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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Amerikanisches Staatens-stem.

Ganzen genommen aber gemäßigt und gesund; die Sommerhitze ist mä-ßig, nur in den Flußtbälern und Niederungen drückend und ungesund;der Winter ist mild; Frühling und Herbst sehr angenehm. Das Obio-thal ist wärmer als der übrige Theil des Landes, und zwischen der Mün-dung des Sandnöky in den Ene-See und der Vereinigung des Sciotound Ohio ist ein Unterschied im Klima von 3 Wochen.

Vor einigen fünfzig Jabren noch vollkommene Wildniß, ist Ohiojetzt einer der angebautetsten Staaten. Landwirthschast ist die Haupler-werbsqnelle der Bewohner: Weizen und Mais, Roggen, Gerste, Hafer,Flachs und Hanf, Kartoffeln und Runkelrüben, zu Zucker, werden i»Menge gebaut, und im Ohivthale Tabak und selbst etwas Indigo undBaumwolle. Gemüse und Küchenkraüter kommen überall gur fort; Obstgedeibk vortrefflich und alle Farmer haben ausgedehnte Aepfel- undPfir-schengärten; wilde Neben bekränzen die Hügel und liefern süße Trauben,und an verschiedenen Orten bat man Versuche gemacht, den Weinbaueinzuführen. Die Viehzucht ist ausgezeichnet: Rinder und Schweine wer-den in großen Heerde» für die östlichen Märkte gezogen und der Pferde-zucht viel Aufmerksamkeit gewidmet. Die Holzwinhschast ist sebr ver-nachlässigt, obgleich das Land noch herrliche, kolossale Waldungen bietet.In den feuchten, Ueberschwemmungen ausgesetzten Flnßthalern bildenNnßbaüme, Gleditschien, Ulmen, Ähornbaüme und Platanen die vor-herrschenden Banmarten; an den Ufern des Ohio wechseln der weißeAhorn mit dem prächtigen Laubwerke und die schwarze Weide mit ein-ander ab und gewähren einen herrlichen Anblick, und in den höher ge-legenen Theilen des Staats sind Tulpenbaüme, weiße Eichen und derZnckerahorn vorzüglich zu finden. Die Waldungen sind noch immer reichan Wild, besonders an Nothwild und allerhand Pelzthieren, und diegrauen Eichhörnchen sind in manchen Jahren eine wahre Landplage undschaden dem Maisbau außerordentlich. Federwild ist in außerordentli-cher Menge zu finden und der wilde Trulbahn hier eigentlich zu Hause.Die Flüsse sind durchgängig reich an Fischen, und der Ohio besondersan Stören, Hechten, Forellen, Katz- und Büffelfischen. — Schildkröte»findet man in Menge, und «schlangen, unter denen die gefährliche Klap-per- und die Knpferschlange, in allen Theilen des Landes. — An Mine-ralien verschiedener Art ist daS Land sehr reich, doch wird der Bergbaunoch nicht gepflegt, und nur etwas Snmpfeisen am Hockbocking, aMBnsh-Creek und den Kantons Adams und Columbia»» auf einigen Hoch-öfen verarbeitet; Steinkohlen werden im östlichen und nordöstlichen Theiledes Landes in Menge gewonnen, und Salzquellen, die zusammen jähr-lich gegen 8VN,«U6 Bnshelö Salz liefern, sind in den Kantons Mnskin-gnm, Morgan, Jackson und Gallia. — Der Kunst- und Gewerbfleißhat schon bedeütend« Fortschritte gemacht: Baumwollen- und Wvllenma-nnfakluren, Twist-, Mehl-, Säge-, Walk-, Oel- und Pnlvermüblen»Brauereien, Brennereien, Hochöfen, Eisenhämmer, Potterien, Gerbe-reien und Glashütten sind schon in verschiedenen Theilen des Staatö ingroßer Anzahl errichtet, und der Schiff- und Dampfbvotban beschäftigam Ohio eine Menge Hände. — Der Handel ist von großer Bedeutung»und wird durch mehrere Eisenbahnen, durch 767 Meilen Kanäle und 27Banken, die zusammen ein Kapital von 12 Millionen Dollars bestyrtz»unlerstützt. Die Ausfuhren bestehen in Landesprodukte» aller Art;.,b>eEinfuhren in Kolvnialwaaren über New-OrleanS und Manufakten »berBaltimore und Philadelphia. — Die Weizenernte lieferte in» 2-^r»