Amerika.
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ist daher ein Princip der Regierung, nie mehr als die Cadres der ver-schiedenen Regimenter zu bewahren, welche im Fall eines Krieges »achBelieben vollzählig gemacht werden können. Zur Erziehung der Offiziereist in West-Point, im Staate Rew-A.rk, eine Rational-Militär-Akade-mie errichtet, in welcher genau dieselben Gegenstände gelehrt werden,wie in den Militär-schulen Frankreichs. — Mathematik und neuere Spra-chen bilden die Haupkzweige des Unterrichts. Die Zöglinge haben sichvor ihrer Ausnahme einer strengen Prüfung zu unterwerfen, und ihreFortschritte werden jährlich durch einen von dem Präsidenten und Senaterwählten Ansschnsi geprüft. Die Zöglinge sind in den Dienst der Ber-einigten Staaten als Kadetten aufgenommen, allen Regeln und Pflich-ten regulärer Soldaten unterworfen, und erhalten wie diese monatlicheLöhnung.
Die Scheidnngslinie zwischen Soldaten und Bürgern ist in Amerikaweniger streng gezogen als in Europa; die Offiziere des Jngenieur-CorpSsind die eifrigsten Beförderer der inneren Verbesserungen der Staaten,und werden von den Bürgern überall verwendet, wo malbematische Kennt-nisse zur Ausführung öffentlicher Werke erfordert werden. — Sie machensich auf diese Art dem Volke nützlich, welches mit den Kosten ihrer Er-ziehung und ihres Unterhalts besteuert ist, und werde», wie alle andernöffentlichen Beamten, Diener des Staates und seiner Bürger. — DerMilitärdienst der Vereinigten Staaten ist übrigens aüsicrst beschwerlich;die Truppen hingegen werden besser bezahlt und verköstigt, als jedesandere Heer. Sie werden gewöhnlich zu Garnisonen der in den südlichenund westlichen Staaten zerstreut liegenden Forts verwendet, nie aber inDörfern oder Städten einquartiert, wo auch keine Kasernen und Mili-tärbospitäler angelegt werden dürfen. Dieser Umstand und die besondereBeschaffenheit der Grenzposten verursachen in Friedenszeiten häufige De-sertionen, aber in Aktivdiensten können sich die Truppen der VereinigtenStaaten mit den besten eüropässchen Soldaten messen, und ihre Offiziereund Generale habe» bis jetzt hinlängliche Proben ihres Muthes und ihrerTapferkeit abgelegt. Das Aussehen der amerikanischen Truppen ist zwarweniger geschmackvoll als das der eüropäjschen Soldaten, denn sie habennie einen eigentlichen Paradedienst zu verrichten; aber dieser Umstandvermindert weder ihre Brauchbarkeit im Felde, noch ihren kriegerischenMuth; die Soldaten sind fortwährend mit der Veitheidigung der FortsUnd der westlichen Grenzen der Union beschäftigt, und haben daher wederdie Zeit noch den Wunsch, ihre körperlichen Vorzüge-zur Schau zu tra-gen, was man eher, wenigstens in den östlichen Küstenstaaten, odervielmehr in den größer» Städten der Küste, der Miliz zum Vorwurfwachen könnte.
In militärischer Hinsicht sind die Vereinigten Staaten in neun De-partements geschieden. Das Departement Nro. I. umfaßt West-FloridaUnd die Staaten Alabama, Mississippi, Louisiana, Tennessee und Ken-tucky; das Hauptquartier desselben ist vvm l. Nov. bis zum SO. Junijeden Jahres zu New-Orleans, und für den Nest des Jahres an der Bayvon St. Louis, oder zu Baton Rouge, wie der Kommandant dasselbebestimmt. Kommandant gegenwärtig Oberst Twiggs. An Militärpostenfind in diesem Departement: Fort Pickens und Mc. Ren in Florida;cVvrt Morgan in Alabama; Fort Pike, Wood und Jesup und die New-Drleans- und Baton Ronge-Barrackö in Louisiana, sämmtlich mit Trup-pen des 7len Infanterie-Regiments und Scharfschützen. — Das Depar-