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Amerikanisches Staatenspstem.
dieselben auch schon zum Theil. — Der Kunst- und Gewerbefleiß ist i»den letzten Jahren sehr in Aufnahme gekommen, au den nöthigsten Hand-werkern ist kein Mangel mehr, alle feineren Manufakte und Fabrikatemuffen demnngeachtet aber immer noch von Pittöburg und New Orleanseingeführt werden. — Mehl- und Sägemühlen, Schrot- und Kugelgie-ßereien, Brauereien, Gerbereien, Salpeterhütten, Brennereien, Pulver-mühlen, Hochofen, Bleischmelzen und Salzsiedereien sind bis jetzt dieeinzigen gewerblichen Anstalten des Landes, und ihre Erzeüguisie, so wieLaudesprvdukte, als: Blei, Kohlen, Salz, Salpeter, tzaüte, Rind - undSchweinefleisch, Talg, Wachs, lebendes Vieh, Getreide, Hanf, Flachsund Leinsaat über St. Louis, dem Hauptstapelplatz des Landes, denMississippi hinunter nach New-Orleans geschifft, Blei, Schrot, Haüte undPelzwerk aber größtenteils dem Ohio auswärts, über Pittöburg nachden östlichen Staaten gebracht. — Der Handel St. Louis ist bedeütettd,wird durch vier Banken unterstützt. Die Einfuhren betrugen im Jahre1842: 6,523,500, die Ausfuhren 8,423,735 Doll., und 1843 vom I. Jan-bis 12. Aug. die Einfuhren 7,950,812, die Ausfuhren 8,223,708 Dollars.Die Dampfschifffahrt ist bedeutend, und 1843 landeten in St. Louis,während der angegebenen-Zeit, 967 Dampfbvvte.
Die Bevölkerung Misionri'ö macht reißende Fortschritte: von 1830bis 1840 hat sich dieselbe fast verdreifacht und beim letzten Census bestessich deren Zahl auf 383,702, worunter 1,574 freie Farbige und 58,240Sklaven. Auch hier findet man die Bewohner aller Länder Europa'sund der Union vereinigt; das Gros der Bevölkerung lebt, bei strengetArbeit, doch glücklich und zufrieden und Niemand sehnt sich zurück i»die früheren Verhältnisse. — Der Beschäftigung nach sind 742 im Berg-bau, 92,408 in der Landwirtbschaft, 2,522 im Handel, 11,100 in Ma-nufakturen und Gewerben, 1,924 in der See-, Fluß- und Kanalschisstfahrt und 1,469 im gelehrten Fach bethätigt. — Die zahlreichsten Sekte»sind die Methodisten, welche 89 wandernde Prediger, die Baptisten,welche 171 Kirchen und 138 Prediger, die Presbyterianer, welche 49Geistliche und die Katholiken, welche l Bischof und 41 Priester im Landehaben. Alle andern Sekten sind auch hier vertreten, haben aber bis jetztnur wenige Kirchen. — Für Schulen wird seit einigen Jahren viel g^thau und auch hier ist der 36ste Theil aller Ländereien dem Schnlfo»düberwiesen. An Universitäten und Colleges zählt man bereits 6 i>nStaate mit 495 Studenten, an Akademien und lateinischen Schulen 47mit 1,926 Studenten und an Elementar- und Volksschulen 64216,788 Schülern.
Auch hier ruht die Regierung in den Händen einer General -Ver-sammlung, die aus einem Senat von 18, und einem Hause der Nepn^sentanten von 49 Mitgliedern besteht, von denen die des Senats a»l4, des Repräsentantenhauses auf 2 Jahre vom Volke erwählt werde»'Der Gouverneur, welchem ein Lieutenant-Gouverneur zur Seite st^c'übt die vollziehende Gewalt, und beide bekleiden ihr Amt 4 Jahre.richterliche Gewalt ruht in den Händen eines Obergerichts, eines Ks>»^leigerichts, 14 Kreisgerichten, eines Gerichts der gemeinen Klagen, eineKriminalgerichts, und in so vielen Kantonsgerichten, als derKantons zählt. — Die Staatsschulden belaufen sich auf 2,929,557 Do»>
Der Staat Missouri zerfällt gegenwärtig in folgende 62 Kanton ,welche wiederum in Ortschaften geschieden sind, deren jede 36 lUMeue"enthält: