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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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439
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Amerika.

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Von hier an bis zur Balize ist die Küste flach und sumpfig, und miteiner Menge Felsenriffen und kleinen Eilanden eingefaßt, unter denen^urneff bei weitem daö größte ist. Das Gestade am Ocean ist flach,wenig ausgezackt und bietet keinen einzigen guten Hafen. Die Halbinsel>st schlecht bewässert, und hat, außer dem Rio-Hondo oder Grande, wel-cher die Grenze von Balize macht und in die Bay von Bacalar mündet,>>.ur unbedeütende Küstenflüsse: den Ehen, Champeton und Sau Fran-usco im W., den Arrvyo de Silau, den Cedros und Conil im N., undden Bulina, Nuevo, Ascenfion, Bacalar, Sän Jose und Nahakun im2.; die drei letzten münden mit dem Hondo iii die Bacalarbay. Selbstan Quellen ist die Halbinsel arm, und von der Campechebay bis zumKap Catoche findet man nicht einen Tropfen süßen Wassers, dagegen spru-deln mitten im Meere, der Mündung des Conil gegenüber, 1,2l>0' vomLande entfernt, süße Quelle» hervor, die unter dem Namen Boccas deConil bekannt find. Der Süden ist gut bewässert, wird von der Grijalvaoder dem Tabasco mit dem Comitlan und demZeldales mit dem Ocozingo,die sämmtlich nach Tabasco zu strömen, durchschnitte», und wird vom Guistlabewässert, der durch Soconnsco dem Anstralvceane zuströmt. Das Landauf der Halbinsel ist fast durchaus sandig oder steinig, doch der Bodenglücklich gemischt und im O. sehr fruchtbar. Der Boden auf dem Hoch-plateau des Süden bietet alle Abwechselung der Tieirn« teinplncla« dar.Das Klima daselbst ist gemäßigt, heiter und gesund; über den Distriktsoconnsco schwebt die volle Sommerhitze der Tropen, mit allen ihrendlnannehmlichkeiten, und im Winter herrschen hier fürchterliche Stürme,Papagallos genannt. Die Dieris« ealientes der Halbinsel find wegenber Trockenheit des Bodens die gesündesten des spanischen Amerika; nur'w Winter oder in der Regenzeit, vom October bis Februar, stürzt der<ropenrcgen in Strömen herab; dann aber beginnt die Dürre, bald fin-det mau keinen Tropfen Wasser mehr, ein ewig heilerer Himmel um-ükahlt vom Februar bis zum October die Halbinsel, und die Hitze würdeUnerträglich sein, wenn nicht die Seewinde die Gluth einigermaßenbuhlte».

. Wie der Boden des Landes, sind auch die Produkte verschieden; dasHochplateau bringt Mais und Cerealien in Menge hervor, und nebenZuckerrohr, Pfeffer und Maguay gedeiht die Kartoffel, Gemüse und eü-^Päische Hülsenfrüchle, und neben Baumwolle baut man Hanf, Pita und^obak. In den Gärten findet man Ävfel, Birnen, Kirschen und Pflau-mn neben Ananas, Bananen und Breiäpfeln oder Sapoten, und in den^oldnugen wachsen Tannen und Cedern mit Mahagoni-, Guayak- undsr'lenhvlz; auf der Halbinsel gedeihen außer Mais und Reis keine Cerea-, aber alle Tropenfrnchte. Unter dem für Kolonialprodukte besten-ummelsstriche und unter gleicher Breite mit den westindischen Kolonien^e.gen, erfrcüt sich die Halbinsel desselben Bodens, bis jetzt aber nicht.selben Kultur. Nur was die Natur von selbst hervorbringt, wird bisi ^ hier gewonnen, sonst außer Mais und Manioc zur Nahrung fastnichts. Stachellose Bienen liefern eine Menge des köstlichsten Ho-und Fi,,le von Wachs. Das Campecheholz und Mahagoniholzl, bln, was die Halbinsel trägt, würde den jungen Staat reich und blü-s. . machen. Die Fauna ist die von Mexiko, vom Tapir bis herab zumKäfer. Der Süden hat Gold, Silber, Blei und Kupfer, dochBergbau schläfrig betrieben; auf der Halbinsel ist kein Metall-"'chthum vorhanden.