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Amerikanisches Staatensystem.
am Francisco, der hier in den Golf mündet, und einen kleinen, ziem-lich guten Hafen bildet, Hauptort des Distrikts, mit I Pfarrkirche, 1Kirche mit einem Gnadenbild, 2 Mönchsklöstern, 1 Hospital und 8,400Einwohnern, die viele farbige Kattune fertigen und bedeutenden Handelmit Wachs und Campechehvlz treiben. Der Hafen ist zwar der beste derWestküste, doch müssen große Schiffe auf der Rhede vor Anker gehen.Campeche ist der Stapelort für das Wachs von Ducatan, und dessenAnSfuhr begründet den Wohlstand der Stadt, die durch drei befestigteThürme vertheidigt wird. — Zwischen dem Sau Francisco und dem Cham-pvtvn sind die bedeutendsten Campecheholzschlägereien des StaatS und dieBewohner der indianischen Dörfer sd'ampolan, Equetchecan, Lerma undCbampoton lediglich damit beschäftigt. — Vallodvlid, unter Lat. 20°41' N., an der Bolina, im nordöstlichen Theile der Halbinsel, in einerdürren Ebene, in welcher aber Baumwolle vorzüglich gedeiht und denStapel bildet; mit 1 Pfarrkirche, l Mönchskloster, I Hospital, 2 Baum-wollenginS und 5,350 Einwohnern, die bedeütenden Baumwollhandel trei-ben. — Salamanca de Bacalar, Hanptort deS Distrikts Bacalar,auf der Ostküste der Halbinsel, unter Lat. 18" 53' N., am Rio Baca-lar, der in die gleichnamige oder Hanvverbay mündet, mit I Fort, lPfarrkirche, l Hospital und 2,480 Einwohnern, die Mahagoni- undF-arbeholzschlägerei unterhalten. — Cindad-Real, unter Lat. 16" 35'N., Sitz eines Bischofs, am Ieixhihnjat, einem Zufluß des Zeldales,auf einer schönen, an Zucker, Cacao, Baumwolle und Pfeffer reichenEbene, mit I Kathedrale, 4 Mönchs- und > Nonnenkloster, 2 Orato-rien, I Hospital, 1 Kollegium und 6,380 Einw., die einige Gewerbe un-terhalten und etwas Handel treiben, größtentheils sich aber von der Land-wirthschaft nähren. — Sän Fernando de Guadelnpe, Indianer-stadt am Tulija, der in die Laguna de Terminoö geht, mit reicher Feld-mark und 2,100 Einw.; — Sau Jacinto Ocosingo, der alte Hanptortder Provinz Tzendales, deren 32 Dörfer sich 1712 gegen die Spanierauflehnten, mit 3,950 Einw.; — Sän Domingo de Palcnqne, antZeldales, mit 1,800 Einw.; in der Nähe sind die Ruinen einer altenJndianerstadt Cnliacan oder Palenqne, die in einem Zeiträume, der au-ßerhalb der Grenzen der Geschichte fällt, von dem Anöbruche eines D»l*kans gänzlich verschüttet wurde. Die Ruinen wurden in der Mitte desvorigen Jahrhunderts aufgefunden, und eine unterirdische Stadt entdeckt,die sich in einer Strecke von 6 deutschen Meilen längs eines Bergrückenshinzieht, und aus der man schon Paläste, Tempel, Altäre und Monu-mente, die von vieler Kunst und einem sehr hohen Alterthum zeugen, her-vorgezogen hat; die an den Tempeln gefundenen Hieroglyphen haben vielÄhnliches mit denen von Memphis, und zu interessanten Resultaten wirdman gelangen, wenn das amerikanische Herknlanum so sorgfältig unter-sucht sein wird, wie das europäische. — Tnxtla, Hanptort des gleich*namigen Distrikts, mit 2 Pfarrkirchen, l Mönchskloster, I Hospital, 1Tabaksfabrik und 5,500 Einw., die bedeutenden Tabakbau betreibe».Tecpatlan, Hauptort des alten Reiches der Zvqnes, mit 1 Pfarrkircheund 3,500 Einw.; — Chiapa de Indios, am Tabaöco, mit 2 Kir-chen und 2,250 Einw., die verschiedene Privilegien genießen. — Sa»Domingo Escnintla, Hanptort von Soconnsco, 1794 durch eine»Orkan völlig zerstört, hat sich der Ort schnell wieder gehoben, besitzt »Pfarrkirche, 2 Klöster und 3,200 Einw., die größtentheils v»m Ertrageihrer Cacaopflanzungen leben.