, Amerika wieder unterwerfen zukönnen. Beide Staaten verständigten sich wiederum mit einander, undschloffen 1814 zu Gent den Frieden ab. Amerika heilte seine damalserlittenen Verluste leicht, und nahm seitdem an Achtung und Wohlstandbeständig zu. Im Jahre 1821 erwarb es von Spanien die beiden Flo-rida's, regulirte seine, früher so verwickelten Verhältnisse zu den India-nern, die im Umfang des Gebietes der Union und an deren Grenzenwohnen, und kaufte ihnen theils ihr Land gegen Jabrgelder ab, welchesie sehr pünktlich empfangen, theils nahm sie dieselben in Schutz gegenandere Stämme und verglich ihre Streitigkeiten. Die Seminolen-Jn-diauer Florida's, die einen jahrelangen, blutigen Krieg mit der Unionunterhielten, sind gegenwärtig zur Ruhe gebracht, und werden ihren ro-then Brüden, jenseits des Mississippi folgen. — Die Rankwirren, dieaugenblicklich eine Störung in alle merkannlischen Verhältnisse brachten,gleichen sich aus und sind die Vorläufer eines solideren Unternehmungs-geistes, und die Texasfrage, die jetzt alle Gemüther bewegt, wird trotzder Sympathie, die man den verwandten Texanern widmet, wenigerEinfluß auf die Union haben, als europäische Politiker wähnen mögen,<u>f keinen Fall aber eine Trennung der Union zur Folge haben, sonderndieselbe wo möglich noch fester verbinden. —
Seit dem Frieden zu Gent beobachtet Nord-Amerika die strengsteNeutralität in Beziehung auf eüropäische Angelegenheiten, erklärte aberauch zugleich bei Ausbruch der Unruhen in Süd-Amerika und Mexiko,daß es keine fremde Dazwischenkunft in den Angelegenheiten der altenspanischen Kolonieen dulde» würde. Der Freiheitskampf dieser, ebenfalls"ach Unabhängigkeit ringenden Länder, konnte der Union schon wegenpolitischer Aehnlichkeit, und weil der Verkehr Nord-Amerika's bei Be-friedigung der haüslichen und kriegerischen Bedürfnisse jener entfesseltenStaaten gewann, unmöglich fremd und gleichgültig bleiben; eö unter-setzte sie, wenn auch nicht offiziell, schon aus politischer Sympathie mitKriegs- und andern Bedürfnissen; erkannte sie bereits im Jahre 1822förmlich als selbstständige Staaten an, schloß Handelsverträge mit ihnenöd, und sandte ihnen bevollmächtigte Agenten zu.
. Trotz der mannigfachen Zeitungsberichte über gährende Stimmungentransatlantischen Reiche, trotz einzelnen Ausbrüchen roher Gemüther,nur Privatintereffen verfolgen, oder wie im Laufe dieses Jahres in