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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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305
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Amerika.

SOS

und MuSqnito-Einfahrt, keine Bückten, die Westküste dagegen und dieSübküste West-Florida's die Carlosbay, den Cbarlotte-Hafen, die Tam-Pa- und Vacasassybay und die Apalachicola-, St. Josephs-, St. An-drew-, St. Rosa- und Pensacvla-Bay. — Das Klima ist, im Ganzengenommen, äußerst angenehm, und nur in den mit Wald bedeckten Nie-derungen herrscht im Sommer eine erstickende Schwüle. Auf der Halb-insel wird die Hitze im Sommer durch die Seewinde gemildert und dieWinter sind nur selten streng; in West-Florida schützen die Ausläuferder Apalachen das Land vor den heftigen Nordweftwinden.

Bis jetzt ist Florida wenig mehr als eine blühende Einöde; dasGros des Landes liegt noch in seinem Naturzustände, und eüropäischeKultur findet man nur um St. Augustine, NewSmyrne, Tallahassee,am Snwaney und in den Kanionen der Mitte und des Westens. DieAnsiedelungen im mittleren Theile der Halbinsel leiden durch den fort-währenden, schon seit 1835 begonnenen Jndianerkrieg, und erst, wennalle Seminolen das Land verlassen haben werden, wird auch dieser Theildes Landes sich der Kultur öffnen. — Der Boden, obgleich zum größtenTheil sandig und moorig, ist nngemein fruchtbar, und bringt Baum-wolle, Reis, Mais, Weizen, Bohnen, Gurken, Melonen, Kürbisse, Ba»tatteu und Hanf hervor. Zuckerrohr, Kaffee, Thee und andere Tropeu-gewächse kommen, nach den angestellten Versuchen, recht gut fort undgedeihen außerordentlich, und alle Arten von Südfrüchten gedeihen hierwie in ihrem Vaterlande und werden schon an verschiedenen Orten inMenge angebaut. Der Banmwnchs ist vortrefflich, und in Florida verei-digt sich im Pflanzenreiche der rauhe Norden mit dem milden Süden,Und Fichten- und Tannenwälder wechseln mit Lebenseichen, Orangen nidhohen Palmen. Der Reichthum an Tbicre», vorzüglich an Vögeln, Fi-schen, Amphibien und Insekten wetteifert mit dem der Pflanzenwelt;Wild ist noch in Menge vorbanden, Bären und Cugnare die gefährlich-sten Naubthiere des Landes, und in allen Flüssen und Creeks findet manhen Alligator, der aber nur selten gefährlich wird. — Der Mineralreich-tburn des Landes ist noch zu wenig bekannt; Muschelkalkstein und Mergelfind vorherrschend; Steinkohlen und Eisenstein hat man bereits entdeckt,">>d an verschiedenen Orten, im Bette der Flüsse wie im freien Felde,spuren Goldes bemerkt, bis jetzt aber keine näheren Nachforschungendarüber angestellt.

Die Bevölkerung Florida's besteht größtenteils aus eingewandertenGeorgiern, Kentuckier», Snd-Carolinern und Neü-Englänkern, einigenSchotten, Iren und Engländern, und nur wenigen Deütschen; in Ost»morida aus wenigen, in West-Florida aber noch zum großen Theil ausZurückgebliebenen Spaniern, und im S. der Halbinsel aus 13 verschie-denen Jndianerstammen, die jetzt noch zusammen gegen 3v,vüv SeelenZahlen. — Nach dem letzten Census besaß Florida, ausschließlich derJn-maner, eine Bevölkerung von 54,477 Seelen, worunter 817 freie Far-dlge und 25,717 Sklaven. — Für Schulen ist hier noch wenig gethan;

Kirchen findet man am meisten nur katholische; die protestantischenb/en haben bis jetzt nur wenige Kirchen, doch wandernde Prediger und^Nstvnäre in ziemlicher Anzahl. — Die Verfassung des Landes wurde^-2 (1821 war es von Spanien erworben worden) durch eine Akte desfestgestellt, und bis das Gebiet hinlänglich bevölkert ist, umin bfifiü"diger Staat der Union beitreten zu können, die Regierungdie Hände eines Gouverneurs gelegt, der von dem Präsidenten und