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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Amerikanisches StaaienWem.

kleiner Zuflüsse zu einem bedeutenden Strome wird, der in Sau Salva-dor eine Breite von 410' hat, stürzt mit reißender Schnelligkeit demOceane zu, ist weit hinauf bovtbar, und nimmt an größeren Gewässer»den Tvrola und den Gnixar, den Abfluß des gleichnamigen Sees, dereine Wasserfläche von 12 deutschen lü Meilen hat, in sich auf; der Jiqni-lisco strömt in die gleichnamige Bay; alle andern Flüsse sind klein midunbedeütend. Binnenseen existiren mehrere: der Metapa, den die FlüsseLangue und Languee-tayo speisen; der von Texuangos, Gilopangv undGuija; in der Mitte des großen Gui.rar-Sees liegt eine kleine, stark be-waldete Insel, auf welcher viele Thiere existireu, unter denen eine große,dem Satyr gleichende Affenart vorkommen soll. Das Klima ist gesund;das gelb-Fieder wüthet hier nie; doch zeigt sich eine eigenthümliche Krank-heit an der Küste, eine Drüsenanschwellung des Halses, Gnegutlan ge-nannt, an der vor allem das weibliche Geschlecht leidet. — Die ganzeKüste von Sän Salvador bis zur Lempa führt den Namen der Balsam-küste, weil sie in ibren Wäldern, die das Hochplateau dicht bedecken,eine Menge des köstlichsten Balsams liefert, dessen Gebrauch einst einepäbstliche Bulle allen Kirchen empfahl. Ein anderes Hanptprodukt desSiaats ist der Indigo, der unter dem Namen des Jndigo'ö von Guate-mala, als der beste bekannt ist; alle Tropengcwächse gedeihen hier undin Menge; die'Viehzucht aber ist nnbedeütend und die eüropäischen Haus-thiere hier sehr ausgeartet, namentlich die Rinder ausnehmend klein undmilcharm. Der Kunstfleiß verbreitet sich über dieselben Gegenstände, diein Guatemala veredelt werden: man bat viele Indigoterien, Zucker-raffi-nerien, die Panelas liefern, und einige Eisenwerke, die einzigen in Mit-tel-Amerika. — Der Handel ist nicht unbedeütend, und Sän Salvadorder wichtigste Handelsplatz des Landes; er versendet seine meisten Pro-dukte theils über den Hafen von Acayntla, theils über die Häfen vo»Jiqnilisco und Conchagua. Die Stapelwaaren machen die verschiedene»Arten von Balsam, Indigo und Terpentin aus, außerdem kommen aberauch noch Panellas, Baumwolle, Cacao und Gewürze im Handel.

Sän Salvador ist im Verhältniß seiner Größe der bevölkertste allermittel-amerikanischen Staaten, »nd zählte im Jahre 1841: 35 - 2,900 See-len, halte mithin eine Dolksdicbligkeit von 966 Seelen auf die deütsclstm Meile. — Den Rassen nach gehören 35 Procent zur indianischen, 20zur weißen und 45 Procent zur gemischten Rasse; Galindo gibt die weißtund indianische Nasse jede zu 20, die Gemischte hingegen zu 60 Procelstan. Die Einwohner, von Abstammung Cuscatlaner, sind die civilisir-testen unter allen, die Mittel-Amerika bewohnen; ihr vaterländischesIdiom ist ganz ausgestorben und die spanische Sprache allgemein ange-nommen.

Der Staat Sau Salvador zerfällt in folgende 4 PartidoS, die 37Kirchspiele, 2 Cindaden, 6 Dillas und 148 Dörfer enthalten: