Amerika.
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Tabak gedeiht in Texas ebenfalls ganz vorzüglich und gelangt beigehöriger Abwartuug zu einer besondern Güte. Das Verfahren bei derKultur desselben ist folgendes: In den letzten Tagen des Februar säetMan den Samen auf ein Beet, auf welchem man vor dem Umarbeitenetwas Gestrüppe verbrannt hat, um es durch die Asche recht fruchtbarZu machen. Der Tabakssamen wird kurz vor einem zu erwartende» Re-genschauer auf die Oberfläche dünn ausgeftreüt, wo ihn dann der Re-gen hinlänglich in die Erde schwemmt. Haben die Pflanzen etwa 4—6Blätter, so werden sie auf ei» fruchtbares, gut geackertes Land, etwa 3Fuß von einander, ausgepflanzt; sie wachsen leicht an, vorzüglich wennMan die Anpflanzung bei regnichtem Wetter vornimmt, weßhalb manwohlthut, dieses abzuwarten, indem es nicht schadet, wenn die zu ver-setzenden Pflanzen auch größer sind. Späterhin haüft man dieselbenetwas an, und bricht oder kneipt, wenn sie etwa 16 oder 12 Blätterhaben, den Kopf oben aus, wodurch der Saft in die Blätter getriebenwird und dieselben um so größer und besser werden. Den Geiz oderdie Sprößlinge bricht man von acht zu acht Tagen sorgfältig aus undduldet auch an der Wurzel keine Nebenschosser. Haben die Blätterjedoch ihre Größe erhalten, so läßt man einen Sprößling au der Wur-zel stehen, schneidet, wenn der alte Stamm reif ist, was man an demGelb- oder Gelbfleckichtwerden der untern Blätter erkennt, diesen dichtan der Erde ab, wo dann der junge Sprößling den neüen Stamm bil-det und ebenso behandelt wird, als die ausgesetzte Pflanze. Auf dieseWeise erntet man hier, wenn die Witterung nur einigermaßen günstiglft, dreimal von einem Stamme. -- Dame und Bataten, die in Texasdie Stelle unserer Kartoffeln vertreten, welche sie indessen an Süßigkeitund Wohlgeschmack übertreffen, werden ebenfalls in Menge gebaut. —Bon Weizen wird bis jetzt nur eine Sorte, der kleinährige Sommer-weizen gebaut; Roggen kommt sehr gut fort; er wird im Herbste ge-met, und zwar nur dünne, weil die Stämme sich sehr ausbreiten unduft an 8« Halme treiben; im Mai wird er geerntet, trägt 25 — 30Bushels per Acre, und das Land kann, wenn es sofort nach der Erntewieder umgepflügt wird, noch im nämlichen Sommer zum Mais- oderBaumwollenbau benutzt werden. — An Küchengewächsen ist hinsichtlichder Auswahl noch Mangel, und der Küchengartenbau liefert bis jetztNur Erbsen, Bohnen, Kohl, Kürbisse von verschiedene» Sorten, rotheund weiße Rüben, Mohren, Salat und Zwiebeln, Melonen wachsen ingroßer Menge von außerordentlicher Größe und ganz vorzüglich gutemGeschmacke, namentlich ersetzen die Wassermelonen durch ihren zucker-süßen kühlenden Saft zum Theil das Obst, welches hier noch fehlt; zwar'st mit Obstanlagen der Anfang gemacht worden, doch sind die Obst-garten noch zu jung, nur Pfirsichen und Feigen wachsen allenthalben,Und in den Küsteugegenden gedeihen Citronen, Orangen, Granatapfelund Ananas. — Die Vegetation ist bei manchen Gewächsen außerordent-^ch; Radieschen, Kohl, Rüben und Bohnen gehen oft schon am dritten^?ge »ach dem Säen und Legen auf und wachsen schnell heran. Alle"'upaischen Gemüse- und Obstarten würden hier üppig gedeihen, wennA,*> ^dmand Samen mitbrächte. Der Amerikaner denkt nicht an died-i, Gegenstände, und die wenigen hiesigen Eüropäer sind in
Av! Jahren ihres Hierseins vollauf mit der Einrichtung ihres
beschäftigt gewesen, und konnten daher bis jetzt noch wenig? " und Kosten auf die Anschaffung und Kultur derselben verwenden.