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Amerikanisches Staatensystem.
Naturprodukte. — Der Naturreichthum Mexiko's ist unermeß-lich, und Mexiko unstreitig das reichste Land an Gold und vorzüglichan Silber auf Erden. Man zählt über tausend Minen, auf deren Be-arbeitung die Revolution allerdings aüßerst nachtheilig eingewirkt hat,so daß deren jährliche Ansbeüte sich gegenwärtig nur auf circa 4,«««köln. Mark an Gold, und 1,956,000 köln. Mark an Silber belauft.Zwar enthalten die hiesigen Silbererze nur selten mehr als 4 — 8 Unzenim Eentner, während sie in Sachsen bis iv Unzen geben, aber sie sindvon einer Mächtigkeit, wie man sie in keinem Theile d»r Erde wiederfindet. Die wichtigsten Minen sind bei Temascaltepec, Calorce und Za-catecas, Oaxaca, Sinaloa, Sonora, L'aliscv, Guadalajara und SänLniö de Potosi, und in den berühmten Minen von Guanaxuato enthältein und dasselbe Erzlager Gold und Silber. — Die Perleufischerei istbeträchtlich, und wird an beiden Küsten des Landes betrieben; Edelsteine,vornehmlich Smaragde und Türkisse, findet man in verschiedenen Gegen-den; Quecksilber iu Cdilapan, und Marmor in mehreren Staaten.—Die Vegetation ist außerordentlich üppig: die herrlichsten Blumen undSchlingpflanzen entsprossen nach dem geringsten Regen dem Boden, wenner nur irgend etwas mit Erde bedeckt ist. In den Gebirgen des Landesliegt ein wahres Paradies; ein Teppich der üppigsten Pflanzen, mitdem Farbenglanz der Tropenregion, bedeckt das Land. Alles gedeihthier, und die Erzeügnisse aller Zonen: Getreide, besonders Mais undReis, Wein, Tabak, Flachs, Hanf, Baumwolle, Zucker, Kaffee, Cacao,viele Gewürze, Farben- und Apotheker-Waaren vermag Mexiko in unge-heürer Menge hervorzubringen. — Eben so reich ist die animalische Welt:Jedes Labyrinth von Pflanzen ist von unzähligen Thieren bevölkert. Bö-get von allen Farben schweben vor dem Blicke, besonders Papageien undKolibris, und prachtvolle Schmetterlinge und Käfer entzücken das Auge-Wild ist auch noch in Menge vorhanden, und in den Schluchten derweniger bevölkerten GcbirgSdistrikte findet man Jaguare und Caguare,Panther, Tiger, Wölfe und wilde Katzen, und Hirsche, Rehe, Hasen u»dEichhörnchen erfüllen die Wälder, während Bisons und verwilderte Pferdeheerdenweise die noch unbebauten Prairien des Nordens durchziehen-Die einheimischen Hausthiere find sämmtlich eingebürgert und gedeihe»vortrefflich.
2. Das Volk.
Abstammung; Charakter, Sitten und Zahl. — Die Be-völkerung Mexiko's besteht theils auö eingebornen Indianern, theils a»°eingewanderten Eüropäern, größtentheilö Spaniern, theils aus nachg^dornen Weißen, hier Kreolen genannt, zum dritten Theil aber a»Mischlingen, und nur wenige gehören der afrikanischen Nasse an: d'Volksmenge belief sich t84« auf 7,687,0«« Seelen, mithin betrug d>»Volksdichtigkeit 175 Seelen auf die deütsche Quadratmeile. Den Rank»nach begreifen die Indianer 56,, Prvc.; die Weißen 12,,; die Schwarz«»«,,, und die gemischte Nasse 31,, Procent. — Der Charakter der M«?''kaner ist im Ganzen genommen herabgewürdigt: die Indianer sind unthät'mgleichgültig, unterwürfig, händelsüchtig und zum Trunk geneigt; die.K"len sind jetzt diejenigen, welche das meiste Ansehen genießen, die Reglern' »in den Händen haben, und im Besitz sowohl der besten Güter des r.a 'des, als auch des Ertrages sind. Der Kreole ist listig und verschlag»"
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