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Amerikanisches Staatcnsystem.
der Seeküste, in den Forts an den Seen, und im Binnenlands, an denwestlichen und nördlichen Grenzen benutzt. Die Vermehrung des stehen-den Heeres hält man für die Freiheit und Unabhängigkeit zu gefährlich,und begegnet derselben durch die Miliz, diesem Bollwerk der National-vertheidigung. — Zwar hat die Disciplin und die Manövers dersel-ben der Satyr- schon oft genug Stoff geliefert, dessen ungeachtet ist dieMiliz ein Institut, welches hohe Ächtung gebietet, und welchem dieLandwehr in Deutschland immer noch nicht hinlänglich entspricht. —Kein Mensch kaun von den freien Bürgern einer Republik dieselbe ma-schiuenartige Subordination erwarten, welche von gedungenen Soldatengefordert wird; aber der Bürgersvldat hat hundert moralische Vorzügevor dem marlialen Automaten, welche dem letzteren unerreichbar sind.— Milizen können disciplinirl werden, und militärische Geschicklichkeitmit Intelligenz vereinen; aber die höchste Vollkommenheit eines Söld-ners besteht in blindem Gehorsam gegen seinen Vorgesetzten. Diesemechanische Vollkommenheit ist es, welche ihre Gegenwart in einer Re-publik gefährlich macht, und gegen welche die Organisation einer kräftigenMiliz die sicherste Schutzwehr ist.
Das Heerwesen steht unter dem Kriegs-Departement; das stehendeHeer selbst aber, nach der Armee-Liste vom 30. Nov., 1843 untereinem General en der den Rang eines General-Majors bekleidet,
und dessen Hauptquartier in der City Washington ist, und zwei Gene-ral-Inspektoren der Armee. — Die Armee besteht aus einem RegimentDragoner, einem Regiment Scharfschützen, 4 Regimentern Artillerieund 8 Jnfanlerie-Regimenterii, und zählt: l General-Major, Komman-dant der Armee, 2 Brigade-Generale, 6 Brigade-Generale durch Brevet(welche nur den Gehalt eines Obersten beziehen), I General-Adjutanten,2 assist. General-Adjutanten mit Majors-Brevet, 4 assist. General-Adju-tanten mit Kapiläns-Brevet, 2 General Inspektoren, I Generalquartier-meister, 2 assist. Generalquarliermeistcr, 2 tepntirte Generalquartier-meister, 4 Quartiermeister, 28 assist. Qnartiermeister, I Generalprvviant-kommissär, l assist. Generalproviant-Kvmmisiär, 2 Kommissäre (Majors),4 Kommissäre (Kapitäns), I Generalstabsarzt, 22 Ärzte, 60 Unterärzte,1 Generalzahlmeister, 18 Zahlmeister, l General-Einkansskommissär, 2Proviantverwalter, 17 Obristen, 18 Obristlieukenants, 26 Majors, 2Adjutanten, 172 Kapitäne, 208 Oberlientenanlö, 168 Unterlieutenants,74 Sergeant-Majors, 14 Qnartiermeister-Sergeanlen, 604 Sergeanten,560 Korporale, 18 Obermusikanlen, 240 Musikanten, 4 Oberhornisten(Obersignaltsten), 40 Hornisten (Signalisten), 20 Fahnenschmiede, 120Feüerwerker, 250 gewählte Ordonnanzen und 0,920 gemeine Soldaten.Die Totalsumme der Offiziere beträgt 735 Mann, die der Unteroffiziere,Musiker, Feüerwerker und Gemeinen 11,804 Mann; die Haupttotal»summe der ganzen Armee Mitte >843: 12,539 Mann. —
Durch eine Akte vom 23. August 1842 beschloß der Kongreß, dieArme- bis auf 3,920 Mann zu rednciren; die Reduktion schreitet nachVorschrift allmählig vorwärts, betrug bis Mitte dieses Jahres bereits1,970 Mann, und man hat die Aussicht, das vorgeschriebene Minimumim Laufe des nächsten Jahres zu erreichen.
So ungewöhnlich groß auch die Zahl der Offiziere im Verhältnißzur Anzahl der Gemeinen ist, so muß man doch bedenken, daß die letz-teren, wenn sie gebraucht werden, zu jeder Zeit zu erhalten sind, dieOffiziere hingegen höherer Kenntnisse und der Erfahrung bedürfen. Es