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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
Entstehung
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4. Die Republik hucatan.

I. Das Land.

Die Halbinsel Ducatan wurde 1517 von Hernandez de Cordvva ent-deckt und erhielt ihren Name» durch ein Misiverstandnisi; denn als Her-nandez die Eingebvrnen nach dem Namen ihres Landes fragte, erhielter zur Antwort: Aucatau, d. h. was sagt ihr? — Die Spanier, inder Meinung, den richtigen Namen erfahren zu haben, benannten dieHalbinsel mit demselben, der ihr auch geblieben ist, obgleich spater dienähere Bekanntschaft mit der Landessprache das Mißoerständniß ent-hüllte. — Die Halbinsel, früher der östlichste Theil Neüspaniens, breitetsich zwischen Long. 28k" 14' und 290" 25' O. und zwischen Lat. 14° 14'und 21° 30' N. aus; grenzt im N. an den Golf von Mexiko, im O-an das antillische oder earaibische Meer, im S. an Guatemala und denAnstralvcean und im W. an Oa.raca, TabaSco und den Golf von Me-xiko; ist mit ihrem nordöstlichsten Vorgebirge, dem Kap Catoebe, intt30 Meilen vom Kap Sau Antonio auf Cuba entfernt, und umfasst mitden, zu ihr gehörenden Inseln und der Provinz Chiapa, die sich mitihr verbunden, einen Flächenranm von 3,973 deutsche, oder 84,413 eng-lische oMeilen oder 54,024,320 Acres, von denen auf Ducatan 2,150,auf Chiapa 1,823 deütsche O Meilen kommen. Einige Geographen gebe»den Flächeninhalt der Halbinsel auf 5,V77 deutsche SMeileu an, dochist diese Angabe nicht zu erweisen.

Das Land der Halbinsel ist niedrig, eine kompakte Ebene, die inder Mitte von einer Hügelkette durchzogen wird, die in SW. am höch-sten, nach NO. zu ganz flach anslaüft; der südliche Theil gehört größ-tenteils znm Hochplateau von Guatemala, und drängt sich an das, desbenachbarten Mexiko an. Die Hanptkette des Hochgebirges zieht sicbnach der Küste des Anstralvceans, thürmt dort ihre höchsten Kuppen auf,und zeigt nach dem Ocean zn mehrere Vulkane, worunter der Soco-nueco, der Amilpas und andere, die nur zu Zeiten Ranch und Asche aus-werfen. Das Gestade der Halbinsel ist rundum mit Sandbänken umzo-gen. im W. und N, nur wenig eingeschnitteu, im O. aber, nach dstHondurasbay zu, weit zerrissener. Im W. und N. sind nur wenüssBayen. unter denen die Laguna de Terininvs an der Grenze die bedeu-tendste ist, aber nur seichte Einfahrten bat; die Campechebay ist nur einegroße Bölchnng, bietet aber in der Mündung des Sau Francesco, ""der Pnista de Mvrros, eine» guten und sichern Haken. Auf der Ostie^ist die Bay Ascension, und südlich von dieser ist die Insel Ubero oderAmbergrease-Key, welche die tiefe Bacalar- oder Hanoverbay einschließt-