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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Amerika.

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dem Antillenmeer zuströmenden sind bedeutender: der Pantasma oderSegobia, welchem nach der Mosquitoküste binübergebt, wahrscheinlich dergrösste Fluß Mittel-Amerika's; der Sau Juan, der die Wässer des Ni-karagua und Managua-Sees dem Antillenmeer zuführt und sich durchdie Costa Nica und den Sen'quibi verstärkt, bildet auf seinem 24 Mei-len langen Laufe gegen 36 kleine Katarakte und stürzt seine große Was-sermasse durch die drei Mündungen Sau Juan, Tauve und Coloradoin's Meer. Der Nicaragua-See verschlingt ebenfalls viele Ströme undempfängt von NW. durch den Lipitapa die Wasser des Managua, vvmN. die Flüsse Cotiladcs Congrelal, Moxales, Sinacapa, Oderoso, Ol-lata, Esteras, Teponguapa und Tule; vom O. den Movillvs und Mol-cheros, un<d vom W, den Orosi, Mayo, Santa Anna und Dorado; dieletzteren sind freilich nicht viel mehr als Gießbäche, führen dem See aberwährend der Regenzeit eine unermeßliche Menge Wasser zu, das, da derSau Juan nicht den zwanzigsten Theil abzuführen vermag, entwederverdünsten oder einen unterirdischen Ableiter in den Ocean finden muß.Der See trägt mehrere Inseln, auf deren einer, der Insel Omotepet,der Bulkan Omo immer noch thätig ist und haüfig Rauch und Flammenausstößt. Das Klima Nicaragua's ist zwar nngemein heiß, doch mäßigtdie höbe Lage des Platean's die Hitze nngemein; der Küstenstrich aubeiden Meeren ist glühend, und hier wagt selbst der Indianer nicht, seinebleibende Stätte aufzuschlagen. An beiden Küsten sind Stürme haüfig»Und die Papagallos am Australoceau und die Nortes am AntillenmeerMachen haüfig bedeutenden Schaden. — Der Boden, obwohl vulkanischerNatur, ist mit einer fetten Schicht vegetabilischer Erde bekleidet, undUm so produktiver, und erzeugt alles ihm Anvertraute in der größtenFülle. Die sämmtlichen Produkte der benachbarten Staaten werden auchbier gefunden, und Ricaragua entbehrt nichts, was irgend ein anderesTropenland bietet.

Einwohner zählt der Staat 365,756, ist also, da diese Bevölkerungi»m Flächenraume nur eine Nolksdicbtigkeit von 214 Seelen auf diebeütsche ClMeile bedingt, der am dünnsten bevölkerte Staat Mittcl-Ame-rika's. DerRassenvertheiluug nach gehören 35Procent der Indianischen,der Weißen und 34 Procent der gemischten Nasse an. Die Indianerlängs der Küste des Anstraloceans sind vom Stamme der Chorvteca, dieM der Gegend von Nealejo Coribici, die an den Seen Nicaragna undManagua Chandals und die auf der Südseite des Pantasma vom Stamme^rotini und Wnlwaö; sie haben alle die spanische Sprache angenommen,bvch auch ihre beibehalten, die übrigens nicht die geringste Ähnlichkeit^it der Aztekensprache hat. — Die Indianer Nicaragua's gehören zu°en industriösesten von Guatemala; vom Klima genöthigt, mehr Be-lästigungen aufzusuchen, die sie im Hause verrichten können, werdenWebstuhl und Spindel fleißig von ihnen gehandhabt. Der Schiffbau^>rd schwunghaft betrieben, und der Ausfuhrhandel nach Guatemala,sicher auf Baumwolle, baumwollenen Zeugen, Indigo, Zucker, Cacao,"limchs, Honig, Salz, Fischen, Ambra, Terpentin, Pferden, Maulthie-^u, Rindern und verschiedenen Gnmmi'arten und Arzneiwaaren beruht,.^ehrt sich mit jedem Jahre. Der Hafen Realejo verspricht bei über-mndnehmender Kultur bedeütend zu werden. Die Straßen des LandesM schlecht und bloß für Maulthiere zu passiren.

.. Der Staat Nicaraqua wird in 8 Partidos geschieden und zählt in"sen 3 Ciudades, 14 VillaS und 78 Dörfer: