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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Amerika.

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des heldenmütbigen Befreiungskampfes darf nicht verleiten, in diesenerst aufblühenden Staaten nichts als Herrliches zu suchen, denn dasLand sowohl als die Menschen entsprechen eben so wenig den Erwartun-gen des gebildeten Mannes, als die Staaten spanischer Nationalität inNord- und Mittel-Amerika.

b. Das Land.

Die columbischen Länder ruhen im Mittelpunkt der westlichen He-misphäre, zwischen den beiden Weltmeeren, dem atlantische» und demAustralocean, und zwar unmittelbar unter dem Aequaior, jedoch mehrauf der nördlichen als südlichen Seite desselben, und dehnen sich vondort bis Lat. 12° 30' N., und abwärts bis auf Lat. 5° 50' S.; dieGrenzen bilden im Norden das atlantische Meer, oder vielmehr der Theildesselben, der den 'Namen des Antillenmeeres führt, im O. Guyana undBrasilien, im S. Brasilien und Peru, und im W. der Australocean. —Die Küstenstrecke längs dem atlantischen Ocean beträgt den Krümmun-gen der Küste »ach 2,000, die des Australoceans 1,200 Seemeilen, derFlächenraum des ganzenLandes 51,740 deutsche (1,090,358engt.)ü.Mei-le», von denen 17,395 auf Neü-Granada, 18,900 auf Venezuela, und15,385 lü Meilen auf Ecuadvr kommen. Mehrere Geographen gebenden Flächeninhalt auf 85,058, andere sogar auf 88,200 deülsche C Meilenan, doch möchte unsere obige Angabe bis auf einige Meilen ab oder zuder Wahrheit am nächsten kommen.

Ein Theil des großen Reiches, Neü-Granada, ist Gebirgsland; dieAnden ziehen hier in einer doppelten Reihe hin, auf welcher viele Schnee-Piks sich emporheben, und der Chimtarago nur von dem HimalayagebirgeAsiens an Höhe übertrvffen wird. Vulkane zählt dieser Theil der Anden-kette viele, und mehrere derselben stoßen noch jetzt Feüersaülen und Lavaäns. Auch Ecuador ist Höhenland, im Durchschnitt 7,266 Fuß über derMeeresfläche erhaben, aber demungeachtet mehr Ebene, und deßhalb diehöchste Ebene in Amerika. Venezuela ist Flachland, und nach Osten zuSavannen oderLlauos mit dichten Waldungen wechselnd. Die materielleBeschaffenheit des Landes oder der Boden ist sich wie allenthalben anGüte nicht gleich. Die Gegend um Caracas ist sehr fruchtbar, und über-haupt Venezuela, besonders die Striche am Orinocv, die besten Lander-decken; auch am Magdalencnfluß findet sich viel fruchtbares Land. DieAbhänge der Anden, die Umgebung von Bogota und die Hochebene von^uito sind sehr reich und üppig, der schönste Theil des Landes aber istöas Thal von Cauca: Cvlumbia'ö Paradies! — Die Küste ist feuchteNiederung, bietet eine fortlaufende Kette unauSgelrockueter Sümpfe,Ursprünglichen Meeresboden und viel Sand- und Haideland. Hin undwieder ist der Boden mit dichten Waldungen besetzt, dieser Urwald aberä der Regel so unterwachsen, daß man denselben nur durch Feuer rodenan». — Mehrere große Ströme: der Orinvco, Magdalenenflnß, der^Naraäon, oder der Anfang des Amazonenstroms, der Rosario und derenZuflüsse, und der Tequeudama, welcher einen 650 Fuß hohen Fall be-treibt, wässern den Staat, und setzen'die innersten Theile des Landesca'-^ Küsten in Verbindung; einige bedeütende Seen, wie der Mara-arbo, Cesapesen, der Parima und andere breiten sich im Lande aus, unde,„e Flüsse, Creeks und Küstenströme durchbrechen alle Distrikte des"ichs, demungeachtet aber ist Columbia nichts weniger als überflüssig2°raha»s, Bdi vi. 3 g