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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Amerika.

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sich doch dicht hinter ihm das Land gleich hohen Mauern. Trotz derMenge kleiner Ströme, ist Mexiko doch ein wasserarmes Land, undgleicht auf der Hohe einer dürren Sandebene. Der niedrige, gegen dieKüsten hin liegende Boden aber ist feücht und »»gemein fruchtbar, undnicht nur für jede Getreidear^ tauglich, sondern auch für Zucker, Kaffee,Indigo, Baumwolle, Cacao u. s. w. ganz vorzüglich geeignet, obgleichungesund. Die Hochebenen sind bis auf eine Höbe von 6,600 Fuß, wodie Tievrus trins beginnen, für alle Arten Tropengewächse geeignet, Hö-her hinauf aber nur für Erzeügnisse der gemäßigten Zone. — Nur eineinziger bebrütender Fluß ist im ganzen Lande, der Nio Grande delNorte, welcher nach Texas zu die Grenze bildet, und nach dem Golfez» strömt; alle andern sind klein und münden: der Tiqre, Las Palmas,Tampico oder Panuco, der Nautla, Atopan und Zkamaca, der Nioblancv, Hnasacualco, der Grijalva oder Tabasco, der JeldaleS undSnmastnla in den Golf, der Sau Francesco, Felipe, Colorado, Aö-censton, der Tolvlotlan oder Nio gründe de Sau Jago, die Zacatula,der Papagallv, die Naspa und die Chimalava in den Austral Ocean.Die Quellen der letzteren liegen denen des Hnasacualco so nahe, daßhier eine Vereinigung beider Flüsse mittelst eines Kanals wohl auszu-führen stände. — An Binnenseen hat Mexiko: den Chapala, in Gnada«laxara, mit einem Spiegel von 58 d. lH Meilen; die Seen des Tbalesvon Mexiko, unter denen der Tezcnco der bedeütendste ist; die Seen vonPascuarv und Cniscv, in Valladolid; die von Parras und Caiman, inden Bolson von Mapimi, und den Timpa noqos, zwischen Lat. 4l bis42° N., und an Lagunen und Bayen an der Ostküste: die Lagune Tam-jagna oder den Hasen von Tampico, Matamvros, Santa Anna, Vera-Cruz, und die Lagnna de Terminas; und an der Westküste: den Golfvon Tehuantepec, das Pnrpnrmcer oder den Busen von California, undden Port Sau Francesco, Monterey, die Sän Pedrobay, die Bay To-dvö Santos, de las Dirginas, Port de la Paz, die Mnlgrebay, denGolf von Bayone und Acapnlco. — Das Klima ist, wie eö in eineml.v ausgedehnten Lande nicht anders zu erwarten ist, außerordentlich ver-schieden. Im Allgemeinen heiß; da aber Mexiko größtentbeils Hoch-ebene oder Gebirgeplateau ist, welches mehrere tausend Fuß über dieMeeresfläche erhaben liegt, so wird die Hitze dadurch sehr gemildert.Die Gegenden, die über 7,000' hoch liegen, haben selten über 7° — 8°;v>e Hochlande bis zu 7,000' ungefähr 17°; die niedern Gegenden zwischen^8l)y — 4,800' Erhöhung 20° — 21 °, und die unter 3,800' bis an dieMeeresküste 21° — 26° R. mittlere Wärme. Die Stadt Mexiko selbstbat ,m Sommer nicht leicht über 24° Wärme, im Winter nur höchstwlten Frost; überhaupt besitzt das Land ein italienisches Klima. Manbat zwar in den nördlichen Gegenden zuweilen etwas Frost im Winter,^ber selten Eis, und wechselt das ganze Jahr die Kleider nicht. — We-llen dieser hohen Lage ist das Klima auch das gesundeste fast aller spa-nischen Staaten, die Hochländer Peru's ausgenommen, und die Menschenwerden daselbst sehr alt. Nur die zwischen der Küste und den Hochebe-wn liegenden Gegenden sind, ihrer niederen sumpfigen Lage wegen, un-nesund, obgleich sehr fruchtbar. Der gesundeste Aufenthalt ist die Ge-8end um Jalappa, Chilpanzingo und Tasca, mit herrlicher Luft undJrnhmtcn Obstpflanzungen. Auch Sau Blas und der größte Theil derWestküste hat sehr reine Luft, Kraft der Wälder von Schiffbauholz, dieumgeben, und des regelmäßig wechselnden Seewindes.