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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Amerikanisches Staatensystem.

hinaufsegelte. Die Eingebvrnen, welche sich seiner Landung widersetzten,schlug er auf der Ebene von Ceutla in einer entscheidenden Schlacht,nahm das Land im Namen seines Königs in Besitz, überredete die In-dianer durch den, der Landessprache kundigen Mönch Aguilar, sich z»Unterthanen des Königs von Spanien zu bekennen, und erwarb sich hiereine Geliebte, die später unter dem Namen Donna Marina zum Chri-ftenthume übertrat und ihm bei der Unterjochung des Landes so wesent-liche Dienste leistete. Da die Rhede vor der Chiapa ihm keinen sichernHafen bot, segelte Cortez weiter nach Westen, und landete am 2 i. Aprilim Hafen Sän Juan d'Ulloa, wo er seine Krieger ausschiffte. '

Anahnac, das von ihm betretene Land, war ursprünglich von Jn-dianerstämmen, den Taltecas, CbechemecaS, Olmecas und Ottomies undandern bewohnt, die schon aus dem Zustand der Natur herausgetretenwaren und in gesellschaftlichen Verbindungen unter eigenen Kaziken stan-den, als im Jahre 1166 die Azteken, eine mächtige Nation im Nordendes Meerbusens von California, unter Hnitzitan, in's Land kamen, sichunter den Eingebvrnen niederließen, diese in der Folge sich unterwarfen,1325 die Stadt Mexiko gründeten und diese gar bald zum Sitz einesmächtigen Reiches erhoben. Die Negierungsform der Azteken war an-fangs aristokratisch: Acapamitzin wurde 135,2 ihr erster König, unterwarf !sich alle benachbarten Stämme und dehnte die Grenzen seines Reichesbis an beide Oceane aus, doch behielten alle unterworfenen Völker ihreangestammten Kaziken. Als die Spanier unter Grijalva die Küste vonAucatan erreichten, gelangte die Kunde davon sogleich zu Ohren Mon-reznma's, der damals auf Acapamitzins Throne herrschte. Eine Sageging unter dem Volke der Azteken: daß einst ein großer Geist, der Qnet-zalcoatl oder der Gott der Luft, aus Osten zur Erde wiederkehren unddas Volk beglücken werde. Die Beschreibung, welche die Boten von denneüen Ankömmlingen, von ihrer ungewöhnlichen Gestalt, der Majestätihrer geflügelten Fahrzeuge, — und ihres feüerspeienden Donners ent-warfen, brachte den König und seine Räthe auf den Gedanken, daß dergroße Geist auf die Erde herabgestiegen sei, und Monteznma ließ schnellGesandte abgeben, um ihn zu bewillkommen, doch diese kamen zu spät»Grijalva war bereits wieder abgesegelt. — Kaum aber war Cortez ge-landet, als ihm die Abgesandten des Beherrschers der Azteken mit Freünd-schaftsversichernngen nnd Geschenken entgegen kamen, von ihm gütig auf-genommen wurden, zugleich aber erfuhren, daß er nur mit dem Königselbst verhandeln dürfte. Zugleich empfing er eine Deputation der To-tonacas aus Chempoalla, deren Kazike mit dem Joche der Azteken un-zufrieden, die neüen Ankömmlinge zu sich einlud, um bei dieser Gelegen-heit dasselbe abzuschütteln, dämpfte den Ansbruch eines Aufstandes seinerMannschaft, der durch Mangel an Lebensmitteln hervorgerufen war,vermochte dieselbe ihn zum obersten Statthalter der neüen, zu gründen-den Kolonie auszurufen, nnd segelte nach dem Hafen Chiahuintzla, woer die erste feste Kolonie der Spanier, Vera-Cruz, anlegte, mit den To-tonacas ein Bündniß schloß, nnd sich nun zu seinem abenteüerlichen Zntznach der Hauptstadt der Azteken rüstete, nachdem er vorher die Flotillevernichtet, die ihn nnd seine Begleiter nach der Küste Mexiko's gebracht,um seiner Mannschaft bloß die Wahl zwischen Sieg oder Tod zu lassen.

— Mit 415 Mann Fußvolk, 16 Reitern, 266 indianischen Lastträgern,einiger Artillerie und einigen Hülfstrnppen der Totonacas, zog Corteznun nach Tlascala, das ihn 14 Tage aufhielt; besiegte hier ein Heer