Amerika.
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von 100,000 Indianern, die sich seinem Zuge widersetzten, später abermit ihrem Kaziken dem Könige von Spanien unterwarfen und Corteztreüesie Bundesgenossen wurden; bestrafte bei Cholula durch Nicdermctz-lung von 6,00V Indianern einen verrätherischen Ueberfall, und erschiennun im Thäte von Mexiko, wo er abermals von einer GesandlschaflMontezuma's empfangen wurde, die er aber mit dem festen Bescheidezurückwies, nur in der Hauptstadt mit dem Monarchen selbst verhandelnzu wollen. So erschien Cortez vor den Thoren der Hauptstadt, vor Me-xiko, in der Sprache der Azteken: dem Wohnsitz des Kriegsgvltes, wel-cher Mexitli oder Huizilopochtli genannt wurde, wo ihn der entgegen-kommende König selbst einführte und ihm ein großes Gebäude zur Woh-nung anwies, das Cortez schnell in ein Fort verwandelte. — Den Mo-narchen, der mit seinen Unterthanen die Spanier für höhere Wesen, alsdie Begleiter des längst erwarteten mächtigen Geistes ansah, eine Sage,die diese trefflich zu ihrem Vortheil zu benutzen wußten, lockte Cortezunter einem Verwände in seine Wohnung, wo der unglückliche Fürstzum Gefangenen gemacht, und nach halbjähriger Haft gezwungen wurde,sich zum Vasallen des katholischen Königs zu erklären und eben so wußteCortez sich der andern vornehmen Häuptlinge der Azteken zu bemächti-gen. — Mittlerweile hatte Diego Velasqnez, Statthalter anf Cuba, auf-gebracht über Cortez eigenmächtiges Verfahren, unter Narvaez Anführungeine Flotte von >8 Segeln mit 1,358 Mann ausgerüstet, um Cortez alsRebelten und Verrälhcr nach Cnba zurückzubringen. Die Flotte war zuVera-Cruz erschienen, wo Cortez 50 Mann zur Deckung zurückgelassenhatte; auf die erhaltene Nachricht eilte er selbst schnell nach dem Hasen,bewog Narvaez Truppen unter seine Fahnen zu treten, und führte sieMit sich nach Mexiko, wo während seiner Abwesenheit ein allgemeinerAufstand der Azteken gegen die Spanier ansgebrochen war. Cortez wurdevon ihnen in seinem Fort belagert; sein königlicher Gefangener sollte denSturm beschwören, allein seine Unterthanen beantworteten dessen AnredeMit einem Hagel von Steinen und Pfeilen, und der unglückliche Monte-zuma starb nach einigen Tagen an den Folgen der empfangenen Wun-den. Cortez sah sich nun zum Rückzug genöthigt; er verließ die Haupt-stadt in der Nacht vom I. auf den 2. Julius 1520, nachdem vorher alleGefangenen und Geißeln niedergemetzelt worden waren, und verlor aufstinem Rückzüge 450 Spanier und 4,000 indianische Hülfstruppen. —Vei Otompan besiegte Cortez das über hundert tausend Mann starkeVerfolgungsheer der Indianer, erreichte am 8. Juli Tlascala und rüstetesich hstr zu einem neüen Zuge nach Mexiko, wo während dessen Cuitla-huatzi,, sich auf Montezuma's Thron befestigte. — Von Tlascala ausUnterwarfen sich die Spanier die Kaziken von Tepejacan, Quauhquechol-m». Xalatzinzo, Tecamachalco und Tochtepec; die Pocken, welche durch"neu Negerknaben in Narvaez Heer auf die neüe Erde gebracht wordenwaren, richteten entsetzliche Verwüstungen unter den Indianern an; selbstneüe König der Azteken wurde von ihnen hingerafft und an seinerStelle Quanchtemotzin auf den Thron gehoben. — Mit einem neuenHeere von 40 Reitern, 550 spanischen Schützen und 110,000 Mann in-Manjschen Hülfstruppen von Tlascala u. a. O. brach Cortez am 20. Dec.c?2v von neüem nach der Hauptstadt auf, eroberte Quauhhanuac und^.vchimilco, umging den See von Tezcuco, und begann am LI.Mai 1521Me Belagerung der Stadt Mexiko, die mit großem Muthe vertheidigt,"st am 21. Äug., nach einer 75tägigen Belagerung, fiel. Unerhörte