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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Amerikanische- Staatensystem.

Ebene, und nur weiter nach N. zu scheint sich dieses sonderbare GebirgStplateau allmählig zu verflachen. Im Innern von Mexiko ist die Kon-figuration des Bodens der Anlage von Längeuverbiudungen außerordent-lich günstig, dagegen gewähren die Querdurchschuitte, von den Küstendes Australoceans bis zum Golfe, auf einen Blick die Ansicht der natür-lichen Hindernisse, welche sich der Verbindung zwischen dem Innern desReichs und den Küsten entgegenstellen. Überall zeigt sich hier eine auf-fallende Verschiedenheit der Höbe und Temperatur, während das innereGebirgsplateau bis Nnevo Biscaya hin ununterbrochen fast in gleicherHöhe fortlaüft und eher eines kalten als gemäßigten Klima's genießt.Der Abfall des Gebirges gegen den Golf ist kürzer und schroffer, alsgegen den Australocean, und während man von der Grenze der Hoch-ebene ununterbrochen bis nach Vera Cruz herabsteigt und der ganze Wegein fortdauerndes beschwerliches Herabklimmen ist, findet man nach demAustralocean zu, auf der Straße nach Acapulco, vier bebrütende Längen-thäler, die von 6,»24 bis 4S2' an Höhe auf einander folgen und so all-mählig nach dem Gestade herabführen. — Die Andenkette der südlichvon Mexiko liegenden Staaten gewährt hinsichtlich deö Abfalls das um-gekehrte Verhältniß, da hier der Abfall nach Westen kurz und schroff,»ach O. hingegen auf Hunderte von Meilen ausgedehnt ist. — DerKüstensaum im Norden, in den Vereinigten Staaten von Mexiko, amGolfe sowohl als am Australocean, enthält nur den aüßersten Abfalldes Bergplateau's, und erweitert sich hier mehr, dort weniger. Zu ihmgehört: der größere Theil des Staats Vera Cruz, mit Ausnahme derGebirgsfläche, die sich von Perote bis zum Pik von Orizaba erhebt, dieHalbinsel Aucatan, das Litloral von Oaxaca, Nuevo Santander, NnevoLeon, Cohahuila, die Bolsons de Mapimi, die Küsten von California,Sonora, Cinaloa und Nuevo Galicia, und die südlichen Theile von Val-ladolid, Mexiko und Puebla, lauter Landstriche, die nur unbedeütendeHügel tragen. Die Küsten um den Golf sind sandiger, sumpfiger undflächer, als die am Australocean, und mit Untiefen angefüllt, welchenur an wenig Stellen mehr als 12' Wasser haben. — Häfen hat dieGolfseite fast gar nicht, nur einige Nheeden, wie die von Vera Cruzund Tampico, und eine Menge sandiger, durch Rotation des Golfstromsgebildete Nehrungen, die kleinere oder größere Haffs einschließen. DieKüste am Australocean umschließt den durch die Halbinsel Californiagebildeten Busen, den mau das Pnrpurmeer oder den Busen von Cali-fornia nennt; er bietet einige schöne Häfen und Nbeeten. die aber z"entfernt von den angebauten Theilen deö Landes liegen. Der Busen vonTehuantevec ist nur eine sanfte Böschung, die das Land im Süden macht.— Der Boden auf dem Bergplatean von Mexiko, das den angebautenTheil des Reichs umfaßt, ist zwar höchst verschieden, im Ganzen abersehr produktiv und bei seiner hohen Lage für den Anbau aller Produkteder gemäßigten Zone geeignet, während der Küstensaum und die tieferliegenden Thäler die der heißen Zone hervorbringen. — Auch hier hängtdaö Gedeihen der Vegetation von der Masse der Feüchtigkeit ab, dieder Boden empfängt: viele der höchsten Gegenden sind wasserlos unddaher unfruchtbar, während die Abhänge des Bergplateau's, von feüch-ten Winden und Nebeln getränkt, eine unbeschreibliche Üppigkeit imPflanzenwuchse entwickeln. Die Ostküste ist niedrig, häufigen Über-schwemmungen ausgesetzt und daher sumpfig; die Westküste hat bei hö-herer Lage vielen Sand und fast gar keine Savannen. An beiden er-