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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Amerikanisches Staatensystem.

wurde; den mittleren Theil bildet das Bergland der Apalachen und Al-leghanyS, mit seinen vielen Ketten und romantischen fruchtbaren Thälern,und den Westen das gewellte Hochland mit seinen Hügeln und reichemBoden. — Sieben parallel von NO. nach SW. streichende Bergreihen,die Conewango-Kette, die Kittatnmy oder blauen Berge, die sich alsNorth- und Sonth-MvnnkainS in zwei Zweige theilen und in die Tuü-caroras übergehen, die Mahantango Kette, welche in die Broad-Moun-tainS übergeben, die Niktany- und Mnnceygebirge, die steh in mehrereReihen zertheilen, welche den Namen der Shade-, Tussey-, Jack-, Si-deling-, Alleguppy-, Warrior-, Bnilts- nnd Wills-Hillö führen, dieAlleghanys, nach welchen gewöhnlich das ganze Gebirgssystem Penn-sylvania'ö benannt wird, die Lanrel-Hills und die Cheönnts-MonntainSdurchziehen Pennsylvania. Der Boden in den Ebenen ist ziemlich gut,und wo sich die angeschwemmten Erdlager der Flüsse bilden, selbst reich;er enthält indesten viel Sand nnd eignet sich daher mehr zum Wiesen-bau. Die Bergthäler sind durchgehende fruchtbar. Don den Höhen derAUegbanys bis zum Erie besteht die ganze westliche nnd nordwestlicheAbdachung des Landes aus Flötzgebirgen und aufgeschwemmtem Boden,der sich besonders in den Flußthälern durch seine Fruchtbarkeit auszeich-net. Alle primitiven Erdlager liegen im südöstlichen Theile des Landes;auf diese folgen Ganggebirge, die sich in einer Breite von 70 Meilenbis zur Wasserscheide der östlichen und westlichen Flüsse ziehen und zwi-schen Norrislown und Readiug duieb Flötzgebirge unterbrochen werden.— Obgleich nicht unmittelbar an den Ocean grenzend, besitzt Pennsyl-vania drei Flüsse, die den Staat mit dem atlantischen Meere und deinmexikanischen Meerbusen verbinden, und im NW. den Erie-See, durchwelchen er mit dem St. Lorenz nnd den fernsten Seen des Westens com-municiren kann. Diese Hanptflüsse sind: der Delaware, der aus New-Aork kommend, hier den Lehigh nnd Schnylkill in sich aufnimmt, undbis Philadelphia die größten Schiffe trägt; die Snsqnehanna, welche indie Chesapeakebay mündet, eine Menge Siromschnellen nnd Fälle bildet,und in Pennsylvania den Junialta, Cvnedogwinet, Conewago, Mahvnyund Swatara aufnimmt, und der Obio, der durch die Vereinigung deSAlleghany mit der Monongahela gebildet wird. Außer diesen Haupt-flüssen durchströmen den Staat: der Aonhiogany, die Quellenwässer desGeneffee, der Conaheaque, der Antietam, der Mvnvcasy und viele an-'dere kleinere Flüsse. An künstlichen Wasserverbindungen ist Pennsylvaniaaußerordentlich reich, und die Hauptmasse der Staatsschulden erwuchsaus der Anlegung großer Kanäle, die den Grundwerth des Landes be-brütend erhöhten. Binnensee» hat das Land, außer dem Erie-See, nicht,aber eine Menge von Heilquellen, von denen die Bedford- und Z)ork-Springs die besuchtesten sind.

Pennsylvania vereinigt alle Klimate der Welt: es hat die Feüchtig*keit Großbritanniens im Frühling, die Hitze Afrika's im Sommer, einenägyptischen Himmel im Herbst, und die Käste Norwegens im Winter.Westindische Stürme und Orkane ereignen sich beinahe zu jeder Jahres-zeit und die Abwechselung der Temperatur ist außerordentlich. — Deröstliche Theil Pennsylvania'S und die meisten Thäler des Gebirgslandessind sämmtlich in Kultur genommen, nnd die Landwirthschaft ist b?'selbst so blühend, das dieselbe in Amerika sprüchwörtlich geworden ist-die östlichen und mittleren Kantons stehen auf einer hohen Stufe kerKultur und deutscher Fleiß hat Pennsylvania auf diese Stufe gebracht-