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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Amerika.

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Mine 50, der Chariton 30, der Grand-Niver 600 Meilen aufwärtsbovrbar sind, ein Wassersystem von 15,000 Meilen. — Das Klima istangenehm nnd gesund, gleichmäßiger als in den östlichen Staaten unddie Temperatur weniger springend als dort. Der Winter beginnt An-fangs December und währt bis Ende Februar, ist öfters ausnehmendkalt, und alle Flüsse so mit Eis belegt, daß man den Missouri sowohlals Mississippi mit Wagen passiren kann. Die Regenzeit folgt dem Auf-brechen der beiden großen Flüsse, und hält, mit Intervallen, den größ-ten Theil des Februar und März an. Sobald die Regenzeit vorüber ist,entwickelt sich die Vegetation mit außerordentlicher Schnelligkeit, undim April sind alle Wälder mit Laub und die Prairies wie mit buntenTeppichen überzogen. Der Sommer ist heiß, oft drückend; der Herbst,im Ganzen genommen, mild. Gegen Ende Octvber beginnt der india-nische Sommer, während welcher Zeit das Wetter trübe, die Atmosphärerauchig und Sonne und Mond zu Zeiten ganz verdunkelt sind; er hält15 — 20 Tage, ist angenehm warm, bietet aber nie einen so heitern Him-mel, wie die indianischen Sommertage im Osten des Mississippi.

Landwirthschaft, Bergbau und Viehzucht sind die Hanpterwerbs-quellen der Bewohner Missouri's; für Ccrealien aller Art bietet dasLand den geeigneten Boden: Weizen, Roggen, Hafer nnd Geiste gedei-hen herrlich; Mais ist bis jetzt der Stapelartikel, Baumwolle wird bisKap Girardeau hinauf gebaut, Reis im Kanton New-Madrid; Tabakgedeiht vortrefflich und verspricht einst ein Hauptansfuhrartikel des Lan-des zu werden; Erbsen, Bohnen, Kartoffeln, Gurken, Melonen, Kür-bisse, Bataten, Hans, Flachs, Hopfen und allerhand Gartengewächsekommen überall im Lande fort und bringen reiche Ernten. Die ausge-dehnten PrairieS und Niederungen begünstigen die Viehzucht außeror-dentlich; mancher Farmer hat 100 — 200 Stück Rinder auf den Prairiesweiden, und Schweine in Heerden von 500 —1000 Stück, die ohne Pflegein den Waldungen sich nähren nnd mehren. — Obgleich der Hanptcha-rakter des Staates Prairie ist, wechselt diese doch längs den Flüssen mitstämmigen Waldungen, und in einigen Kantons am nördlichen Ufer desMissouri sind die Waldungen vorherrschend und man findet in denselbenalle Baumarten des benachbarten Illinois und Arkansas. Die Höhenam felsigen Ufer des obern Mississippi und die kiesigen Hügel des Mi-Uendistrikts sind mit rothen Cedern bedeckt; in den Prairies findet manUsschiedene Eichen- und Nußarten in Gruppen und Hainen; auf denNiederungen gemischten Wald von kolossaler Große; im südlichen Theilebis Staats die Cypresse vorherrschend, und im W., am Gascvnade, großeWaldungen von weißen und gelben Fichten und Tannen. Wilder Weinwächst überall in Menge und eßbare Beeren in allen Theilen des Lan-bes. Wild findet sich noch reichlich: Bären, Rehe, virginische Hirsche,Hasen, Naccoons und Opossums und verschiedene Arten Eichhörnchen sind-iberall im Lande, und eben so im Westen Bisons und Elenns, die sonst^ keinem Staate der Union mehr gefunden werden. Federvieh findetin Menge, und an wildem Geflügel: Wandertauben, Truthühner,wilde Enten, Gänse und Schweine. — Der Mineralreichthum Missouri'svon keinem Staate übertroffen; Blei und Eisen sind die vornehm-aem stalle und namentlich wird ersteres in nngeheürer Menge bereitsz,, onnen. Salpeterhöhlen und Salzquellen findet man in jedem Kan-te» "r- ^chs der letzteren hat sich der Staat zu seinem Besten vorbehal-«> Steinkohlenlager hat man bereits mehrere entdeckt und bearbeitet