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Amerikanisches Staatensystem.
1773 trat das Meer aus seinen Ufern; die zwei, in der Nabe der Stadtliegenden Vulkane schienen zu sieden; Ströme heißen Wassers ergossen !sich aus dem einen, glühende Lavaströme aus dem andern; die Erde be- ^kam überall Nisse und Spalten und war in fortwährender Bewegung.Fünf Tage lang dauerte dieser furchtbare Zustand, als endlich am 7. >Juni sich der Abgrund öffnete und bis auf wenig Reste die schöne Stadtmit allen ihren Reichthümern und 5,000 Familien verschlang. Sirömevon Schwefel und Koth stürzten über die Trümmer und entzogen sie fürimmer den Blicken der Menschen. 1775 wurde die dritte, oder jetzige >Konföderationshauptstadt, 4 Stunden westlicher, unter dem Namen „laNueva Guatemala de la Assumtion de unestra Sesiora« gegründet; 7 bis8,vna Einwohner blieben aber in der schönen Ebene der Zerstörung zurück,erhielten die Privilegien einer Villa, unter dem Namen Guatemala anti-qua, und errichteten 1776 »och ein viertes Nueva-Guatemala in demTheile des Thales von Mixco, welcher Llano de la Virgem genannt ^wird. — Es scheint jedoch als sollte die Bundesstadt auch hier keine blei- !bende Stätte finden: am 21. und 22. April 1830 folgten sich abermals52 Stöße eines gewaltigen Erdbebens, und am 23. April, Nachts 9 Ub>'<erfolgte ein solcher Stoß, daß viele Haüser zerstört, Thürme umgestürztund Besitzungen verwüstet wurden. — Indessen entschädigt das schöneGuatemala reichlich für diese Unannehmlichkeiten durch seine reizendeLage: 5,00« Fuß über dem Meere gelegen, ist das Klima der Stadt undUmgegend wonniglich; man kennt keinen Witterungswechsel, genießt ei-nes ewigen Frühlings, wird von der labenden Küblung der elastischenAtmosphäre erquickt, und bat noch den Vortheil, innerhalb 10 Meilenum die Stadt, sich jedes beliebige Klima aussuchen zu können. VierStunden östlich von der Stadt erhebt sich der 14 —15,000' hohe Wasser-vulkan, von dessen Gipfel die Ltadt mit Eis versehen wird, währendam Ufer des nur 15 Stunden entfernten Oceans die glühende Hitze derTropenwelt herrscht. - Diese Verschiedenheit des Klima'ö versieht denMarkt mit einheimischen Produkten aller Länder, und was wir mühsaMzusammen suchen und dessen Genuß durch große Reisen uns nur sparsamund einzeln verschaffen können, das findet sich hier auf einem Fleck zu-sammengedrängt: Ein prachtvolles, vvm ewigen Frühling durchfäcbellesTropenthal, ein Amphitheater vulkanischer Hügel, über welche der Wal-servulkan emporragt, und die Hügel selbst, die den Namen MastratoNführen, und in deren Nähe die Erde fortwährend erzittert, voll der köst*lichsten Heilquellen, die von Leidenden haüfig besucht werden.
Der Charakter des Bundesgebiets ist so ziemlich der Charakter desganzen Landes, das, von der Andenkette durchzogen, nur eine AnseinaMverfolge hoher Piks, rauchender Vulkane, abfallender Baranken und tie-fer, fruchtbarer Thäler ist, durch welche sich nur unbedeütende Fluss?winden, von denen der Montagna, Jsagay, Polochic, Cayabon, Gord»,Dacas, Pallncca, Sau Pedro y Sän Pablo und der Cbiapa nach deMAntillenmeer, der Eeclavos, Maticvlv, Sipacate, TaneSco und Tilap"nach dem Australvcean zu strömen, und die Einfahrt Nio-Dulce b»SWasser der Laguna Izabal der Santa Tbomasbay zuführt. Im Nordendeö Staats liegt der See Jtza mit der Insel Flores.
Die 13 Partidos oder Departamientos von Guatemala sind: