1
Amerika.
373
lall,
erer
upt-
iher
ßen
schenraümen von S—4 Fuß Feuer daran legt und solches unterhält, bisder Stamm durchgebrannt ist, worauf man die Blöcke entweder zu Brenn-holz benutzt, oder auch zusammenrollt und verbrennt. — Ist nun dasFeld auf diese Weise zur Kultur vorbereitet, so wird es mit dem Pflugeflach aufgebrochen, wobei man indeß sehr vorsichtig zu Werke gehenMuß, indem die Spitze des Pflugs leicht unter die großen Baumwurzelngeräth und nicht selten zerbricht. Nach einigen Jahren verfaulen nundie Wurzeln und die Baumstümpfen können dann ohne Mühe heraus-genommen und verbrannt werden. — Bei der Urbarmachung der Prai-rics bricht mau den Grasboden, der, wenn es im Herbste geschieht, zu-vor abgebrannt wird, mit einem starken Pfluge flach um, damit dieGrasdecke umgewandt wird und vermodern kann ; worauf dann das Feldim nächsten Frühlinge abermals durchgepflügt und geeggt wird, um dieetwa nicht gefanlte» oder verwitterten Graswnrzcln an die Oberflächezn bringen. Die Graswurzeln des wilden Prairiegrases sind sehr hartund zähe, daher im schweren Boden 3 — 4 Gespann Ochsen erforderlichsind; leichter loser Boden kann mit 2 Gespann gebrochen werden. Mankann 3/. tsts höchstens ein Acre mit einem Pfluge täglich aufbrechen. — DieEinfriedigung des Ackerfeldes geschieht, wie in der Union, gewöhnlichdurch gespaltene Riegel von 10 FußLänge und etwa 4Zoll Dicke. Diesewerden im Zickzack Wechselsweise auf einander gelegt, bis man die ge-hörige Höhe hat, wozu etwa 8—10 zu jedem Fache erforderlich sind; zurEinfriedigung von einem Acre werden 7—800, zu 10 Acres 3,000 Riegelerforderlich sein; überhaupt kann man auf jeden Fuß, den das StückLand im Umfange hält, einen Riegel rechnen. Zu Riegeln wählt manüberhaupt diejenigen Holzarten, welche sich leicht spalten lassen. Manbezahlt dort für Anfertigung solcher Riegel, einschließlich des FällenSder Bäume, wenn mau das Holz liefert, 1'/-—2 Dollars für 100 Stückund ein Arbeiter kann davon 100—150 Stück täglich machen, obgleiches eine der schwersten Arbeiten ist. Die Bebauung des hier der Anlagenach beschriebenen Ackerfeldes geschieht folgendermaßen: als erste^Ernteauf neüem Lande baut der Pflanzer, um erst für sich und die Seinenden nöthigen Nahrungsstoff zu haben, Mais oder türkischen Weizen,hier schlechtweg Korn genannt, in die leeren Zwischenräume der Furchen,Melonen, Kürbisse, Gurken, Bohnen und andere windende Gewächse,die wie der in Reihen gesteckte Mais ebenfalls zu Zeiten gehaü-selt und von Unkraut frei gehalten werden müssen. Der Mais wirdin der ersten Hälfte des Monats März gepflanzt; spätere Pflanzungenim April und Mai sind unsicher, indem derselbe zum bessern Gedeiheneinige starke Regenschauer und zwar eines nach dem Aufgehen, eineszur Zeit des zweiten Pflügens, und eines dritten, wenn er Kolben an-seht, bedarf, und diese Perioden gewöhnlich im April und Mai beimMondwechsel fallen, später aber nicht sicher darauf zu rechnen ist. ImAugust oder September werden die reifen Kolben mit den Hülsenblätternabgebrochen, eingesammelt und in trockenen, aber luftigen Speichernaufbewahrt. — Zum Baumwollenbau wird das Land eben so vorgerich-tet, wie znm Mais; nur werden, da die Pflanzen ihre Äste weiter aus-breiten, die Furchen, statt wie beim Mais 4 Fuß, hier 6 — 8 Fuß weitvon einander gezogen, und zwar am besten von Süden nach Norden,weil alsdann die Sonne ihre Wirkung besser auf den Boden aüßernkann. Die Samenkörner streüt man weitlaüftig in die gemachten Fur-chen entlang; sie gehen im günstigen Falle schon nach vier Lagen auf,