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Amerikanisches Staatensystem.
Quito von den Spaniern frei; die Schlachten bei Ayacucho 1824 gabenNieder-Peru, die bei Tamaela Ober-Peru die Freiheit; die Spa-nier kapitulirten, und als 1826 die Festungen Callao und Ulloa fielen,harte Spanien nichts mehr auf dem Festlande von Amerika! — Amerikawar frei und unabhängig, wenn gleich Partcienkampf die einzelnen 16Sraaren spanischer Nationalität noch jetzt durchglüht, und wird so be-stehen, wenn auch Form und Größe dieser Staaten sich nach Zeit undBedürfniß ändern mögen.
b. Bestandtheile dieser ötaatengruppe. — Physische Beschaffenheit.
Das frühere spanische Amerika zerfällt gegenwärtig in 16 Staaten,von denen die Vereinigten Staaten von Mexiko und Ducata» !zu Nord-Amerika gerechnet werden, Guatemala, Sän Salvador,Honduras, Nicaragua und Costa Rica Central-Amerika bilden,und Neü-Granada, Venezuela, Ecuadar, Peru, Bolivia,Chile, dieVe reinigten Staaten des laPlata, Paraguay undUraguay in Süd-Amerika gelegen sind. Der ganze ausgedehnte Län-derkomplex gehört durch seine äußere Konfiguration zu den merkwürdig-sten unseres Erdballs; vom Süden an zieht sich bis hinauf in die nochunbekannten Ländereien Neü-Mexiko's die Hauptkette der Anden, derensüdlichste Trümmer die Straße Magelhaenö einfassen; von hier bis zurLandenge von Panama bildet die ganze, gegen ein tausend geogr. Mei-len lange Gebirgskette unverkennbar eine ungeheüre Grenzmauer gegenden Ocean, die bald rechts bald links Seitenzweige hinauswirft, diebald durch Thäler vom Hauptzug getrennt erscheinen, bald ein einzigesGanze bilden, und selbst da, wo sie wie in Quito in einer doppeltenLinie sich auflhürmen, sind nur die Gipfel getrennt, und die Hauptmasseein einziger Gebirgsstock. Patagonien, den inneren Theil der la Plata-staalen, Cbile, Bolivia, Peru und Neü-Granada durchziehend, nimmtnach N. die Höbe des Gebirges immer zu, wiewohl auch in Chile schonbedeutende Gipfel aufsteigen, von denen der höchste, der Descabezado,nach Mvlina, 20,006' Höhe haben soll. Überall greifen seine Gipsetüber die Schneelinie hinaus; seine größte Höhe erreicht es zwischen demÄquator und Lat. 3° S., wo ein zusammengetbürmter Gebirgshaufc»,der die Benennung Päramo del Assuay führt, sich bis anf 4,800 Metreserhebt; an und auf ihm bei Lcxa liegen die durch ihren Reichthum anChinarinde berühmten Wälder und mehrere Hochebenen, hier Llano delPullal genannt, von sechs und mehr Quadratmeilen, mit außerordent-lich sumpfigem Boden, verbreiten sich auf dem Assuay, über welchen dttberühmle Jncastraße führt. Wie ein ungeheürer Damm steht er vordem südlichen Ende der berühmten Hochebene von Quito und verbindetdie Doppelreihe der Felsengipfel, welche an beiden Seiten derselben auf-steigen. Diese Hochebene zieht sich von dem Assuay, etwa unter La'-2° S., über Nivbamba und Quito 37 deütsche Meilen weit nordwärts,bis zum Basaltgebirge am Nio Chota; sie ist die Perle der ProvinzQuito, zählt mehrere Städte von 30—50,000 Einwohnern, die, eiligesden durch das glückliche Klima eines ewigen Frühlings und den vor-trefflichen Boden, sich hier niederließen, und liegt von 2,700 bis 2,900Metres über dem Spiegel des Meers; sie prangt mit herrlichen, reicht'Frnchtgefilden, Obstgärten und den schönsten Weiden, und rechts uuolinks derselben erheben sich die Gipfel des ganzen Gebirges in einzeln"'